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Unter dem sogenannten Grenzbaurecht versteht man ein zivilrechtliches Instrument, dem im öffentlichen Baurecht eine sehr grosse Bedeutung zukommt. Einige Paragraphen im Bundesgesetzbuch regeln die Verteilung von Grenzabständen von Gebäuden. Auch können zwei Nachbarn untereinander einen Vertrag zum gegenseitigen Grenzbaurecht erstellen. Baupolizeilich gibt es keine gegenseitigen Rechte.
Das Grenzbaurecht und die damit einhergehende Dienstbarkeit kann verschiedene Gründe haben. Sie dient nicht nur dem Eigentümer des Hauses, sondern auch den benachbarten Eigentümern oder Mietern. Einen Gebäudeabstand einzuhalten und dies in einem Vertrag festzuhalten, dient also in der Regel nicht einer, sondern allen Parteien gleichermassen. Das sind die Vorteile eines ausreichenden Abstandes im Einzelnen:
Es gibt zum einen das einseitige und zum anderen das gegenseitige Grenzbaurecht. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass ein gegenseitiges Grenzbaurecht den anderen Nachbarn jeweils nur dazu berechtigt, nicht aber dazu verpflichtet, über die Grenze hinaus zu bauen. Wenn ein Berechtigter auf der Grenze baut, dann muss er mit seinem Vorhaben entweder noch darauf bauen oder den Abstand zum jeweiligen Gebäude einhalten. Bei einseitigem Baurecht kann nur einer der Bewohner auf der Grenze bauen, bei gegenseitigem Baurecht können es beide. Gemeinsame Grenzbaurechte sind für Garagen oder Carports häufiger verbreitet als Anbauten an Wohnhäusern. In diesen Fällen funktioniert ein gegenseitiges Grenzbaurecht nur, wenn beide Nachbarn gleichzeitig auf die Grenze bauen. Ansonsten würde man in den meisten Fällen den Gebäudeabstand nicht einhalten können. Die Baubehörde wird dies in einem solchen Fall in der Regel in die Baubewilligung aufnehmen.
In der Regel muss ein gewisser Abstand zum Grundstück des Nachbarn eingehalten werden. Dies dient dem Zweck einer ordentlichen Belüftung und Belichtung sowie dem Brandschutz. Doch auch zur Wahrung der Privatsphäre sollte ein gewisser Abstand gewährleistet werden. Deshalb sind für die Genehmigung der Baubehörde auch die Zustimmungen der jeweiligen Nachbarn einzuholen. So werden keine Flächen unterschritten und alle beteiligten Parteien sind sich über die Prozessführung und das Planungsrecht im Klaren. Wie hoch die Abstandsflächen wirklich sind, ist in jedem Kanton unterschiedlich festgelegt.
Neben dem Messen des Abstandes auf dem Boden wird auch die Ausrichtung des Daches miteinbezogen. Man geht bei der Berechnung von den umgeklappten Fassaden des Gebäudes aus und überprüft zudem die Neigung des Daches. Wenn das Dach sich weniger als 70 Prozent neigt, dann wird ein Drittel der Fläche hinzugerechnet. Liegt die Neigung jedoch bei über 70 Prozent, dann wird sie voll berechnet. Aus diesen Berechnungen bildet sich dann ein Faktor, der im Anschluss die Tiefe der Abstandsfläche angibt. Darüber hinaus gibt es einen festgelegten Mindestabstand von drei Metern. Dieser darf nur in Ausnahmefällen und mit vorheriger Zustimmung der Nachbarn überschritten werden.
Beim Grenzbaurecht handelt es sich in der Regel um eine rechtliche Grundlage, die für benachbarte Haushalte oder Eigentümer gültig ist. In der Regel fallen hier keine grossen Pflichten an. Wichtig ist, was im Vertrag festgelegt ist. Jeder der Nachbarn kann unter Berufung auf diese Liegenschaft Forderungen stellen. Beispielsweise kann bei Unterschreitung des Grenzabstandes die Dienstbarkeit der Baubehörde in Anspruch genommen werden. Erfolgt also eine Unterlassung der Einhaltung des Abstandes, kann das rechtliche Konsequenzen haben. Aus diesem Grund solltest du dich lieber gleich der Dienstbarkeit widmen und dich informieren, als dich später um die Finanzierung etwaiger Verstösse bemühen zu müssen.
