Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Wintergarten bauen – Infos und Tipps rund um die gläsernen Anbauten

Er sorgt für einen geschützten Draussen-Effekt und verlängert das sommerliche Gartengefühl an kälteren Tagen. Der Wintergarten als beliebter lichtdurchfluteter Aufenthaltsraum mit einem 180 Grad-Blick ins Freie wertet das gesamte Haus optisch auf und ist in der Schweiz ein beliebter Anbau für das Eigenheim. Wer einen Wintergarten bauen möchte, ist gut damit beraten, sich vorab sorgfältig zu informieren: Worauf du bei der Planung achten solltest und wann du eine Baugenehmigung zum Wintergarten bauen brauchst, erfährst du in unserem Ratgeber. Ausserdem geben wir dir wichtige Tipps und Infos zur Verglasung, Belüftung, Beschattung sowie zu den Profilen.

Was ist ein Wintergarten und wofür wird er genutzt?

Als Wintergarten wird allgemein ein Anbau an ein Gebäude oder auch ein freistehendes Bauwerk bezeichnet, bei dem sowohl die Wände als auch das Dach überwiegend aus Glas bestehen. Der lichtdurchflutete Zusatzraum unterliegt jedoch keiner allgemeingültigen Definition. Der Wintergarten gilt vielmehr als bauliche Anlage und Aufenthaltsraum. Ein klein wenig irreführend ist dabei sein Name: Denn obwohl er natürlich gerne in der kalten Jahreszeit als Ersatz für die Terrasse und den Garten genutzt wird, ist er ganzjährig ein schöner Ort zum Verweilen. Genutzt wird der Wintergarten nach Belieben, zum Beispiel als zusätzlicher Wohnraum, als Arbeitszimmer oder als auch Küche. Er ist darüber hinaus ein optimaler Aufenthaltsort für Pflanzen, die hier gut überwintern können. Nicht selten sind die gläsernen Anbauten die am häufigsten genutzten Räume eines Hauses. Im Idealfall passt sich ihre Optik des Wintergartens dem Wohnhaus, dem Garten und der Umgebung harmonisch an und wertet die Immobilie auf.

Wann brauche ich in der Schweiz eine Baubewilligung, um einen Wintergarten zu bauen?

Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass du in der Schweiz genauso wie für Gartenhäuser eine Baubewilligung benötigst, wenn du einen Wintergarten bauen willst. Hier gilt: Bewilligungspflichtig sind alle Bauten mit einer festen Verbindung zum Boden. Hier gibt es jedoch von Kanton zu Kanton und sogar von Gemeinde zu Gemeinde grosse Unterschiede. Teilweise bedürfen Kleinstbauten auch keiner Genehmigung. Informiere dich daher rechtzeitig beim zuständigen Bauamt. Ein Tipp: Sprich im Vorwege auch mit deinen Nachbarn und stelle dein Bauvorhaben transparent dar, um bereits vor dem Baubeginn mögliche Unstimmigkeiten zu vermeiden.

Was muss ich bei der Planung für den Wintergarten beachten?

Sobald die offizielle Genehmigung vorliegt, kann es losgehen mit dem Bau des Wintergartens. Aufgrund der Komplexität des Anbaus beauftragt der Bauherr für die Planung und Umsetzung häufig einen Handwerker-Fachmann für den Wintergartenbau. Handelt es sich um einen Hausneubau, plant entweder ein Architekt, ein Bauingenieur oder die Baufirma den Wintergarten direkt mit. Ein Wintergarten-Modell „von der Stange“ gibt es bei Wintergärten übrigens nicht – jeder Anbau wird immer den individuellen räumlichen Voraussetzungen angepasst. Es lohnt sich daher, etwas Zeit einzuplanen. Rechne damit, dass von der ersten Idee bis zu dem Zeitpunkt, an dem du den Wintergarten nutzen kannst, zwischen drei bis sechs Monate vergehen. Tipps: Zwar ist es möglich, einen Wintergarten auch in Heimwerkerleistung selbst zu bauen, in dem Fall solltest du jedoch einiges an Fachwissen im Hinblick auf Statik, Heizung und Dämmung sowie auf Verglasung, Belüftung und Beschattung mitbringen.

Welche Verglasungsprofile und Fenster sind für meinen Wintergarten geeignet?

