Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Architekten in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Reduit in Wohnungen: Wozu der spezielle Raum dient und Tipps für seine Einrichtung und Nutzung

Reduit in Wohnungen: Wozu der spezielle Raum dient und Tipps für seine Einrichtung und Nutzung

Ein Reduit in Wohnungen ist praktisch: Die Abstellkammer bietet zusätzlichen Stauraum, zum Beispiel für Wohnungen mit wenig Wohnfläche. Das Wort hat in der Schweiz jedoch eine besondere Vorgeschichte – und heute nur noch wenig mit der ursprünglichen Idee zu tun: Reduit bezeichnet in der Eidgenossenschaft auch den militärischen Verteidigungsbau, also einen Ort, der zu Kriegszeiten als sicherer Rückzugsort für die Besatzung diente. Zum Wohnen und Zurückziehen dient ein Reduit heute zwar eher weniger. Dafür gibt es jedoch andere Funktionen, die der praktische Raum erfüllt. Ideen für die optimale Nutzung und alle Vor- und Nachteile gibt es hier auf einen Blick.

Was ist ein Reduit?

Der Begriff Reduit beschreibt heute die typische Abstellkammer einer Wohnung: Es handelt sich um einen meist kleineren Raum ohne Fenster, der sich vom Rest der Wohnung abgrenzt. Gleichzeitig dient Reduit auch zur Beschreibung eines Wandschranks, der ähnliche Funktionen wie eine Abstellkammer erfüllt. Gut zu wissen: Zu Kriegszeiten stand das französische Wort Reduit für die beschusssichere, zentrale Anlage in den Schweizer Alpen, in die sich das Militär bei Bedarf zurückziehen sollte. Deshalb assoziieren viele Menschen den Begriff noch heute mit einer Art Verschlag oder Rückzugsraum.

Welche Funktionen hat ein Reduit in Häusern und Wohnungen?

Ein Reduit kann unterschiedlich genutzt werden. Beispiele für die Nutzung sind:

  • Vorratskammer für trockene Nahrung
  • begehbarer Kleiderschrank
  • Ersatz für einen Schuhschrank
  • Putzraum
  • Raum für Waschmaschine oder Trockner
  • Verstauraum für Spielzeuge oder Möbel

Welche Vorteile hat der Bezug einer Wohnung mit Reduit?

Folgende Vorteile bietet dir eine Wohnung mit separatem Reduit:

  • Ein Reduit schafft praktischen Stauraum für kleinere Wohnungen oder Küchen, sodass du keine sperrigen Schränke und Kommoden benötigst.
  • Die Abstellkammer lässt sich kurzfristig umfunktionieren, zum Beispiel, wenn du viel Besuch erwartest. Nutze den Raum, um dort Platz für Jacken, Schuhe und Mäntel zu schaffen.
  • Familien mit Kindern profitieren von einer Abstellkammer oder einem Wandschrank, denn diese tragen zur häuslichen Ordnung bei. Dort lassen sich alle Gegenstände verstauen, die Kinder und Eltern nur temporär nutzen – das gilt zum Beispiel für Spielzeugkisten, grössere Spielsachen und ähnlichem.
  • Eine Abstellkammer dient als Alternative für alle, die ein Eigenheim ohne Keller oder Dach besitzen. Deshalb planen viele Bauherren oft schon zu Beginn einen separaten Raum in ihrem Grundriss ein, der nicht in erster Linie zu Wohnzwecken dient, sondern für die Aufbewahrung von Gegenständen.

Welche Nachteile hat ein Reduit?

Eine Abstellkammer bietet zwar viele Vorteile. Beachte dennoch, dass auch folgende Nachteile auf dich zukommen:

  • Eine Abstellkammer ist oft fensterlos und wirkt ohne Tageslicht besonders dunkel. Deshalb weist sie oft auch eine stickige Raumluft auf.
  • Ein Reduit eignet sich lediglich für die Lagerung von trockenen und verschlossenen Nahrungsmitteln und Gegenständen. Da der Raum keine Fenster hat, kannst du ihn nicht als Feuchtraum nutzen, etwa zum Wäscheaufhängen. Andernfalls riskierst du Schimmelbildung.
  • Abstellkammern bieten zwar Stauraum, können durch ihre räumliche Abgrenzung einen grösseren Wohnraum jedoch optisch verkleinern.

Wie plane ich die Einrichtung und Ausstattung der Abstellkammer?

Viele Menschen behandeln Abstellkammern nach dem Bezug der Wohnung stiefmütterlich. Das ist kein Wunder, denn sie laden dazu ein, Gegenstände, leere Kartons und unnütze Dinge unkompliziert verschwinden zu lassen. Meist wirken sie deshalb unordentlich. Trotz kleiner Wohnfläche ist es jedoch möglich, den Raum so zu nutzen, dass er die Wohnung optisch grösser wirken lässt – auch ohne Chaos. Unsere Tipps für die Planung und Gestaltung deiner Abstellkammer:

  1. Berechne zu Beginn, wie viel Wohnfläche du für Möbel und Co. benötigst, um zu schauen, was alles in den Abstellraum muss.
  2. Gehe bei der Raumplanung systematisch vor und beantworte dir folgende Fragen: Wie viel Platz steht im Reduit zur Verfügung? Welches Regalsystem bietet sich an, um mehr Staufläche zu schaffen?
  3. Sorge nach dem Bezug deiner Wohnung dafür, dass du den Raum nicht zum Zwischenlagern für leere Kartons nutzt. Häufig gewöhnen wir uns daran, alles Unbrauchbare kurzfristig in das Reduit zu stellen – und dort bleiben die Gegenstände oft. So wirkt der Raum sperrig und du kannst die Flächen nicht nutzen.

Wie wirkt der Raum trotz wenig Wohnfläche grösser?

