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Die Tätigkeiten der Fachingenieure für Holzbau sind vielfältig, denn sie beschäftigen sich nicht nur mit der Errichtung von Bauwerken. Sie schaffen auch Möbel, Baustoffe und Bauelemente. Die steigende Nachfrage nach Holzprodukten in der Bauwirtschaft verschafft dem Beruf glänzende Aussichten für die Zukunft. Die Fachingenieure beschäftigen sich aber in erster Linie mit dem Baustoff Holz und erst in zweiter Linie auch mit Gebäuden. Für einen Hausbau ist deswegen immer ein Architekt der erste Ansprechpartner, denn nur Architekten sind berechtigt, Planungsunterlagen für Baugesuche zu erstellen. Selbstverständlich wird bei einem Holzbau der Architekt einen Fachingenieur hinzuziehen, falls das Bauvorhaben so komplex ist, dass dies erforderlich wird.
Vielleicht verbindest du mit Holzhäusern eine traditionelle oder auch rustikale Bauweise. Doch selbst wenn das erwünscht ist, muss das Haus nicht zwingend auch altmodisch wirken. Wenn ein moderner Holzbau Architekt und Bauherren eher zusagt, stehen ihnen alle Möglichkeiten der optischen Gestaltung offen: Farbig lackiertes Holz ist für einen unbeteiligten Betrachter als solches kaum noch zu erkennen. Schlichtes, unbehandeltes Holz mit ebener Oberfläche wirkt hingegen schon für sich ausgesprochen neuzeitlich. Wer einen sehr modernen Baustil bevorzugt, bedient sich ungewöhnlicher Formen wie beispielsweise Rundungen. Eine spezielle Bauform führt zu beinahe futuristischer Architektur, wenn sie in einer Kombination mit Materialien wie Metall, Naturstein und viel Glas auftritt.
Es gibt verschiedene Techniken, ein Einfamilienhaus aus Holz zu bauen. Sie unterscheiden sich im konstruktiven Aufbau der Wände. Nicht jedes Holzhaus ist tatsächlich ein Massivholzhaus. Günstiger ist eine Balkenkonstruktion mit Beplankungen aus Holzplatten. Ist der Zeitplan für ein Bauvorhaben besonders straff, ist ein Fertigteilbau die Lösung. Hier kommen im Werk des Herstellers vorgefertigte Wandelemente im Ganzen auf die Baustelle, wie bei konventionellen Fertighäusern auch. Die Qualität der Module ist inzwischen so hoch, dass sich nur selten Schwierigkeiten bei der Montage der Bauteile einstellen. Für die Errichtung der Wände eines Holzhauses kommen folgende Bauarten in Frage:
Häuser mit Holzfassaden und Blockhäuser sind in verschiedenen Gemeinden nicht bewilligungsfähig. Da das Schweizer Baurecht nicht bundeseinheitlich geregelt ist, fallen die Vorschriften dazu in jedem Kanton anders aus. Wenn du auf der Suche nach einem Grundstück bist, auf dem sich ein Holzbau vom Architekten realisieren lässt, schau dich zuerst aufmerksam in der betreffenden Gegend um. In Siedlungen oder Strassen, wo sich bereits andere Holzhäuser befinden, sind auch weitere Baubewilligungen für Holzbauten zu erwarten. Natürlich wird dir ausserdem jedes Architekturbüro, das sich mit entsprechenden Projekten befasst, dazu Auskunft geben. Hast du bereits einen konkreten Baupartner im Sinn, wirst du auch dort Informationen darüber erhalten. Bevor du ein Grundstück kaufst, lohnt sich eine kurze Anfrage beim zuständigen Bauamt der betreffenden Gemeinde.
