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Treppe selber bauen – so geht es erfolgreich

Treppe selber bauen – so geht es erfolgreich

Die Tochter möchte für das Sofa einen Podest mit Stauraum. Die alte Treppe im Hausflur muss erneuert werden. Die Kellertreppe ist schon ganz morsch und knirscht unter jedem Schritt. Von der Terrasse muss auf jeden Fall eine Treppe zum Garten hinunter führen. Willst du Kosten für Handwerker sparen, kannst du deine Treppe selber bauen – wir zeigen dir mit einer einfachen Anleitung, wie du das schaffst.

1. Tipps zum Treppenbau

Eine Treppe sieht meistens einfacher aus als ihr Bau. Selbst eine kleine Treppe ist nicht ohne Wissen, handwerkliches Geschick und Sorgfalt zu bauen. Du brauchst zudem die richtigen Werkzeuge. Die Berechnung der Masse und Ausführung erfordern ein Höchstmass an Genauigkeit. Hinzu kommen noch rechtliche Vorgaben und Sicherheitsbestimmungen, hinsichtlich Kindersicherheit, bezogen auf die Verankerung oder die Handläufe und so weiter. Bei einer Treppe in den Keller oder im Hausflur solltest du also die Arbeit lieber einem Fachmann überlassen. Selbst das kannst du aber vorbereiten, indem du einige ganz grundsätzliche Fragen zur Treppe bezüglich Form und Grösse klärst und dafür die entsprechenden Berechnungen anstellst.

2. Konzeption der Treppe

Die Planung ist das A und O, wenn du eine Treppe bauen willst. Tipps für die Klärung im Vorfeld:

  • Welches Material möchtest du, welches eignet sich?
  • Welchen Höhenunterschied soll die Treppe überbrücken, also zum Beispiel die Raumhöhe oder die Höhe des Podests oder der Terrasse?
  • Welche Form soll die Treppe haben? Gerade, mehrläufig (mit Podest) oder Wendeltreppe?
  • Welche Treppenbreite?
  • Wie steil soll oder muss die Treppe werden?
  • Wie hoch und wie tief müssen die Stufen sein?

Hier noch ein wenig Treppen-Know-how: Die wichtigsten Teile einer Treppe sind

  • die Stufen, auf die du trittst. Bei geschlossenen Treppen haben Stufen zwei Teile: die Trittstufe, das ist die Fläche, auf die du trittst, und die Setzstufe, das ist die senkrechte Wand zwischen den Stufen.
  • die Wangen: Das sind die zwei Seitenteile, zwischen denen die Stufen montiert werden.
  • das Geländer: Kindersichere Geländer müssen mindestens 90 Zentimeter hoch sein und dürfen nicht überklettert werden können.

Tipps: Regale oder Schränkchen unter einer Treppe sind ein hervorragender, wetterfester Stauraum, zum Beispiel für die Möbel für den Garten.

3. Bauanleitung: Treppenmasse bestimmen

Ob Gartentreppe, Terrassentreppe oder Holztreppchen für ein Podest – oft reicht eine einfache kurze und gerade Holztreppe, die nicht an Wänden montiert wird. Und eine kurze, gerade Holztreppe konstruierst du problemlos dank unserer Schritt-für-Schritt-Bauanleitung. Wenn du die Treppe selber bauen willst, musst du Steigung sowie Anzahl, Breite, Höhe und Tiefe der Treppenstufen berechnen. Ausserdem muss die Lauflänge bestimmt werden, das ist die Länge der Treppe, von der wiederum abhängt, wie viel Platz die Treppe benötigt. Tipps: Nicht ohne Grund gibt es hierfür online Treppen-Rechner.

4. Treppenstufen planen

Die Stufenstärke gibt an, wie hoch die Stufe ist. Die Stufentiefe ist die Fläche, auf die du trittst. Sie bestimmt, wie bequem du auftrittst. Bei diesen beiden Stufenmassen gibt es lang erprobte Regeln, teilweise auch Vorschriften. Das optimale Verhältnis für das Mass von Treppenstufen bei einer Steigung von 30 Prozent ist eine Auftrittstiefe von 27 Zentimetern und eine Stufenhöhe von 18 Zentimetern. Aus diesen Massen errechnest du die Stufenanzahl, die du benötigst: Treppenhöhe geteilt durch Steigungshöhe gleich Stufenanzahl.

5. Material für eine Gartentreppe

Das Holz sollte bereits vorbehandelt sein. Du benötigst für die Gartentreppe:

  • Zwei Platten für die Treppenwangen (oder zwei miteinander verschraubte Holzbretter pro Wange)
  • Bretter für die Stufen
  • Pfosten und Handlauf für das Geländer
  • Holzschrauben
  • Grundierung und Lackierung

Hier einige Tipps für den Bau von Holztreppen:

  • Grundiere das Holz für die Gartentreppe schon vor dem Einbau. Selbst wenn du vorversiegelte Treppenelemente kaufst, sind diese nur vorbehandelt, nicht endgültig versiegelt.
  • Bambus ist nicht nur Trendholz, sondern hart und witterungsbeständig. Damit eignet es sich hervorragend für den Aussenbereich.

6. Zuschneiden von Wangen und Stufen

Um die Wangen zuzuschneiden, gehst du folgendermassen vor:

  1. Zeichne den Steigungswinkel am oberen und unteren Ende der ersten Wange auf.
  2. Zeichne die Stufen auf. Die Linien für die Stufenauflage ziehst du über die Kanten durch, sodass das Brett als Muster für die zweite Wange dienen kann.
  3. Säge Stufen und Steigungswinkel beider Wangen aus.

Beachte beim Zusägen der Stufen, dass die Kanten der Stufen abgerundet und die Oberfläche glatt geschliffen sein müssen. Wenn die Stufen etwas überstehen und sich überlappen, ist die Treppe bequemer und stabiler.

7. Zusammenbauen, Verankern und Fertigstellen der Holztreppe

Am besten wird das Holz beim Treppenbau gedübelt und verleimt. Weniger aufwändig und genauso stabil ist die Montage mittels Schrauben (mindestens 10er-Durchmesser), Metallwinkeln und Winkeleisen. So gehst du vor:

  • Löcher vorbohren.
  • Zuerst die obere und untere Trittstufe anbringen.
  • Dann dieses Treppengerüst oben an der Auflagefläche der Treppe verschrauben, zum Beispiel am Podest oder am Terrassenbalken.
  • Danach die übrigen Stufenbretter befestigen.
  • Pfosten für Handlauf oder Treppengeländer anbringen. Die dicken Pfosten am unteren und oberen Treppenende mit mindestens vier Winkeleisen verschrauben.
  • Lackieren. Im Aussenbereich ist Lasur besser. Sie muss jährlich erneuert werden.

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