Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Architekten in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Grundrisse zeichnen: Tipps und Infos für die optimale Raumplanung

Grundrisse zeichnen: Tipps und Infos für die optimale Raumplanung

Passt das Bett unter die Dachschräge? Bietet das Wohnzimmer ausreichend Platz für meine Möbel? Gibt es genug Abstellflächen? Mit Grundrissen kannst du Räume optimal planen und visuell darstellen. Sie sind ein wesentliches Instrument bei der Planung eines Hausbaus. Aber auch für anstehende Umbaumassnahmen ist ein Bauplan sehr hilfreich. Wenn du den Grundriss eines Raumes oder eines Hauses zeichnen möchtest, gibt es einige Aspekte zu beachten. Wir erklären dir, warum ein Grundriss wichtig ist und wie du selbst einen Grundriss zeichnen kannst. Ausserdem erhältst du hilfreiche Tipps und Infos für die adäquate Raumplanung.

1. Was ein Grundriss ist

Bei einem Grundriss handelt es sich um einen Bauplan, der ein komplettes Gebäude oder einzelne Räume grafisch abbildet. Ein Grundriss gibt den Raum in seinen genauen Abmessungen mit einem bestimmten Massstab aus der Vogelperspektive wieder. Der Betrachter blickt demnach von oben auf den Raum, auf eine Etage oder das Gebäude. In einem Grundrissplan enthalten sein sollten bereits alle wichtigen Raumelemente, wie Türen und Fenster, Treppen sowie gegebenenfalls auch fest installierte Einrichtungsgegenstände, also Einbauküchen, sanitäre Anlagen und Heizungen.

2. Den Anwendungsbereich von Grundrissen kennen

Es gibt mehrere gute Gründe, Grundrisse zu zeichnen. Unerlässlich sind Grundrisse vor allem beim Hausbau. Sie stellen die Planungsgrundlage für die spätere Raumaufteilung dar und bestimmen zudem die Nutzung und das Aussehen der Immobilie. Auf der Basis des Grundrisses kann das Haus dann entworfen und errichtet werden. Weitere Anlässe, um Grundrisse zu erstellen, können sein:

  • Erwerb einer Immobilie
  • Umbauten, Modernisierungs- und Sanierungsmassnahmen in Häusern und Wohnungen
  • Erstellung eines Exposés bei der Vermietung von Objekten
  • Überprüfung, ob die im Mietvertrag angegebene Quadratmeterzahl korrekt ist

Wichtig ist ein Raumplaner vor allem für die Anordnung der Möbel. Mit einem exakten Grundriss kannst du bereits vor dem Einzug eine gute Planungsgrundlage schaffen und im Vorwege checken, ob beispielsweise das Sofa in die dafür angedachte Ecke des Wohnzimmers passt, welche Grösse der Tisch in der Küche maximal haben darf und ob sich die Tür zum Schlafzimmer noch öffnen lässt, wenn dein Bett unter der Dachschräge steht.

3. Mittels Grundrissen die Planung beim Hausbau vorantreiben

Bevor ein Haus gebaut werden kann, sind Grundrisse als optimale Raumplaner unerlässlich. Vor der Erstellung gilt es zunächst, die Rahmenbedingungen abzustecken. Wie gross ist die vorhandene Fläche, wie hoch soll und darf gebaut werden und welche Neigung hat das Dach? Im Folgenden spielen die Vorstellungen und Wünsche des Bauherrn in Bezug auf die Raumaufteilung eine wesentliche Rolle. Nicht zu vergessen ist die optimale und machbare Platzierung der Fenster und Türen. Kreative Ideen und eine Menge Fachwissen bringen dabei Architekten mit – beim Hausbau sind sie immer die ersten Ansprechpartner.

4. Raum und Fläche zur Vorbereitung ausmessen

Bei bereits bestehenden Immobilien ist vor dem Zeichnen der Grundrisse zunächst das Ausmessen angesagt. Hierfür kannst du klassisch einen Zollstock verwenden. Einfacher geht es mit einem Distanzmessgerät: Damit misst du sowohl die Raumseitenlängen und Raumhöhen inklusive der Dachschrägen und erfasst zusätzlich die jeweiligen Positionen von Türen, Fenstern und Co. Eine Rolle spielt zudem die Himmelsrichtung, die du exakt mit einem speziellen Gerät (zum Beispiel einem Kompass) ausloten kannst. Entscheidend ist diese vor allem bei Balkonen und Terrassen. Aber auch bei den einzelnen Räumen ist sie ein wesentlicher Aspekt, zum Beispiel im Hinblick auf den Lichteinfall.