Hinsichtlich der Verglasungsprofile solltest du berücksichtigen, dass bei kälteren Temperaturen viel Wärme über die Fenster verloren gehen und im Sommer zu viel davon in die Räume eindringen kann. Die Wärmedämmung und damit die Energieeffizienz spielt daher bei der Verglasung eine wichtige Rolle. Zum gängigen Standard gehören Zweifachverglasungen, optimalere Dämmergebnisse erzielst du allerdings mit einer Dreifachverglasung oder Isoliergläsern. Aus Gründen der Sicherheit ist es Pflicht, dass das Glasdach des Wintergartens aus einem stabilen Verbundsicherheitsglas besteht. Alternativ kannst du dich für ein geschlossenes Dach ohne Glas entscheiden.

Warum werden für Wintergärten gerne Profile aus Aluminium verwendet?

Die Wärmedämmung spielt bei den Profilen beziehungsweise den Verbindungselementen zwischen den einzelnen Glasfronten ebenfalls eine wichtige Rolle. Zur Auswahl stehen die Materialien

  • Aluminium
  • Kunststoff
  • Holz
  • Stahl

oder eine Kombination dieser Baustoffe. Zu den beliebtesten Profilen gehört Aluminium. Das Material punktet mit Stabilität und Witterungsbeständigkeit, erzielt jedoch ähnlich wie Kunststoff einen relativ geringen Dämmeffekt. Dieser liegt bei Holz deutlich höher, dafür ist das natürliche Bauelement recht teuer und pflegeintensiv. Achte bei allen Materialien unbedingt auf die passenden Glasklemmprofile, die eine gute Abdichtung bieten. Übrigens: Nur mit einem stabilen Fundament kannst du optimale Dämmergebnisse erzielen.

Worauf muss ich bei der Belüftung des Wintergartens achten?

Ebenso wichtig wie die Wärmedämmung ist die Belüftung des Wintergartens. Für ein angenehmes Raumklima und um Stauluft zu vermeiden, sind ausreichende Lüftungsmöglichkeiten unerlässlich. Unterschieden wird hierbei zwischen

  • thermischer Lüftung: Über spezielle Lüftungsklappen, die entweder manuell oder elektronisch bedient werden, findet der Luftaustausch statt.
  • motorischer Lüftung: Zur Verfügung stehen bei dieser Variante Lüftungssysteme, wie beispielsweise motorbetriebene Walzenlüfter im Bereich des Daches, die über die Haustechnik betrieben werden.

Neben der Belüftung kannst du auch eine Heizung einplanen. Sofern du keinen Kaltwintergarten wünschst, sondern auch im Winter wohlige Wärme geniessen möchtest, gibt es hierfür mehrere Möglichkeiten. So kannst du beispielsweise die vorhandene Zentralheizung erweitern. Optional baust du eine Fussbodenheizung oder eine Infrarotheizung ein.

Welche Tipps gibt es für die optimale Beschattung des Wintergartens?

Bereits in der Planungsphase ist es sinnvoll, auch an einen geeigneten Sonnenschutz zu denken. Die Beschattung steht dabei in einem direkten Zusammenhang zur Belüftung. Denn für je mehr Beschattung du sorgst, desto geringer wird der Aufwand für die Belüftung. An den seitlichen Fenstern eignen sich Rollos, Plissees oder Jalousien. Für das Dach sind Markisen die gängigste Beschattungslösung. Unterschieden wird zudem zwischen einer Aussen- und Innenbeschattung. Entscheidest du dich für aussen installierten Sonnenschutz, dringt weniger Wärme in den Innenraum ein. Diese Lösung ist eindeutig effektiver. Bei der Entscheidung spielen aber auch immer die baulichen Gegebenheiten, vor allem mit der jeweiligen Lage am Haus, eine Rolle. Während der nördlich ausgerichtete Wintergarten ohnehin nur wenig Sonneneinstrahlung erfährt und in der Folge auf eine gute Heizung angewiesen ist, benötigen Ausführungen in Südlage deutlich mehr Beschattung sowie Belüftung.

Das könnte dich auch interessieren

Balkon einrichten: Tipps, Ideen und Inspirationen

Balkone sind herrliche Rückzugsorte, die uns auch im turbulenten Stadtleben die Möglichkeit bieten, die Sonne ganz privat zu geniessen und unvergessliche Stunden mit Freunden und Familie zu verbringen. Damit sich der Balkon in eine richtige Wohlfühloase verwandelt, sind jedoch ein wenig Kreativität und Planungsgeschick gefragt. So wird der Balkon erst durch die passende Balkongestaltung, mit Möbeln, Pflanzen und Dekoration richtig heimelig. Doch wie lässt sich ein Balkon am besten gestalten und mit welchen Tipps und Tricks wird selbst der kleinste Balkon zu einem wahren Hingucker?

