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Der notwendige Grenzabstand ist in der Schweiz durch das Nachbarrecht geregelt. Das Nachbarrecht zielt insbesondere darauf ab, das friedliche Nebeneinander zwischen Nachbarn zu gewährleisten. Die verschiedenen Bestimmungen, die sich im Nachbarschaftsrecht befinden, sind auf unterschiedlichen Ebenen umgesetzt. So gibt es sowohl Gesetze auf Bundesebene als auch Rechtsvorschriften für einzelne Kantone und Gemeinden.
Welche Abstände zwischen Gebäuden, Grundstücksgrenzen, Zäunen und Pflanzen gelten, bestimmt der jeweilige Kanton. Die einzelnen Gemeinden dürfen diese Vorgaben und Bestimmungen bei Bedarf wiederum anpassen. Zusätzlich gelten für unterschiedliche Gebäudetypen wie beispielsweise Einfamilienhäuser, Gartenhäuser oder Bürogebäude, gesonderte Planungs- und Baugesetze. Die Abstandsvorgaben betreffen insbesondere den Brandschutz sowie die ausreichende Belichtung der benachbarten Grundstücke. Aufgrund der unterschiedlichen kantonalen und kommunalen Vorgaben ist es für Laien oftmals schwierig, Bauprojekte selbst einzuschätzen.
Gesetzliche Regelungen, die den Mindestabstand betreffen, gelten auch für Zäune und Bepflanzungen entlang der Grundstücksgrenze. Diese Grenzvorrichtungen werden in der Regel als Einfriedung bezeichnet. Die maximale Höhe der Zäune, Bäume und Sträucher wird durch kantonale Vorgaben bestimmt. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht über die Grundstücksgrenze wachsen und dass die Bepflanzung keinen Schatten auf die Nachbargrundstücke wirft. Wachsen die Pflanzen über die Grundstücksgrenze, so darf der Nachbar die Pflanzen für gewöhnlich bis zur Grenze zurückschneiden. Zudem gilt bei der Bepflanzung auch darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht übermässig Laub auf das Nachbargrundstück werfen. Bei vermietetem Wohneigentum lassen sich diese Bestimmungen überdies im Mietrecht verankern. So ist es auch Mietern verboten, bauliche Massnahmen zu setzen, die die geltenden Abstandsregelungen verletzen. Der Neubau eines Zauns direkt an der Grundstücksgrenze ist zudem nur möglich, wenn der betroffene Nachbar dem Bauvorhaben zustimmt.
Die exakten Grundstücksgrenzen finden sich im Grundbuch oder im Grundregister. Besteht ein Näherbaurecht, so ist dieses ebenfalls im Grundbuch verankert. Die Messung des Abstands erfolgt in der Regel zwischen der Hausfassade und der Grundstücksgrenze. Wichtig hierbei ist, dass der Abstand immer horizontal und nicht vertikal eruiert wird. Je nach Lage und Zone des Grundstücks gelten zudem weitere Auflagen bezüglich der Grundstücksgrenze. Die wichtigsten baulichen Vorgaben betreffen:
Unterschreitet ein geplanter Umbau oder Anbau die Mindestabstandsgrenzen, so ist es unter Umständen dennoch möglich, das Bauvorhaben zu realisieren. Um dies zu erreichen, gilt es jedoch, ein Näherbaurecht mit dem Nachbarn zu vereinbaren. Das Näherbaurecht darf sowohl einseitig als auch gegenseitig gestattet werden. Kommt es aufgrund der Unterschreitung der Mindestabstandsregeln jedoch zu einer Wertminderung des Nachbargrundstücks, dann gelten für den Nachbarn Sonderbestimmungen. So darf der betroffene Nachbar für seine Zustimmung beispielsweise eine Entschädigung verlangen. Sämtliche Vereinbarungen müssen im Grundbuch erfasst werden. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass die getroffene Vereinbarung auch für zukünftige Eigentümer gültig ist.
Verstösse gegen gesetzliche Regelungen sind nicht nur aufwändig, sondern auch teuer. Daher lohnt es sich im Zweifelsfall, das Bauprojekt vorab durch einen Experten prüfen zu lassen. Die Sachlage ist insbesondere kritisch, da die gesetzlichen Regelungen oftmals stark voneinander abweichen. Ein Streitfall, der sich um die Grundstücksgrenze dreht, kann auch das friedliche Miteinander und damit die eigene Lebensqualität nachhaltig schädigen. Prinzipiell gilt für Umbauten und Neubauten daher, dass die baulichen Massnahmen Nachbarn nicht übermässig beeinträchtigen dürfen. Dies gilt sowohl für Nachbarn, die in einem Einfamilienhaus wohnen, als auch für Mieter oder für den Garten, der zu einem Nachbargrundstück gehört. Im Vordergrund stehen somit die gegenseitige Rücksichtnahme sowie der respektvolle Umgang miteinander.
Um eine Baubewilligung für Wohneigentum zu erhalten, muss das Bauprojekt die geltenden Bauvorschriften erfüllen. Diese Vorschriften sind von Gemeinde zu Gemeinde verschieden und beim zuständigen Gemeindeamt einsehbar. Einige Kantone und Gemeinden haben diese Vorschriften für ihre Bürger öffentlich im Internet zugänglich gemacht. Im Zweifelsfalle ist es ferner möglich, mit der zuständigen Baubehörde in Kontakt zu treten. Die Baubehörde verfügt hierbei über Ermessensspielraum. Zudem gelten bei Grundstücken, die sich in einer besonderen Lage befinden, oftmals Sonderregelungen. So gibt es für Grundstücke an Strassen sowie für Liegenschaften, die nahe an Wäldern oder Industriezonen liegen, spezielle Vorschriften. Ganz besondere Bestimmungen gelten auch für Baugrundstücke in der Nähe von Flüssen und Gewässern. In diesen Fällen dürfen die festgesetzten Baulinien in der Regel nicht überschritten werden.
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