5. Die verschiedenen Möglichkeiten nutzen, den Raumplaner zu zeichnen

  • Die klassische Methode einer Grundriss-Zeichnung funktioniert mit Stift und Papier von Hand. Im Idealfall zeichnest du mit einem spitzen Bleistift die Messergebnisse und deine Ideen auf Millimeterpapier, um den Massstab exakt darstellen zu können. Hier ist es sinnvoll, zunächst die Aussenwände einzuzeichnen und dann mit den wesentlichen Elementen, wie dem Eingangsbereich und den Treppen, weiterzumachen.
  • Deutlich schneller und genauer kannst du Grundrisse jedoch mit einer speziellen Raumplaner-Software erstellen. Im Netz gibt es hier viele Tools und Raumplaner-Programme, die teilweise kostenlos für die unterschiedlichsten Bauprojekte und Haustypen – von Einfamilienhäusern über Bungalows bis hin zu Mehrfamilienhäusern – heruntergeladen werden können.
  • Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen Architekten beziehungsweise einen Bauingenieur mit der Erstellung der Grundrisse zu beauftragen.

6. Raumplaner-Software mit zahlreichen Funktionen verwenden

Selbst die kostenfreie Software zum Zeichnen von Grundrissen bietet mittlerweile eine Vielzahl an nützlichen Funktionen, die dir die Arbeit erleichtern und teilweise sogar abnehmen. Mit nur wenigen Klicks und Eingaben der Raummasse erhältst du so einen ersten massstabsgerechten Grundriss. Eine gute Software bietet dir zudem die Möglichkeit, effektiv verschiedene Raumvarianten durchzuspielen und sie direkt wieder zu verändern. Dank der optischen Darstellung von Fenstern, Türen und Einrichtungsgegenständen kannst du dir zudem direkt ein Bild von den zukünftigen Räumen machen. Zur besseren Visualisierung bietet sich eine Software mit 3D-Darstellungen und 360 Grad-Ansichten an. Folgende weitere Funktionen können sich lohnen:

  • Eingabe von verschiedenen Wandtypen mit Innen- und Aussenwänden und den Wandstärken
  • Eingabe von Aussparungen an der Decke und an den Wänden
  • Darstellung unterschiedlicher Materialien
  • Visualisierung von Seiten- und Schnittansichten
  • Illustration unterschiedlicher Dachformen und -gauben
  • Detaildarstellungen, zum Beispiel mit Steckdosen
  • Ausgabe des Grundrisses in verschiedenen Massstäben
  • Darstellung verschiedener Ansichten gleichzeitig

7. Nützliche Grundriss-Tipps für die Fenster und Türen

Wesentliche Elemente, die in jedem Grundriss dargestellt werden müssen, sind die Türen und Fenster inklusive deren Eigenschaften. Bei der Zeichnung und Planung des Hausbaus solltest du neben der korrekten Höhe und Breite dabei auf folgende Aspekte achten:

  • Zeichne die Öffnungsrichtung und den Anspann der Türen ein. Unter Umständen kann es sich lohnen, die Türen nach aussen öffnen zu lassen, um im Raum mehr Platz zu schaffen. Auch Schiebe- oder Falttüren können sinnvoll sein. Markiere diese entsprechend im Grundriss.
  • Markiere bodentiefe Fenster, die beispielsweise als Balkon- oder Terrassentür verwendet werden.
  • Berücksichtige bei der Planung der Fenster die Himmelsrichtung und wie viel Lichteinfall in den einzelnen Räumen sinnvoll ist.
  • Denke daran, dass auch im Flur und im Treppenhaus ausreichend Tageslicht vorhanden sein sollte.
  • Mache dir einen Eindruck vom Gesamteindruck: Sind die Fenster beispielsweise in der Aussenansicht symmetrisch angeordnet?

Der Architektvergleich für die Schweiz. Finde die besten Architekten in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Das Lamellendach – die moderne Art des offenen Hausanbaus!

