Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Architekten in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Baugrubensicherung vorschriftsmässig und sicher ausführen

Baugrubensicherung vorschriftsmässig und sicher ausführen

Baugruben müssen vorschriftsmässig abgesichert werden, um Schäden an Menschen und Maschinen zu vermeiden. Im Tiefbau stehen dazu vielfältige Lösungen zur Verfügung. Wichtig ist zunächst die Beschaffenheit der Grube selbst. Sie muss über ausreichend grosse Böschungen und Schutzstreifen verfügen. Je nach Beschaffenheit der Böden ist eine Wand- und Felssicherung erforderlich, damit Einstürze vermieden werden können. Besonders solide muss die Absicherung beschaffen sein, wenn Untertag gearbeitet werden soll. Ferner sind die Ränder und die Baugrubensohle mit geeigneten Wänden oder Geländern abzusichern, um Abstürze zu vermeiden. Im Folgenden erfährst du mehr über die Herstellung einer fachgerechten Baugrubensicherung.

Wie schütze ich den Baugrund effektiv vor Gefahren?

Für die richtige Ausführung einer Baugrubenabsicherung ist einiges an Grundwissen erforderlich. Dies gilt insbesondere, wenn sich die Baugrube in beengten Gebieten befindet oder mit hohen Grundwasserständen zu rechnen ist. In diesem Fall müssen die Seiten mit Spundwänden gesichert werden. Auch muss ein sicherer Einstieg in den Arbeitsraum gewährleistet sein. Hohes Grundwasser pumpst du vollständig ab und sicherst den Grund mit Dicht- und Unterwasserbetonsohlen. Für die Grund- und Seitenabsicherung kommen die folgenden Elemente in Frage:

  • rückverankerter Verbau
  • freistehender Verbau
  • abgesteifte Baugruben
  • Dichtsohlen
  • Verbau mit gebohrten Trägern sowie Stahlprofil-, Holz, Beton- oder Spritzbetonausfachung
  • gerammte Spundwände
  • Verbauwände aus Ortbetonbohrpfählen

Wann ist die Absicherung der Böschungen mit einem Verbau nötig?

Bei nicht fachmännisch gesicherte Baugruben können folgende Gefahren auftreten:

  • Einsturz der Böschung oder der Wände
  • Eintritt von Grundwasser
  • Absturz

Bei allen Gruben mit einer Breite von über 0,80 Metern sind Übergänge anzulegen. Sie müssen mindestens eine Breite von 0,50 Metern aufweisen. Ab einer Grabentiefe von über zwei Metern müssen alle Übergänge während der gesamten Bauzeit beidseitig mit einem Seitenschutz versehen werden. In manchen Fällen ist zusätzlich eine gute Bodenabsicherung erforderlich, damit in der Grube sicher gearbeitet werden kann.

Was ist bei der Planung der Baugrubenabsicherung zu beachten?

Wichtig ist, dass der gesamte Bereich der Bauarbeiten in die Absicherung einbezogen wird. Bei der Planung ist der Winkel der Böschung zu berücksichtigen. Steile Böschungen müssen abgestützt werden. Je nach Bodenbeschaffenheit auf dem Baugrund sind ferner auch die Seitenwände und der Boden der Grube abzusichern. Dafür können Spundwandprofile oder Kanaldielen genutzt werden. Wenn mit Grundwassereintritt zu rechnen ist, solltest du eine Pumpe installieren und die Baugrube mit wasserdichten Verbundwänden schützen. Schliesslich kommt es bei der Planung auch auf einen sicheren Einstieg ein, wofür geeignete Leitern oder Treppensysteme genutzt werden können.

Wie gewährleiste ich die Sicherheit und beuge Schäden vor?

Bei der Erstellung einer Baugrube ist zu beachten, dass die Böschungen nicht zu steil ausgefertigt sein dürfen. Dies führt unweigerlich zu Einstürzen. Wenn aufgrund der örtlichen Gegebenheiten die Böschung nicht flach genug sein kann, muss sie mit geeigneten Spundwänden abgestützt werden. Um die Arbeiten sicher zu gestalten, musst du ferner sicherstellen, das Niederschlagswasser die Böschungen nicht ausspült. Deshalb ist eine Abdeckung mit Plastikfolie zu empfehlen, die mit Dachlatten befestigt wird. Führe die Folie auch über die Böschungskante und versehe sie mit einem wasserabweisenden Mörtel- oder Betonband. Ebenfalls bewähren sich drei bis sechs Zentimeter starke Mörtelschichten mit einem eingelegten Drahtgeflecht.

Wie sichere ich den Baugrund mit einer Bodenvernagelung ab?

Die nötige Sicherheit in der Baugrube kann auch durch eine Bodenvernagelung gewährleistet werden. Sie besteht aus netzarmierten Spritzbetonstreifen, die eine Stärke von 15 Zentimetern und eine Höhe von 1,5 Metern haben. Montiert werden sie mit Nagelkopfschrauben, die mit dem Drehmomentschlüssel angezogen werden müssen. Die Richtlänge der Nägel sollte bei vertikalen Wänden etwa zwei Drittel der Baugrubentiefe entsprechen. Nicht geeignet ist dieses Verfahren bei länger als einem Jahr dauernden Arbeiten, bei benachbarten Fundamenten und Kellern sowie in feinkörnigem Boden mit hohem Wassergehalt.

Was ist bei der Seitenabsicherung der Baugrube zu beachten?