Manchmal sorgt ein Reduit dafür, dass ein Raum – meist handelt es sich um den Flur – etwas kleiner wirkt. Lasse dich in einem solchen Fall am besten von einem professionellen Raumplaner oder Architekten beraten, um Lösungen zu finden. Einige Kammern lassen sich zum Beispiel problemlos in den vorhandenen Raum integrieren, indem Wände oder Türen entfernt werden.

Lohnt es sich, einen Raumplaner zu beauftragen?

Du planst ein Reduit für dein neues Haus, ziehst in eine Wohnung mit vorhandener Abstellkammer ein – weisst aber nicht so recht, wie du dein Reduit richtig nutzt? Professionelle Raumplaner weisen ein besonderes Gespür für eine praktische und auch ästhetisch anspruchsvolle Raumplanung auf. Deshalb unser Tipp: Frage nach einem Erstgespräch, um dich zunächst unverbindlich von einem Profi beraten zu lassen und deine Situation und Wünsche zu besprechen.

Der Architektvergleich für die Schweiz. Finde die besten Architekten in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Einfamilienhäuser bauen: Auf die richtige Wohnfläche und Energiestandards achten

Ein eigenes Haus ist der Traum vieler junger Menschen. Das Einfamilienhaus ist dabei nach wie vor einer der beliebtesten Haustypen. Sowohl vor als auch während des Hausbaus gibt es einiges zu beachten. Am besten nimmst du dir daher einen versierten Architekten, der sich mit dem Hausbau auskennt und dir beratend zur Seite steht. Immerhin kommen eine Menge Fragen auf dich zu, die du alleine kaum bewältigen kannst – technische, finanzielle und bürokratische. Alles, was du zum Einfamilienhäuser Bauen wissen musst, haben wir dir hier zusammengestellt.

Feuerverzinken: Verzinkungsverfahren und die positiven Eigenschaften eines Zinküberzugs

Das Feuerverzinken gehört zu den beliebtesten Verzinkungsverfahren. Der Zinküberzug begegnet dir täglich in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Vielleicht nimmst du ihn sogar gar nicht direkt wahr. Warum das Verzinken so beliebt ist, welche positiven Eigenschaften es mit sich bringt, seine verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und viele weitere interessante Fakten zum Thema Feuerverzinkung erfährst du hier.

Holzbau Architekt – mit der richtigen Kompetenz zum gelungenen Holzhaus

Holz wird als Baustoff immer beliebter. Eine logische Folge dieses Trends ist, dass ein neues Einfamilienhaus ebenfalls immer öfter aus Holz sein soll. Wenn du dir ein Holzhaus wünschst, hast du die Wahl zwischen verschiedenen Haustypen. Ein Bungalow lässt sich ebenso gut aus Holz bauen wie ein Reihenhaus. Zur Auswahl stehen ausserdem vorgefertigte Standardhäuser und frei geplante Architektenhäuser. Die Architektur muss dabei weder rustikal noch altmodisch sein. Tatsächlich ist es eher so, dass die Möglichkeiten des Holzbaus Architekten, die für Neues aufgeschlossen sind, sehr interessieren. Bauvorhaben ohne Architekten zu realisieren ist unmöglich, denn das Baurecht verlangt sie für die Baubewilligung.

Ein kleines Haus bauen – was spricht für ein Minihaus?

Ein kleines Haus zu bauen ist ein relativ neuer Trend, der seit einigen Jahren mehr und mehr Anhänger findet. Kleine Häuser sind günstig zu kaufen oder zu bauen und verursachen ihren Bewohnern später auch geringere Betriebskosten. Oft sind es auch Umweltaspekte, die die Käufer von Kleinhäusern bewegen, sich auf wenigen Quadratmetern einzurichten. Denn natürlich verbraucht ein Häuschen mit der Wohnfläche einer kleinen Wohnung weniger Energie zum Heizen als eine grosszügige Villa. Das Thema Nachhaltigkeit zeigt sich bei Minihäusern sehr oft an den bevorzugten Baumaterialien. Häufig finden natürliche Baustoffe aus der Region Verwendung für die kleinen Häuser.

Der Spatenstich – spannende Fakten über eine wichtige Symbolik

Der sogenannte Spatenstich ist seit vielen Jahren ein unerlässliches Bauritual bei jedem Neubau. Der Vorgang selbst ist banal: Der künftige Hausbesitzer sticht einen Spaten in den Boden und hebt eine Schaufel Erde aus seinem Land. Das soll symbolisieren, dass er nun für dieses zuständig ist. Der Spatenstich wird bei privatem Gelände, mehr aber noch bei öffentlichen Gebäuden, grossen Bauarbeiten und selbst beim Baubeginn von Verkehrswegen durchgeführt. Dabei kommen unterschiedliche Traditionen zum Einsatz, die wir dir im Folgenden genauer vorstellen wollen.

Terrasse bauen – inklusive Pflanzen und Möbel

Eine Terrasse zu bauen ist quasi die Erweiterung des Wohnzimmers in den Garten hinein. Schliesslich findet eine Veranda nicht nur zum Sonnenbaden eine Verwendung. Geburtstage und Hochzeiten werden hier gefeiert, und an milden Sommerabenden ist eine Terrasse der richtige Ort für ein romantisches Zusammensein. Damit die Veranda jede dieser Funktionen erfüllen kann, solltest du sorgfältig planen, wie die Terrasse aussehen soll. So solltest du übrigens auch vorgehen, wenn du den Balkon ausbauen oder dir ein Gartenhaus anschaffen möchtest. Wichtig ist, dass die Materialien zueinander passen, damit eventuelle Wände zum Sichtschutz, die Terrassenbeläge und der Sonnenschutz eine gestalterische Einheit bilden.