Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Architekten in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Bauleitung Aufgaben: Den Bau genau im Blick behalten

Bauleitung Aufgaben: Den Bau genau im Blick behalten

Bauleiter sind dafür verantwortlich, eine Baustelle oder einen Teil davon zu leiten. Sie sollen gewährleisten, dass alle Bauarbeiten ordnungsgemäss ausgeführt werden. Meist ist die Bauleitung sowohl für den Auftraggeber, also den Bauherren, als auch für den Auftragnehmer, also das Bauunternehmen, zuständig. Als Bauherr hast du beim Bau in der Bauleitung eine wichtige Ansprechperson. In diesem Beitrag erfährst du, welche Aufgaben die Bauleitung hat, wer sie übernehmen kann, warum die Bauüberwachung so wichtig ist und welche Aufgaben dir als Bauherren zufallen. Zudem beantworten wir dir die Frage, ob auch Architekten, Ingenieure und Bauunternehmen diese Rolle wahrnehmen können.

Was ist eine Bauleitung?

Ein Bauleiter ist dafür zuständig, dass alles auf der Baustelle mit rechten Dingen zugeht. Er hat die Übersicht und setzt mit Hilfe der verschiedenen Mitarbeiter die Kundenwünsche um. Als Bauherr ist er damit eine wichtige Ansprechperson für dich. Der Bauleiter kümmert sich auch um den wirtschaftlichen Ablaufplan sowie um die termingerechte Erledigung aller anstehenden Arbeiten. Weiterhin ist er für die Qualitätskontrolle bei der Übergabe des Objektes zuständig. Bauherren müssen regelmässig auf der Baustelle anwesend sein. Sie sind unter anderem für die Sicherheit der Mitarbeiter, den Gesundheitsschutz und den Umweltschutz zuständig. Zusätzlich zu ihren Aufgaben führen sie ein Bautagebuch, in dem du als Auftraggeber nachlesen kannst, welchen Fortschritt der Bau macht. Bauleiter haben meist ein Studium des Bauingenieurwesens hinter sich. Sie kennen sich daher mit allen Aspekten des Bauens aus und sind Experten für Technik, Statik und Funktionalität. Meist ist ein praxisorientierter Abschluss an einer Fachhochschule oder Technischen Schule aussagekräftiger als ein Universitätsstudium – denn du möchtest schliesslich, dass deine Bauleitung möglichst viel praktische Erfahrung mitbringt.

Welche Aufgaben hat die Bauleitung?

Die Bauleitung muss zwar nicht immer vor Ort sein, ist aber wesentlich für die folgenden wichtigen Aufgaben beim Bau verantwortlich:

  • Koordination mit dem Bauherren
  • Übersicht der Mitarbeiter
  • Koordination von Subunternehmern
  • Controlling von Terminen und Kosten
  • Abrechnung und Management nachträglich entstehender Kosten
  • Meldung von Kosten und Leistungen
  • Anzeigen von Behinderungen beim Bau
  • Garantie, dass Baumaschinen und Baustoffe rechtzeitig und in ausreichender Menge vorhanden sind

Die Bauleitung sollte nicht nur alle Abläufe und Zeitpläne im Blick behalten, sondern auch bei behördlichen Abnahmen mitwirken und für dich als Bauherren zur Verfügung stehen. Je nach Grösse der Baustelle ist es möglich, mit mehreren Bauführern oder Bauleitern zusammenzuarbeiten. Die ständige Vertretung der Bauleitung übernimmt meist ein Polier, ein Schachtmeister oder ein Vorarbeiter.

Wer kann die Bauleitung übernehmen?

Um für dein Bauvorhaben einen geeigneten Bauleiter zu finden, solltest du beim Bauunternehmen oder beim Architekten nachfragen. Beide können meist eine geeignete Person mit viel Erfahrung als Bauleitung empfehlen oder arbeiten bereits mit jemandem zusammen. Bauleiter haben fast immer Bauingenieurswesen studiert und können praktische Erfahrung aufweisen. Du solltest schon früh eine Bauleitung auswählen, denn der Experte nimmt dir viel Arbeit ab. Für jedes neues Gewerke auf der Baustelle organisiert der Bauleiter idealerweise ein Startgespräch, erstellt dann einen Ablaufplan und koordiniert Zeit und Kosten. Daher raten wir dir davon ab, selbst die Bauleitung zu übernehmen oder leichtfertig eine Person, die dir geeignet erscheint, zu ernennen. Gute Bauleiter müssen viel Erfahrung und zahlreiche Kompetenzen mitbringen, um ihrem verantwortungsvollen Beruf gerecht zu werden.