Die Seiten von Baugruben sind mit Zäunen oder gespannten Netzen zu sichern. Eine sinnvoll platzierte Absperrung sollte dafür sorgen, dass der Baugrund von Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen wird. Wenn die Baugrube Strassen und Wege erfasst, muss ein Überfahrschutz angelegt werden. Dafür solltest du solide und wetterfeste Dielen verwenden. Sie müssen nicht nur gross genug sein, sondern auch über eine ausreichende Formstabilität und Tragfähigkeit verfügen. Bei engen Übergängen und tiefen Gruben ist ein Seitenschutz anzulegen oder ein Geländer anzufertigen.

Wie sichere ich die Böschung mit Filterbeton?

Eine moderne Lösung für die Böschungssicherung ist Filterbeton. Dieser wird hinter eine Bewehrungsmatte eingebracht. Diese wird mit U-förmigen und 60 Zentimeter langen Stahlnadeln im Erdreich fixiert. Beim Einbringen des Filterbetons wirkt die Matte wie eine leichte Konterschalung. Mehr Hinweise für eine sichere und vorschriftsmässige Baugrubenabsicherung geben dir erfahrene Tiefbauunternehmen. Es gibt aber auch Unternehmen, die sich auf die professionelle Absicherung von Baugruben spezialisiert haben. Sie bringen nicht nur jede Menge Know-how für die Baugrubensicherung mit, sondern auch die geeigneten Methoden, Materialien und Gerätschaften.

Der Architektvergleich für die Schweiz. Finde die besten Architekten in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Immobilienbewertung Schweiz: Tipps und Tricks für den Verkauf von Eigenheim und Mehrfamilienhaus

Steht der Verkauf einer Liegenschaft an, ist die Frage nach dem Verkaufspreis natürlich eine der wichtigsten. Wer ein Eigenheim, eine Eigentumswohnung oder ein Mehrfamilienhaus veräussern möchte, tut dies idealerweise zum bestmöglichen Preis, der zu erzielen ist. Doch wie findest du diesen Preis heraus? Welche Faktoren bestimmen den Marktwert einer Liegenschaft, welche Verfahren gibt es, um den Immobilienwert zu ermitteln? Und wo bekommst du fachliche Beratung von erfahrenen Experten? Wir haben uns die wichtigsten Fragen rund um das Thema „Immobilienbewertung Schweiz“ näher angesehen.

Klassizistische Architektur: Merkmale, Architekten und Bauten

Die Klassizistische Architektur hat mit ihren charakteristischen Merkmalen einen prägenden Einfluss auf das Stadtbild in vielen europäischen und nordamerikanischen Metropolen. Viele der Bauten stehen wegen ihrer Geschichte und kulturellen Bedeutung daher heute unter Bautenschutz. Woran du klassizistische Bauwerke erkennen kannst, was sie so besonders macht, Beispiele für Bauten aus der Schweiz und der ganzen Welt und Informationen über ihre berühmten Architekten haben wir dir hier zusammengestellt.

Schleppgaube für mehr Licht und Platz unter dem Dach

Einem Haus ein Gesicht geben, ein lichtdurchflutetes Dachgeschoss und obendrein Platz schaffen – das ist mit einer Schleppgaube möglich. Beim Dachausbau oder im Rahmen einer Sanierung kann eine Dachgaube auch nachträglich in die Dachneigung eingepasst werden. Eine Schleppgaube beschert dir mehr Wohnraum und vermittelt zudem eine überaus gemütliche und freundliche Wohnatmosphäre. Damit nicht genug, lassen sich Dachgauben auch nach aussen erweitern. So ist es für Bauherren möglich, vor der Gaube einen lauschigen Balkon einzuplanen, auf dem der Frühstückskaffee dank der Aussicht doppelt gut schmeckt. Weitere Tipps zum Thema Schleppgaube findest du in diesem Artikel.

Baudokumentation: So wichtig ist es, Fortschritte und Mängel am Bau festzuhalten

Wurde die Heizung fachgerecht installiert und sitzen die Dichtungen fest? Ist das Parkettdach pünktlich fertig geworden? Welche Fehler sind bei der Oberflächenbehandlung der Bodenbeläge passiert und haben die Fliesen die richtigen Farben? Eine Baudokumentation sollte Antworten auf Fragen wie diese haben. Warum sie für Architekten und Planer so wichtig ist, was darin alles dokumentiert werden kann und für welche Bauprojekte sie sich lohnt – das alles erfährst du in unserer informativen Übersicht. Darüber hinaus erhältst du Infos, welche Möglichkeiten für die Baudokumentation du hast und was es mit der Schweizer Baudokumentation auf sich hat.

Haus renovieren: Tipps und Tricks für Hausbesitzer

Alte Gebäude beeindrucken mit edler Optik und natürlichem Charme. Damit sich der Altbau in einen wahren Wohntraum verwandelt, bedarf es oftmals jedoch umfangreicher Renovierungs- und Modernisierungsmassnahmen. Baumängel oder schlecht ausgeführte Sanierungsarbeiten aus der Vergangenheit sind hierbei meist wahre Kostentreiber. Ob sich eine Renovierung rentiert, lässt sich nur individuell bestimmen. Doch wie geht man bei einer Hausrenovierung am besten vor und welche Tipps helfen, die Qualität des Eigenheims nachhaltig zu steigern?

Unterzug – wichtiges Bauelement bei grossen Hallen

Wenn es um den Bau eines grossen Gebäudes geht, dann ist bei der Bauplanung häufig von sogenannten Unterzügen die Rede. Unter einem Unterzug versteht man einen unter der Decke angeordneten Träger. Dieser überträgt die Lasten auf Säulen, Stützen, Ständer oder Querwände. Mithilfe eines Bogens oder einer Wand übernimmt er somit das Gewicht und leitet dieses auf andere Bauteile ab. Auf diese Weise kann die Tragkraft oder die Spannweite eines Bogens oder der Decke erhöht werden.