Viele Menschen fragen sich, ob die Abrückungspflicht auch bei freier Nutzung, etwa auf der Terrasse oder im Garten, gültig ist. In der Regel solltest du alleine aufgrund der Wahrung der Privatsphäre die Abrückungspflicht ernst nehmen und nicht näher als drei Meter an die Grenze des Nachbarn herantreten. Dabei ist es egal, ob du ein Gebäude baust oder einen Teil deines Grundstücks benutzen willst, indem du beispielsweise eine Terrasse darauf baust. Auch hier überschreitest du gegebenenfalls dein Grenzbaurecht. Nicht zuletzt spielt hierbei aber auch das Verhältnis zwischen den Nachbarn eine bedeutsame Rolle.
Die Städte werden immer grösser und dementsprechend steigen auch die Anforderungen an Infrastruktur und Bauprojekte. Das erfordert die enge Zusammenarbeit von Architekten und Unternehmen, damit ein Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann. Bei uneinheitlichen Arbeitsweisen und den vielen Details, die es zu beachten gilt, kann das Planungsprozesse und Ausführungen beeinträchtigen. Das Building Information Modeling, kurz BIM, soll hier Abhilfe schaffen und Lösungen bieten. Doch was ist BIM eigentlich, wie funktioniert die Methode und welche Vorteile hat sie? Antworten auf diese und viele andere Fragen zum Thema BIM erhältst du hier.
Früher bauten die Menschen ihre Wohnstätten als feste Behausung mit ganzen Baumstämmen für Decken und Wände. Die Bauweise hat sich in der Moderne natürlich erheblich verändert. Auch heute ist zwar die Blockhausbauweise so gestaltet, dass Holzbalken verwendet werden, das geschieht jedoch nicht mehr als ganze Balken, sondern als Balkenrahmen mit mehreren Holzschichten. Gesprochen wird bei dieser Bauform von einer Vollholzdecke, die durch mehrere Decklagen auch Schallbrücken vermeidet. Gleichzeitig reagiert sie dank mehrerer Holzschichten und Holzarten gut auf Umwelteinflüsse und gleicht so Temperaturschwankungen aus.
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Beim Hauskauf in der Schweiz ist die Bruttogeschossfläche eine wesentliche Grösse. Sie gibt die Fläche sämtlicher Geschosse im Haus an und ist eine wichtige Ziffer zur Berechnung der Ausnützungsziffer, die wiederum ein wichtiges Bewertungskriterium für Liegenschaften ist. Was genau die Bruttogeschossfläche ist, wie sie berechnet wird und wie du die Ausnützungsziffer ermitteln kannst, erfährst du in unserem ausführlichen Ratgeber. Darüber hinaus ziehen wir Abgrenzungen zu anderen relevanten baulichen Kennziffern und Flächenangaben.
Wenn es um Grundstücke oder Sachwerte geht, kommt das absolute Recht zum Tragen. Dieses betrifft neben dinglichen Sachenrechten auch Persönlichkeitsrechte oder Immaterialgüterrechte. Entscheidend ist es als dingliches Recht für die rechtliche Zuordnung von Sachen zu Personen. Das subjektiv dingliche Recht stellt davon noch einmal eine Untermenge dar, die als Recht dem Besitzer einer Immobilie oder eines Grundstücks zusteht.
Viele denken beim Thema behindertengerechtes Bauen an Rampen. Diese sind ein wichtiger Bestandteil, aber darüber hinaus gibt es noch weitere Elemente, über die du hier mehr erfährst. Um dein Gebäude behindertengerecht zu bauen, solltest du bestimmte Richtlinien beachten, zu denen du dich am besten von Experten beraten lässt. Vor allem für öffentliche Gebäude ist dies sehr wichtig. Aber auch im privaten Bereich ist es sinnvoll, schon früh entsprechende Massnahmen zu treffen. Auf diese Weise garantierst du, dass Haus oder Wohnung auch im Alter noch zu dir passt. Überlege auch, dich beim hindernisfreien Bauen von Menschen mit Behinderung beraten zu lassen.