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Um sich bei grösseren Bauprojekten gegen die Risiken Feuer- und Elementarschäden absichern, ist eine Bauzeitversicherung in der Schweiz in den meisten Kantonen obligatorisch. Jeder Bauherr ist daher ab einer bestimmten Bausumme dazu verpflichtet, eine Bauzeitversicherung abzuschliessen. In den meisten Kantonen fällt hier die Zuständigkeit sogar einer jeweiligen öffentlich-rechtlichen Versicherungsanstalt zu. Nur wenige der Schweizer Kantone verzichten auf die Versicherungspflicht. Das sind:
In diesen Kantonen steht es dem Bauherrn frei, ob er freiwillig bei einer privaten Versicherung eine Bauzeitversicherung abschliessen möchte oder nicht. Darüber hinaus gibt es in einigen Kantonen Rechtsgrundlagen, in denen zwar die Verpflichtung zur Absicherung besteht, bei denen sich der Bauherr aber selbst einen privaten Anbieter aussuchen kann. Dabei handelt es sich um:
Unser Tipp: Wer die freie Versicherungswahl hat, für den lohnt sich eine unabhängige Beratung, um zu erfahren, worauf beim Abschluss der Bauzeitversicherung zu achten ist.
Grundsätzlich wird eine Bauzeitversicherung nur für grössere Bauprojekte mit benötigt. Zu diesen gehören:
Ob eine Versicherungspflicht besteht, hängt zudem von der Bau- beziehungsweise der Renovierungssumme ab. Ab welchem Betrag eine Bauzeitversicherung abgeschlossen werden muss, ist dabei von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Während diese Mindestsumme im Kanton Zürich bei 50 000 Franken liegt, sind es in St. Gallen 30.000 Franken und in Aargau nur 10.000 Franken – Stand 2020.
Versicherungsschutz erhältst du mit der Bauzeitversicherung gegen Schäden, die entstanden sind durch Brand und Elementargefahren:
Damit du ab dem ersten Spatenstich Versicherungsschutz erhältst, solltest du dich frühzeitig um eine Bauzeitversicherung kümmern. Der Versicherungsschutz beginnt dann mit dem vertraglich vereinbarten Versicherungsbeginn ohne eine Wartezeit. Während der gesamten Bauphase bist du so über die obligatorische Brandschutz-Versicherung abgesichert. Nach Beendigung wird die Bauzeitversicherung automatisch in eine ebenfalls obligatorische Gebäudeversicherung umgewandelt. Beratung über den genauen Ablauf erhältst du bei deiner Versicherung.
Die Versicherungssumme, auch Deckungssumme genannt, stellt die maximale Erstattungsleistung der Brandschutz-Versicherung im Schadensfall dar und sollte immer dem Gesamtwert des Gebäudes entsprechen. Da es direkt zu Baubeginn meist relativ schwierig ist, eine exakte Summe festzulegen, erfolgt in der Regel zunächst eine Schätzung durch den Bauherren oder einen Regionalaufseher. Erst nach Fertigstellung des Bauprojekts wird im weiteren Vorgehen dann der endgültige Wert festgelegt und mit dem Versicherungsnehmer abgerechnet. Hierfür steht der Eigentümer in der Meldepflicht, eine Baukostenaufstellung einzureichen. Im weiteren Verlauf schätzen Regionalaufseher in regelmässigen Abständen etwa alle zwölf bis 15 Jahren die Immobilie. Eine zusätzliche Schätzung durch die Regionalaufseher kann der Bauherr im Bedarfsfall auch schriftlich beantragen.
Bei der Bauzeitversicherung handelt es sich in aller Regel um eine Neuzeitversicherung. Das bedeutet, dass das Gebäude beziehungsweise der Rohbau zum Neuwert versichert ist und die Versicherung im Schadenfall alle Kosten übernimmt, die dazu nötig wären, das Gebäude in gleicher Art und Grösse wieder aufzubauen.
