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Das Wort Shed kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie "Schuppen". Im Genaueren bezieht sich das Wort auf die Schuppen eines Fisches. Die Dachflächen haben in ihrer Gestaltung eine ähnliche Optik, weshalb die Bezeichnung "Sheddach" entstanden ist. Gerade für manuelles Arbeiten in den Räumern darunter ist die Dachform sehr praktisch, doch auch für Wohnhäuser werden derartige Dachformen mittlerweile immer häufiger genutzt. Sie zeichnen sich durch einen besonders hohen Lichteinfall, viel Arbeitsraum und eine angenehme Arbeitstemperatur aus. Optisch auffällig ist das Sheddach durch seine industrielle Gestaltungsweise. In den meisten Fällen besteht das Dach aus einer Aneinanderreihung von mehreren anderen Dachformen. Während es früher vorwiegend in der Industrie für die Dachabdeckung grosser Hallen und Werkstätten sowie Fabriken verwendet wurde, so werden Sheddachkonstruktionen heute auch vermehrt bei der Architektur im Wohnbereich eingesetzt. In der Regel werden dabei mehrere Dachplatten nacheinander angeordnet und ergeben im Gesamtbild später das Sheddach. Doch auch andere Dachkonstruktionen wie beispielsweise Satteldächer lassen sich zu einem Sheddach zusammenführen. Unter Architekten zählt das Sheddach zu den beliebtesten Dachformen überhaupt und wird nicht nur beim Neubau, sondern bei der Sanierung von Altbaugebäuden gerne genutzt.
Lange Zeit waren Sheddächer insbesondere auf Industriehallen und Fabriken zu finden. Hier boten sie besonders viele Vorteile, wie zum Beispiel eine gute Belichtung durch hohen Lichteinfall bei Tageslicht und eine gute Wärmedämmung. So ähnelten diese Arten von Dächern den Fenstern bei anderen Gebäuden. Bei Wohngebäuden sind sie auch heute noch wesentlich seltener, finden jedoch mehr und mehr Einzug. Insbesondere in Grossbritannien gehörten Sheddächer bei Fabriken, Lagerhallen und auch Werkstätten zu den überwiegenden Dachformen und auch im Rest von Europa breitete sich diese Dachform nach ihrer Etablierung rasch in der Industrie aus. Gerade bei grossen Flächen bieten die Dächer durch den hohen Lichteinfall eine tolle Atmosphäre. Die Konstruktion lässt viel natürliches Licht in die Halle und da sie in der Regel nach Norden ausgerichtet ist, blendet das Licht auch nicht. Ebenso bleibt dadurch unerwünschte Hitze aus, weil die direkte Sonneneinstrahlung durch dieselbe Ausrichtung verhindert wird. Die Dachform eignet sich also auf jeden Fall gut für die Überdachung grosser Flächen. Neben Industriegebäuden findet es sich auch bei überdachten Sportanlagen oder Museen.
Wenn man es ganz genau nimmt, so stellt das Sheddach eigentlich keine eigenständige Dachform dar. Es handelt sich vielmehr um eine Zusammenstellung von mehreren anderen Dächern. Klassischerweise werden hier mehrere Dächer zu einem grossen Dach nebeneinander gereiht. Dabei ist eine Seite jeweils senkrecht und die eigentliche Fläche des Daches wird an diese Seite schräg angelegt. Die Konstruktion des Daches ist auch deswegen praktisch, weil sich die Dachflächen einfach Verglasen lassen.
In der Industrie ist ein Sheddach insbesondere aufgrund seiner funktionalen Eigenschaften sehr beliebt. Mittlerweile gibt es jedoch auch Wohnanlagen und Mehrfamilienhäuser, die ein Sheddach aufweisen. Auch Hotelanlagen entscheiden sich mehr und mehr für das moderne Konzept dieser Dachkonstruktion und nutzen die Tipps von Experten. Denn die praktischen Eigenschaften, die das Sheddach in der Industrie so beliebt machen, sind natürlich auch bei Wohnhäusern von Vorteil. Dazu gehört die unaufdringliche Helligkeit, angenehme Temperaturen oder bessere Gestaltungsmöglichkeiten, die in Hotels und Wohnräumen ebenfalls von Vorteil sind.
Wenn du selber darüber nachdenkst, ein Sheddach für den Bau oder die Renovierung eines Gebäudes in Erwägung zu ziehen, dann solltest du einiges wissen. Ein wichtiger Aspekt ist zum Beispiel, dass es zwei Arten von Sheddächern gibt: Bei einer dieser Formen werden, wie oben bereits erklärt, Dächer nacheinander auf das Dach gesetzt, woraus sich eine Aneinanderreihung aus mehreren Sheddächern ergibt. Dies ist die häufigste Verwendung. Im Wohnbau und auch in der Industrie gibt es jedoch eine zweite Variante, die ebenfalls als Sheddach bezeichnet wird, was oft für Verwirrung sorgt. Dabei werden mehrere asymmetrische Satteldächer verwendet und aneinandergereiht. Informiere dich also genau, welche der beiden Arten für dich infrage kommt. Je nachdem, wie das Dach ausgerichtet werden soll, ist hier auch der Bau einer Solaranlage möglich. In diesem Fall kannst du dein Sheddach auch nach Süden ausrichten. Dabei solltest du auch die Belastbarkeit des Daches genaustens überprüfen lassen. Wenn du jedoch eine Werkstatt, eine Lagerhalle oder eine Fabrikhalle bauen möchtest, solltest du das Dach eher nach Norden ausrichten. Ansonsten kann das einfallende Licht in der Halle blenden und zu hohen Temperaturen führen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch die Grösse des jeweiligen Gebäudes. Bevor du dich für oder gegen ein Sheddach entscheidest, solltest du dich in jedem Fall von einem Fachmann genauer beraten lassen.
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