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Zeichner Architektur – die unterstützende Kraft bei allen Bauprojekten

Zeichner Architektur – die unterstützende Kraft bei allen Bauprojekten

Bauzeichner sind auf dem Bau und in Planungs- und Architekturbüros gefragt. Zusätzlich gibt es Spezialisierungen im Bereich, die als Basis immer eine vierjährige Ausbildung mit Abschluss zum Bauzeichner haben. Gerade für kreative Menschen, die Spass an der Gestaltung und Planung haben, ist das Berufsbild empfehlenswert. Bauzeichnungen gehören ebenso zum Aufgabenbereich wie die Erstellung von Bau- und Schaltplänen. Die Zeichnungen umfassen Details, Ansichten, Grundrisse, Modelle und Schnitte nach Vorgaben der Fachleute.

Was macht ein Bauzeichner?

Ein Bauzeichner ist im Bereich der Architektur für die technischen Zeichnungen zuständig. Er erstellt zunächst Skizzen und dann Zeichnungen mit Hilfe von CAD-Programmen nach Vorgaben des Architekten und Bauplaners. Dabei kann ein Bauzeichner auf verschiedene Fachrichtungen spezialisiert sein, neben der Architektur auch auf Ingenieurbau, Raumplanung, Innenarchitektur oder Landschaftsarchitektur. Der Bauzeichner unterstützt den Architekten und ergänzt dessen Arbeit bei der Problemlösung. Er hat entsprechend sowohl planerische als auch fachtechnische Aufgaben und ist bei allen Projektstufen dabei. Baurechtliche Vorgaben muss der Bauzeichner ebenso kennen wie naturwissenschaftliche Gesetze oder die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Baumaterialien. Als Zeichner übernimmst du ebenfalls administrative Aufgaben und Baukontrollen. Der Zeichner für Architektur erstellt Ausführungs- und Projektpläne von Hochbauten. Dazu gehören Einkaufszentren, Industriebauten, Wohnhäuser und Bürogebäude. Eine Spezialisierung auf den Ingenieurbau umfasst die Beschäftigung mit Lasten und Tragkonstruktionen beim Hochbau und die Planung von Tiefbauten. Bei der Innenarchitektur wiederum geht es um Aus- und Umbauprojekte und die Raumgestaltung. Bauzeichner für die Raumplanung schliesslich entwickeln Pläne für Umwelt-, Verkehrs- und Landschaftsprojekte.

Wie arbeiten Architekten mit Bauzeichnern und Hochbauzeichnern zusammen?

Der Bauzeichner arbeitet meistens mit Bauleitern und Architekten zusammen, besonders im Planungssektor des Hochbaus. Dieser ist ein Teilgebiet des Bauwesens und beschäftigt sich mit der Planung und Errichtung von Gebäuden. Zeichner erstellen die Detail- und Werkpläne und setzen die Ideen und Skizzen der Architekten in technische Pläne und Zeichnungen um. Sie helfen dabei, technische oder gestalterische Probleme zu lösen.

Welche Aufgaben haben Zeichner in der Architektur und im Ingenieurbau?

Bauzeichner sind keine technischen Zeichner. Diese arbeiten in der Regel als Systemplaner oder Produktdesigner, als Konstrukteure oder Elektroplaner. Die Anforderungen hierfür sind in der Schweiz höher und die Ausbildungen detaillierter. Das bringt es mit sich, dass du als Bauzeichner häufig selbstständig arbeitest und damit auch mehr Verantwortung übernimmst. Im Fachbereich Architektur umfasst das den Hochbau für alle Gebäude, die über der Oberfläche liegen. Als Bauzeichner hast du die Aufgabe, Pläne und Skizzen, Zeichnungen und Modelle für Bauprojekte zu erstellen, die du nach den Vorgaben und Entwürfen von Fachleuten wie Architekten, Ingenieuren oder Raumplanern anfertigst. Das kann im Büro oder direkt vor Ort auf der Baustelle sein. Du erstellt Skizzen und Aufzeichnungen und nutzt die Daten bestehender Pläne, um dann mit der Hilfe von CAD-Programmen technische Zeichnungen anzufertigen. Das kann massstabsgetreu oder als 3D-Ansicht erfolgen. Einige Entwürfe fertigst du auch von Hand oder erstellst einfachere architektonische Modelle. In deinem Beruf als Bauzeichner übernimmst du alle planerischen und fachtechnischen Aufgaben und unterstützt das Fachpersonal bei der Erarbeitung von Lösungen für alle Bauvorhaben. Auch mathematisch solltest du versiert sein und kompliziertere Berechnungen anstellen können.