Hausbau mit Einliegerwohnung – Welche Vorteile bietet das?

Bei der Planung eines neuen Einfamilienhauses kommt schnell die Idee auf, den Hausbau mit Hilfe einer Einliegerwohnung zu finanzieren. Prinzipiell ist das möglich, doch es bedeutet immer, dass die Besitzer künftig nicht allein im Haus wohnen. Begründet sich der Wunsch nach einem Einfamilienhaus vor allem darin, dass die Eigentümer Abstand zu Nachbarn suchen, ist ein Hausbau mit Einliegerwohnung eventuell keine passende Lösung. Ideal hingegen ist die Situtation, wenn die Einliegerwohnung für Familienmitglieder gedacht ist. In Urlaubsregionen ist auch die Vermietung als Feriendomizil eine denkbare Option. So haben die Hausbesitzer selbst die Wahl zwischen Ruhe und Gästen.

Überdachte Terrasse – Wissenswertes zum Wohnzimmer im Freien

Hat ein Haus oder eine Wohnung eine Terrasse oder Dachterrasse, so verbringt man gerne Zeit im Freien und geniesst dort den wohlverdienten Feierabend. Problematisch wird die Nutzung der Terrasse, wenn das Wetter nicht so richtig mitspielt. Wind, Regen oder zu starke Sonneneinstrahlung können dem Aufenthalt dort entgegenstehen. Wer auch an regnerischen oder sehr sonnigen Tagen nicht auf ein gemütliches Plätzchen unter freiem Himmel verzichten möchte, kann sich für eine überdachte Terrasse entscheiden. Mit ihr bist du für unterschiedlichste Wetterbedingungen gerüstet. Deine Gartenmöbel sind durch die Überdachung gut geschützt und deine Gartenpartys müssen auch bei Regen nicht abgesagt werden.

Der Meterriss und seine Bedeutung im Hausbau

Ein Meterriss ist eine wichtige Referenzhöhe beim Hausbau. Die Bauleitung beauftragt die Anbringung der Messzahl, die sich nach Erstellung des Rohbaus genau einen Meter über der Fussbodenhöhe befindet. Schon bevor der Fussboden fertig erstellt ist, gibt der Meterriss damit an, wo dieser sein wird. Die wichtige Zahl wird mit einem Flächenlaser oder einem Nivelliergerät eingemessen. Alle Handwerker sollten sich nach Fertigstellung des Rohbaus am Meterriss orientieren, um etwaTreppen, Armaturen und Fliesen genau auf der gewünschten Höhe anzubringen. Als Bauherr solltest du dich vergewissern, dass der Meterriss einheitlich und korrekt markiert wird. So kann auch der Architekt am besten arbeiten.

Denkmalschutz – wichtige Regelungen für Kulturgut in der Schweiz

Der Denkmalschutz gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Heimatschutzes. Er dient dazu, besondere Kulturlandschaften, historische Gebäude, Quartiere und archäologische Fundstellen zu schützen. Diese haben eine ganze besondere Bedeutung für die Identität und die Lebensqualität in der Schweiz. Zudem sind sie ein wichtiger Grund für die Beliebtheit der Eidgenossenschaft bei Touristen. In diesem Beitrag erfährst du, was es mit dem Denkmalschutz auf sich hat, welche Gebäude in der Schweiz in das Denkmalverzeichnis aufgenommen werden können und wie du als Bauherr oder Immobilienbesitzer vorgehst, wenn deine Immobilie unter Denkmalschutz steht. Darüber hinaus geht es um die Themen Heimatschutz und Bevölkerungsschutz.

Sichtmauerwerk – heute aktueller denn je

Sichtmauerwerk im Innenbereich liegt voll im Trend. Bis vor einigen Jahren wurde freiliegendes Mauerwerk hauptsächlich als Verblendmauer zur Gestaltung von Aussenmauern eingesetzt. Heute lassen sich immer mehr Bauherrn vom rustikalen Charme unverputzter Steinmauern im Wohnbereich faszinieren. Sichtmauerwerk im Bad, im Esszimmer und sogar im Schlafzimmer – die dekorativen Steine mit ihren breiten Mörtelfugen bieten ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten. Traditionell werden sichtbare Mauern gern mit dicken Holzbalken kombiniert. Aktuell sind gewagte Materialkombinationen mit Produkten aus Aluminium, verchromtem Stahl oder Glas besonders beliebt.