Schönes Wohnen bedeutet eine Architektur, die sich optisch wie funktional in den zur Verfügung stehenden Raum integriert. Im Aussenbereich wird deswegen viel Wert auf Materialgüte gelegt, die sich den ändernden Witterungsverhältnissen anpasst. Der heimische Garten ist ein Refugium für das Wohlbefinden und wird auch zum Essen oder für Freizeitbeschäftigungen jeder Art genutzt. In diesem Zusammenhang bietet das Lamellendach einen Mehrwert, da seine offene oder geschlossene Ausführung jeder Wetterlage trotzt: In der Sonne bietet die Überdachung hinreichenden Sonnenschutz und bei Regenwetter einen passenden Unterstand. Alles über die moderne Art der Haus- und Gartengestaltung erfährst du hier.

Bauhandwerkerpfandrecht: Diesen Schutz bietet das Schweizer Pfandrecht für Werkarbeiter am Bau

Mit der Auftragsannahme für ein grösseres Bauprojekt nehmen Handwerker in der Regel ein Risiko auf sich. Sie leisten ihre Arbeit, werden in der Regel aber erst nach deren Beendigung vom Bauherrn bezahlt. Rückgängig gemacht werden können die Leistungen, zum Beispiel installierte Sanitäranlagen, nicht mehr. Um sicherzustellen, dass die Handwerker tatsächlich ihr Geld erhalten, gibt es in der Schweiz das Bauhandwerkerpfandrecht. Was das ist und für wen und für welche Arbeiten es Schutz bietet, erfährst du in unserer Übersicht rund um das Baurecht für Handwerker. Darüber hinaus geben wir dir Tipps zu Eintragungsfristen, Doppelanmeldungen und zum Schutz des Bauherrn.

Jugendstil Architektur – alles über eine spannende Epoche der neuen Kunst

Mit dem Begriff „Jugendstil“ ist ein Stil in den Bereichen Kunst, Architektur und Dekoration gemeint. Dieser war in den 1880er Jahren bis hin zum Beginn des Ersten Weltkriegs sehr beliebt. Ursprünglich kam diese Kunstrichtung aus Deutschland und Österreich, aber sie verbreitete sich schnell nach Paris und in andere europäische Länder. Bis heute gibt es viele Gebäude im Jugendstil. Auch Textilien, Schmuck, Glas, Metallkunst, Keramik, Mosaiken, Kunstwerke und Elemente der Innenarchitektur vieler Gebäude weisen die klassischen Eigenarten des Jugendstils auf. Wichtigste Inspiration der Künstler waren natürliche Formen und Farben sowie fliessende Muster. Hier erfährst du mehr zu den Eigenarten des Stils.

Architektur studieren – Anforderungen, Zulassungsbedingungen und weitere Informationen

Wenn du Architektur studieren willst, hast du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst das Studium etwa an einer Fachhochschule oder an einer Universität aufnehmen. Die Studieninhalte ähneln sich meistens, doch es gibt Nuancierungen, etwa bei der Frage, ob Entwurf oder Ausführung stärker gewichtet werden. Ebenfalls werden ortsabhängig unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Welche Anforderungen du für ein Architekturstudium erfüllen musst, wie die Zulassungsbedingungen für den Zugang an einer Hochschule lauten, was der Unterschied zwischen einem Studium an einer Fachhochschule und an einer Universität ist sowie weitere wichtige Informationen findest du hier.

Der Spatenstich – spannende Fakten über eine wichtige Symbolik

Der sogenannte Spatenstich ist seit vielen Jahren ein unerlässliches Bauritual bei jedem Neubau. Der Vorgang selbst ist banal: Der künftige Hausbesitzer sticht einen Spaten in den Boden und hebt eine Schaufel Erde aus seinem Land. Das soll symbolisieren, dass er nun für dieses zuständig ist. Der Spatenstich wird bei privatem Gelände, mehr aber noch bei öffentlichen Gebäuden, grossen Bauarbeiten und selbst beim Baubeginn von Verkehrswegen durchgeführt. Dabei kommen unterschiedliche Traditionen zum Einsatz, die wir dir im Folgenden genauer vorstellen wollen.

Bauen ausserhalb der Bauzone: alles über Baubewilligung, Raumentwicklung und das Bauvorhaben im Nichtbaugebiet

Die Bauplanung in der Schweiz ruht auf einem zentralen Grundsatz: der Trennung von Baugebieten und Nichtbaugebieten. Für die Natur, aber auch für die Landwirtschaft, hat diese Regelung Vorteile. Wer ausserhalb der Bauzone trotzdem bauen will, für den gibt es eine Reihe von Vorschriften, Regelungen und Voraussetzungen zu beachten. Wie und wann der Bau ausserhalb der Bauzone vielleicht doch zustande kommt, das schauen wir uns einmal näher an.