Was sind CAD-Programme?

Alle Bauzeichner arbeiten mit CAD-Programmen, die den Zeichen- und Konstruktionsprozess erweitern. Dabei handelt es sich um eine Software beziehungsweise eine Technologie, die Konstruktionen und technische Dokumentationen am Computer erlaubt. CAD steht für Computer-Aided Design and Drafting. Du verwendest die Software, um aus einer manuellen Zeichnung oder einem Entwurf eine automatisierte und computerunterstützte Variante zu gestalten. Das ist im 2D- und im 3D-Format möglich. Hinzu kommen Erstellmöglichkeiten für Veränderungen, Berechnungen, Darstellungsoptimierungen und Umformungen der Vorlage. Du greifst im Programm auf grafische Eingabegeräte wie Tastatur, Maus oder Grafiktablett zurück und nutzt auch Scanner und Plotter. CAD-Programme ermöglichen dazu die Modellbildung mit 3D-Grafiken, die du am Bildschirm drehen und in verschiedenen Perspektiven betrachten kannst. Auch die Darstellung verschiedener Material- und Werkstoffstrukturen ist machbar.

Wie setze ich Pläne zeichnerisch um?

Als Hochbauzeichner erstellst du sämtliche Pläne für alle Beteiligten am Bau. Das betrifft Projekt-, Bau-, Werk- und Detailpläne, wobei du dich genau an die Normen der Bemassung, Beschriftung und Darstellung halten und auch Zonen- und Bauordnungsvorgaben sowie Bauablauf- und Baukonstruktionsprinzipien berücksichtigen musst. Für anschauliche Pläne und Lösung, die du präsentierst, verwendest du die perspektivische Darstellung, Skizzen der Baudetails oder die 3D-Ansicht, formulierst in den Plänen Baubeschreibungen und erstellt kleinere Architekturmodelle. Du arbeitest als Bauzeichner am Reissbrett mit Massstab und Stift und mit CAD-Programmen. Häufig sind schnelle Abänderungen nötig, sodass eine rasche Skizze erstellt werden muss. Du solltest daher auch das Freihandzeichnen gut beherrschen. Ansonsten sitzt du am Computer und überträgst Vorlagen auf den Bildschirm, die du dann mit CAD-Software bearbeitest, um daraus ein vollwertiges Projekt zu erstellen.

Welche Schwerpunkte bietet die Fachrichtung Architektur für den Bauzeichner bei der Ausbildung?

Eine Ausbildung zum Bauzeichner und Hochbauzeichner dauert in der Schweiz vier Jahre. Sie beginnt mit Seminaren und der Berufsfachschule und wird später um die Praxiserfahrung in einem Architektur- und Planungsbüro erweitert. Du beendest die Ausbildung mit einem Qualifikationsverfahren und bist dann Zeichner mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis. Während der Lehrzeit sitzt du dabei häufig noch am Zeichentisch und lernst, flexibel auf die verschiedenen Anforderungen einzugehen. Die Schwerpunkte der Ausbildung und Lehrgänge liegen auf:

  • Planung
  • Visualisierung
  • Mathematik
  • Naturwissenschaft
  • Projektarbeit

Nach der eigentlichen Ausbildung ist in der Schweiz auch eine Weiterbildung möglich, darunter als

  • Geomatiktechniker
  • Einrichtungsberater
  • Brandschutzfachmann
  • Bauleiter im Tief- oder Hochbau
  • Diplomtechniker für Bauplanung
  • Diplomtechniker für Holztechnik

Welche Anforderungen sind für das Berufsbild des Zeichners in der Fachrichtung Architektur notwendig?

Damit du die Ausbildung zum Bauzeichner starten kannst, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig. Neben dem Schulabschluss sind besonders folgende Dinge von Vorteil:

  • mathematische Kenntnisse
  • gute Leistungen in Physik und Chemie
  • hohes Lese- und Ausdrucksvermögen
  • gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Begabung und Talent im Freihandzeichnen und technischen Zeichnen
  • abstrakt-logisches Denken
  • Präzision beim Arbeiten
  • Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer
  • geistige Flexibilität
  • gute Beobachtungsgabe
  • Zuverlässigkeit
  • Interesse am Bauhandwerk
  • Kreativität und Gestaltungssinn
  • Geschick und Geduld
  • Organisationstalent
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Sinn für Farben und Formen
  • Selbstständigkeit
  • Umweltbewusstsein

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