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Holzterrasse Unterkonstruktion: So sieht der Untergrund für die Terrassendielen aus!

Holzterrasse Unterkonstruktion: So sieht der Untergrund für die Terrassendielen aus!

Holz und blanke Erde – das verträgt sich nicht: Das Erdreich gibt Feuchtigkeit an das Holz ab, es fault mit der Zeit. Der Untergrund muss also vorbereitet werden, bevor du deine Holzterrasse installierst. Ein Unterbau aus Holz funktioniert beispielsweise immer dann, wenn du ein Fundament legst. Darauf kommen Abstandhalter aus tragfähigen Holzarten, und erst auf diesen verlegst du die Terrassendielen. Unterkonstruktionen können aber auch aus Metall sein. Tipps zum Terrassenbau gibt dir der jeweilige Hersteller der verschiedenen Produkte – und wir beantworten vorab deine Fragen.

Warum dürfen Terrassendielen nicht auf dem Untergrund aufliegen?

Terrassendielen aus Holz reagieren auf Feuchtigkeit, wie alle anderen Bauteile aus Holz: Sie saugen es auf, quellen und faulen. Auch wenn du das Holz behandelst, wird es nie komplett wasserdicht. Das bedeutet für deine Holzterrasse, dass sie ohne Unterkonstruktion in wenigen Monaten kaputt ist. Was die Unterkonstruktion angeht, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Fundament aus mehreren Schichten
  • feuchtigkeitsdämmende Schicht und einfache Unterkonstruktion
  • einfache Unterkonstruktion mit hohen Abstandshaltern

Alle Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile, die du gegeneinander abwägen solltest. Ratgeber wie dieser helfen dir bei der Entscheidung.

Welche Fehler sollte ich bei der Holzterrassen-Unterkonstruktion vermeiden?

Holzterrassen, Unterkonstruktionen und das Verlegen der Holzdielen sind kein Zauberwerk. Allerdings solltest du dir vor der Verlegung im Klaren sein, dass manche Fehler nicht reversibel sind. Einige davon kommen beim Bau der Unterkonstruktion und der Holzterrasse häufig vor:

  • Die Terrassendielen werden auf einem welligen Untergrund verlegt, wodurch die Oberfläche der Terrasse wellig wird.
  • Das Fundament ist zu schwach, sodass es die Balken der Unterkonstruktion nicht tragen kann. Die Terrasse sackt einseitig ab.
  • Bei der Unterkonstruktion werden zu wenige Tragbalken verwendet, sodass die Holzdielen später durchhängen.
  • Die Terrassendielen haben Kontakt zu Wasser oder Erde. Sie faulen.
  • Der Fugenabstand fehlt zwischen den Terrassendielen und die Dielen wölben sich oder drücken sich gegenseitig hoch.
  • Die Schrauben wurden falsch angebracht, wodurch die Dielen in der Nähe der Schrauben Risse und schwarze Flecken bekommen oder sich der Länge nach aufwölben.

Wo finde ich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Holzterrassen-Unterkonstruktion?

Verschiedene Garten- und Hausbau-Ratgeber im Internet sowie einschlägige Magazine und Foren halten eine solche Anleitung bereit. Zur groben Orientierung hier eine Zusammenfassung:

  1. Vorgesehene Fläche an den Ecken mit Metallstangen abstecken, mit einer umlaufenden Schnur die Höhe der Tragbalken markieren.
  2. Fläche auskoffern, Füllsand einsetzen.
  3. Fundamentlöcher ausheben, mit erdfeuchtem Beton füllen und verdichten.
  4. Kunststoffvlies gegen Unkrautwuchs über die Fundamente legen, Sockelsteine auf dem Fundament platzieren.
  5. Sockelsteine oder Basamentsteine auf exakte Höhe bringen.
  6. Gefälle überprüfen und Basamentsteine gegebenenfalls nochmal anpassen.
  7. Kiesschüttung aufbringen.
  8. Tragbalken auflegen.
  9. Dielenbretter auflegen und verschrauben.