Welche Pflichten habe ich als Bauherr?

Obwohl der Bauleiter viele zentrale Aufgaben übernimmt, hast auch du als Bauherr noch wichtige Pflichten bei der Ausführung und Planung des Baus.

  • Zum Beispiel bist du dafür verantwortlich, die Baustelle abzusichern. Dabei kann der Bauleiter helfen, aber du übernimmst die Haftung.
  • Zudem musst du bei allen Leistungsphasen vor Ort sein, um zu überprüfen, dass keine Bauschäden und Baumängel vorhanden sind. Nichts ist besser, als sich mit eigenen Augen von den Tätigkeiten und Fortschritten zu überzeugen.
  • Neben der sogenannten Verkehrssicherungspflicht musst du auch beim Antragsverfahren aktiv werden. Gemeinsam mit deinem Architekten oder der Bauleitung erstellst du Anträge, um dein Bauvorhaben genehmigen zu lassen. Du musst vor Baubeginn alles korrekt melden und bei Bedarf einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan vorlegen. Auch hier unterstützt dich die Bauleitung.
  • Während des Baus bist du zur Zahlung verpflichtet, musst regelmässige Kontrollen der Gewerke vor Ort durchführen und sichergehen, dass die Einhaltung des Plans gewährleistet ist.
  • Bei Unfällen hast du Meldepflicht und wirst eventuell auch in Haftung genommen.
  • Nach jeder Leistungsphase hast du eine Abnahmepflicht und musst zuletzt die Fertigstellung der Immobilie anzeigen.

Warum ist die Bauüberwachung so wichtig?

Die Bauüberwachung durch dich als Bauherren sowie durch die Bauleitung ist essenziell für den Baufortschritt deines Gebäudes. Zudem dient sie der Sicherheit aller Beteiligten und hilft dabei, Baumängel und Schäden zu vermeiden. Auch, wenn du deinem Bauunternehmen und deinem Architekten blind vertraust, solltest du in eine gute Bauüberwachung investieren. Denn als Laie kennst du dich nicht ausreichend aus, um alle relevanten Leistungen einschätzen zu können. Die Erstellung des Bauantrags und von anderen Dokumenten sowie die Einhaltung der zahlreichen Regeln im Bauwesen sind ebenfalls wichtige Aufgaben der Bauüberwachung, bei denen die meisten Bauherren Unterstützung benötigen.

Kann ein Bauunternehmen oder Bauingenieur bei der Bauleitung helfen?

Da Bauingenieure die besten Bauleiter sind, können sie dir sicherlich mit der Bauleitung helfen. Die meisten Bauunternehmen können dich direkt an einen qualifizierten Ingenieur vermitteln. Manchmal gehört die Bauleitung auch zum Leistungspaket des Anbieters, sodass du keine zusätzlichen Kosten hast. Frage daher rechtzeitig nach, ob eine Bauüberwachung gegeben ist. Zudem solltest du als Bauherr dich davon überzeugen, dass die gewählte Bauleitung relevante Erfahrungen besitzt. Frage daher nach praktischen Erfahrungen, bekannten Leistungen und Stärken im Bereich der Bauleitung, wenn du auf der Suche nach Unterstützung bist.

Können Architekten die Bauleitung übernehmen?

Neben Baumeistern und Bauingenieuren können auch Architekten die Bauleitung übernehmen. Sie haben dann die gleichen Pflichten und müssen zusätzlich ihre Arbeit als Architekt leisten. Da Architekten Experten in der Baudurchführung sind, können sie gute Bauleiter darstellen. Auch hier solltest du dich jedoch davon überzeugen, dass sie entsprechende Qualifikationen, etwa durch eine Weiterbildung für die Bauleitung, vorweisen können. Ausserdem sollten Architekten sich auch in ihrer Doppelrolle wohlfühlen und ihre Aufgaben als Architekt nicht vernachlässigen. Nicht jeder Architekt bietet auch Bauleitung an. Im Zweifelsfall empfehlen wir dir, dich auf einen Bauingenieur zu verlassen.

Der Architektvergleich für die Schweiz. Finde die besten Architekten in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Balkon einrichten: Tipps, Ideen und Inspirationen

Balkone sind herrliche Rückzugsorte, die uns auch im turbulenten Stadtleben die Möglichkeit bieten, die Sonne ganz privat zu geniessen und unvergessliche Stunden mit Freunden und Familie zu verbringen. Damit sich der Balkon in eine richtige Wohlfühloase verwandelt, sind jedoch ein wenig Kreativität und Planungsgeschick gefragt. So wird der Balkon erst durch die passende Balkongestaltung, mit Möbeln, Pflanzen und Dekoration richtig heimelig. Doch wie lässt sich ein Balkon am besten gestalten und mit welchen Tipps und Tricks wird selbst der kleinste Balkon zu einem wahren Hingucker?