Neben dem verpflichtenden Abschluss der Bauzeitversicherung sind Bauherren gut damit beraten, weitere Versicherungen abzuschliessen. Zu den wesentlichen Versicherungen bei Bauprojekten gehören:
Die Umsetzung von Projekten muss sich an der Realität messen lassen. Dennoch können viele Fragen über eine theoretische Betrachtung gelöst werden. So genannte Machbarkeitsstudien zielen darauf ab, die Durchführung einer Idee verlässlich zu untersuchen. Dabei kommen rationale Entscheidungskriterien zum Tragen, die das Risiko für die Verantwortlichen minimieren. Ein solches Instrument ist ideal für eine komplexe und aufwändige Projektplanung, wie etwa für Bauvorhaben. Hier erfährst du, in welchem Teil einer Projektentwicklung eine solche Machbarkeitsanalyse vorkommt und welche Aspekte sie beinhaltet. Auch findest du hier Informationen zu ihren Grundlagen und Grenzen.
Architekten arbeiten täglich mit Visualisierungen. Früher waren Skizzen weit verbreitet. Auch heute müssen Architekten noch das technische Zeichnen bezeichnen, aber sie arbeiten immer auch mit Renderings. Dabei handelt es sich um digitale Architekturvisualisierungen, die dabei helfen, grosse Projekte zu planen und die gewünschte Immobilie aus allen Perspektiven zu sehen. In diesem Beitrag erfährst du mehr über Visualisierungen in der Architektur, über die Ideen von Architekten und über die Anwendung moderner Technologien für Bauvorhaben, Rundgänge und weitere Zwecke. Zudem erklären wir dir, welche Möglichkeiten die 3D-Visualisierung bietet.
Es gibt Designelemente, etwa die Naht einer Jeanshose, die relativ einfach gestaltet sind und dennoch das Gesamtbild tiefgreifend beeinflussen. Im Bauwesen ist eines dieser zunächst unscheinbar wirkenden Architekturdetails die Schattenfuge beziehungsweise die Fuge ganz allgemein. Der Spalt oder Zwischenraum zwischen zwei verschiedenen Bauteilen oder Materialien kommt zustande, wenn zwei sich berührende Kanten kein Rechteckprofil aufweisen oder wenn zwischen zwei Werkstücken ein Zwischenraum gelassen wird und die Aussenkanten sich nicht berühren. Der visuelle Effekt einer Fuge steht somit im Vordergrund und bedeutet für die Optik der Gesamtfläche einen Mehrwert, der gestalterischer Natur ist.
Im Wohnungswesen gibt es einen ganzen Dschungel an Begrifflichkeiten, sobald es um Flächenangaben geht. Wohnfläche, Nutzfläche, Hauptnutzfläche, Geschossfläche, Nettowohnfläche – für die meisten ist das sehr verwirrend und unklar. Darüber hinaus führt es zu Missverständnissen zwischen Mietern und Vermietern oder auch beim Erwerb von Immobilien. Mitunter wird auch ein wenig getrickst. So ist etwa die Geschossfläche eher etwas für Architekten und findet doch immer wieder ihren Weg in Mietverträge. Dabei ist für den Mieter und den Käufer in diesem Begriffsdschungel eigentlich vor allem eine Grösse wichtig – die Nettowohnfläche. Alles Wissenswerte dazu gibt es hier.
Das Feuerverzinken gehört zu den beliebtesten Verzinkungsverfahren. Der Zinküberzug begegnet dir täglich in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Vielleicht nimmst du ihn sogar gar nicht direkt wahr. Warum das Verzinken so beliebt ist, welche positiven Eigenschaften es mit sich bringt, seine verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und viele weitere interessante Fakten zum Thema Feuerverzinkung erfährst du hier.
Durch ihre warmen und sehr natürlich wirkenden Materialien zeigen sich Landhäuser aus rotem Backstein in einem besonders charmanten Stil. Meistens werden rote Backsteine verwendet, um einen mittelalterlichen Look zu erzeugen. Ein aus Holz bestehender Dachüberstand schützt die schöne Fassade zudem vor Umwelteinflüssen oder Rissen. In diesem Artikel beantworten wir die häufigsten Fragen zum Thema Backstein. Darüber hinaus erfährst du, was ist mit der Geschichte und Tradition des Backsteins auf sich hat.