Letzter Schritt: Alles kontrollieren, Ecken und Kanten abschmirgeln, mit dem Besen reinigen.

Warum ist die Unterkonstruktion so wichtig für die Holzterrasse?

Die Unterkonstruktion ist aus verschiedenen Gründen wichtig:

  • Holzdielen sollten nicht mit feuchter Erde oder Wasser in Kontakt kommen, weil sie sonst faulen.
  • Die Holzterrasse braucht ein gleichmässiges Gefälle, damit Regenwasser abläuft.
  • Der Untergrund muss eben sein, damit du die Terrassendielen mit einer ebenen Oberfläche verlegen kannst. Ist die Oberfläche nicht eben, kannst du dich beim Laufen verletzen, Bretter und Möbel verziehen sich und stehen nicht gut.

Im Grunde muss die Oberfläche deiner Holzterrasse so aussehen wie dein Balkon: leicht abschüssig, damit das Regenwasser ablaufen kann, und vor allem eben.

Welches Holz nehme ich für die Holzterrasse?

Viele Hölzer kommen für die Terrasse in Frage. Heimische Hölzer sind preisgünstig und ökologisch unbedenklich. Abhängig von der genauen Holzart kannst du das Holz ohne chemischen Holzschutz verwenden. Wie lange das gut geht, sagt die Dauerhaftigkeitsklasse:

  • Douglasie entspricht der Klasse 3-4 und ist mässig bis wenig dauerhaft.
  • Eiche ist mit Dauerhaftigkeitsklasse 2 dauerhaft.
  • Fichte und Kiefer entsprechen der Dauerhaftigkeitsklasse 4 und sind wenig dauerhaft.
  • Lärche gehört ebenfalls in die Dauerhaftigkeitsklasse 3-4.
  • Robinie oder Scheinakazie entspricht der Klasse 1-2 und ist sehr dauerhaft bis dauerhaft.

Daneben kommt Thermoholz in Frage, das ebenfalls aus heimischen Hölzern hergestellt wird und besonders wasserabweisend und resistent gegen Fäulnis ist. Tropenhölzer gelten als unverwüstlich, wenn es um den Aussenbereich geht. Allerdings solltest du darauf achten, dass die Hölzer eine FSC-Zertifizierung tragen und legal geschlagen wurden. Im sozialverträglich erwirtschafteten Bereich musst du für Tropenhölzer den drei- bis vierfachen Betrag von heimischen Hölzern rechnen.

Wie bekomme ich das Holz der Holzterrasse wasserdicht?

Holzterrassen sind nicht wasserdicht. Denn jedes Astloch, jede Verwachsung, Spinnenrisse und andere Unregelmässigkeiten führen zu Wasserdurchlass. Ein wenig Wasser wird also immer eindringen. Die Frage ist eher, ob das Wasser ablaufen kann und das Holz keinen Schaden nimmt. Chemische Holzschutzmittel und andere Produkte können dabei helfen und auch Thermoholz ist im Vergleich zu unbehandeltem Holz wasserfest und fäulnisresistent. Wichtig ist, dass die Oberfläche der Terrasse ein Gefälle hat, sodass Regenwasser abläuft und sich keine Staunässe bildet.

Wie viel Gefälle soll der Terrassenbelag haben?

Das Gefälle deiner Holzterrasse sollte wenigstens ein Prozent betragen, damit das Regenwasser ungehindert abfliesst. Etwas mehr Gefälle darf es sein, aber dann solltest du darauf achten, dass sich das mit der geplanten Möblierung verträgt. Wird das Gefälle zu gross, stehen hohe Möbelstücke sehr unsicher. Das Gefälle erreichst du übrigens nicht erst beim Auflegen und Verschrauben der Dielen, sondern es wird schon ab dem ersten Schritt im Fundament angelegt.

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