Ein Laubengang als architektonisches Gestaltungselement

Die Gestaltung geräumiger Innenhöfe ist eine Herausforderung für die Architektur. Laubengänge erfreuen sich dabei wachsender Beliebtheit. Die Erschliessungs- und Wandelgänge verbinden zumeist mehrere Nutzungseinheiten oder münden in einen Hof oder eine Loggia. Solche Gänge werden zu einem echten Blickfang, wenn du sie mit Pflanzen begrünst oder Kletterpflanzen an einem Holzgerüst hinaufwachsen lässt. Durchgänge lässt du durch ein belaubtes Spalier zu einer Laube werden. Wenn der Laubengang in einen Innenhof mündet, sollte auch dort eine passende Bepflanzung vorhanden sein. Im Folgenden erhältst du mehr Informationen und Tipps für die Begrünung von Höfen und Durchgängen.

Terrasse bauen – inklusive Pflanzen und Möbel

Eine Terrasse zu bauen ist quasi die Erweiterung des Wohnzimmers in den Garten hinein. Schliesslich findet eine Veranda nicht nur zum Sonnenbaden eine Verwendung. Geburtstage und Hochzeiten werden hier gefeiert, und an milden Sommerabenden ist eine Terrasse der richtige Ort für ein romantisches Zusammensein. Damit die Veranda jede dieser Funktionen erfüllen kann, solltest du sorgfältig planen, wie die Terrasse aussehen soll. So solltest du übrigens auch vorgehen, wenn du den Balkon ausbauen oder dir ein Gartenhaus anschaffen möchtest. Wichtig ist, dass die Materialien zueinander passen, damit eventuelle Wände zum Sichtschutz, die Terrassenbeläge und der Sonnenschutz eine gestalterische Einheit bilden.

Fassadenplaner – Unterstützung für Bauherren bei der Gebäudehülle

Die Fassade ist eine zentrale Schnittstelle deiner Immobilie, da sie den Innen- und Aussenraum voneinander abgrenzt. Das bedeutet, dass die Fassade sowohl interne als auch externe Belastungen aushalten muss – ähnlich wie die menschliche Haut. Eine gute Fassade schafft eine angenehme Innenraumtemperatur, sorgt für Wärmedämmung und ist robust den äusseren Elementen gegenüber. Sie sollte genau an die klimatischen und geografischen Gegebenheiten der Umgebung angepasst sein. Das ist der Grund, weshalb du einen Fassadenplaner benötigst. Dieser hilft dir dabei, bei deinem Neubau die Fassade genau nach deinen Vorstellungen, aber auch nach energetischen Massnahmen zu planen.

Das Haus sanieren – wann und warum ist es nötig?

Gründe, ein Haus zu sanieren, gibt es reichlich. Der einfachste Grund ist, dass das Haus die Bedürfnisse seiner Bewohner nicht mehr erfüllt: Zu klein, abgenutzt und nach heutigen Massstäben nicht komfortabel genug. So oder ähnlich beschreiben viele Altbaubesitzer ihre Häuser und Wohnungen. Hinzu kommt der Hauptgrund für den aktuell sehr grossen Sanierungsbedarf: Der Energieverbrauch alter Gebäude ist einfach zu hoch. Ineffiziente Heizungsanlagen und fehlende oder unzureichende Wärmedämmungen sorgen für überflüssige Kosten und Emissionen. Fast die Hälfte des gesamten Schweizer Energieverbrauchs entfällt auf Gebäude – der grösste Teil davon zum Heizen.

Grunddienstbarkeit – Entstehung, Folgen und mögliche Löschung

Immer wieder fällt im Zusammenhang mit Grundstücken Begriffe wie Grunddienstbarkeit, Wohnrecht, Wegrecht oder Baurecht. Alle diese Dienstbarkeiten gehören zu Sachenrecht und sind im Schweizerischen Zivilgesetzbuch (ZGB) detailliert geregelt. Was genau die Begriffe bedeuten, wie sie entstehen, was die Folgen für dich als Eigentümer des betroffenen Grundstücks sind und wie du solche Dienstbarkeiten wieder löschen lassen kannst, erfährst du hier zusammengefasst.