Carports, Gartenhäuser und Schuppen als Holzbau zu errichten, war immer schon überall üblich. Auch einen Anbau aus Holz wünschten Bauherren sich gelegentlich, zum Beispiel die klassische Holzveranda oder den Windfang am Hauseingang. Doch ganze Häuser aus Holz zu bauen, blieb lange den Regionen vorbehalten, in denen spezielle Haustypen aus Holz eine eigene Tradition haben. Meistens sind das waldreiche Gebiete mit eher ländlicher Struktur. Bekannt sind vor allem
Aktuell setzt sich der Holzbau zunehmend bei modernen Bauwerken durch. Immer öfter entstehen komplexe Gewerbebauten ganz aus Holz und auch im Brückenbau ist der natürliche Baustoff auf dem Vormarsch. In der Theorie sind der Holzbauweise kaum Grenzen gesetzt – von Holzachterbahnen hat schliesslich jeder schon einmal gehört.
Ein Einfamilienhausbau dauert in Holzbauweise nicht länger als in Massivbauweise mit Mauerwerk. Die Bodenplatte wird in gleicher Weise vorbereitet und gegossen, dabei gibt es keinen Unterschied. Wie viel Zeit für das Errichten der Holzwände selbst nötig ist, hängt von der Art der Ausführung ab. Mit einer einschaligen Blockwand lässt sich sehr viel Zeit sparen, ausserdem entfällt das Anbringen einer Wärmedämmung. Die Fassade ist damit auch schon fertig und Bauherren, die den Innenausbau ohne Verkleidung bevorzugen, sparen hier weitere Zeit ein. Trocknungszeiten, wie sie bei Mauerwerk und verputzten Wänden anfallen, entstehen nicht. Die Errichtung des Dachstuhls und das Eindecken unterscheiden sich wiederum nicht von anderen Bauweisen. Deswegen ist die Bauzeit eines Holzhauses grundsätzlich etwas kürzer als die von gemauerten Gebäuden, selbst wenn es sich nicht um ein Fertighaus handelt.
Holz ist ein natürlicher Baustoff, der wie kein anderer für Nachhaltigkeit steht. Zu seiner Herstellung sind keine industriellen Fertigungsprozesse nötig – im Gegensatz zur Herstellung von Beton und gebrannten Mauersteinen. Bei umweltbewusster Verarbeitung sorgt Holz für ein sehr gesundes Wohnumfeld. Das Fehlen jeglicher Schadstoffbelastung innerhalb des Wohnraums spricht vor allem umwelt- und gesundheitsbewusste Bauherren an. Holz, das für den Bau eines Einfamilienhauses zugelassen ist, muss eine bestimmte Qualität aufweisen. Sorgen über die Stabilität und Haltbarkeit von Holzbauten sind deshalb unangebracht. Wer sich historische Altstädte mit Fachwerkhäusern ansieht, dürfte schnell zu dem Schluss kommen, dass einige Häuser aus Holz tatsächlich Exemplare aus konventionellem Mauerwerk überdauern. Zu den Vorteilen von Holzbauten gehören ausserdem ihre hervorragenden wärme- und schalldämmenden Eigenschaften.
Vermieter gelten als wahre Künstler, wenn es darum geht, Wohnraum an den Mann zu bringen. Ihre Inserate führen attraktiv klingende Fachtermini auf, deren Zweckbestimmung allerdings erst nach eingehender Überprüfung plausibel wird. Einer dieser abstrakten Begriffe ist das Substantiv „Nutzfläche“. Da ein Mietobjekt ja zur Nutzung als Lebensraum benötigt wird, handelt es sich auf den ersten Blick um einen unauffälligen Begriff. Im schlechtesten Fall kann es aber sein, dass die 100 Quadratmeter grosse Nutzfläche, die als Wohnfläche dienen sollte, zur Hälfte aus Kellerräumen und Abstellkammern besteht. Eine uneinheitliche Definition macht es möglich und erfordert Sorgfalt vor der Unterzeichnung eines Mietvertrags.
Immer wieder sind Immobilien und Grundstücke bei Zwangsversteigerungen erhältlich, die deutlich unter dem Marktpreis ersteigert werden können. Die vorab erhältlichen Informationen über die Grundstücke sind aber vielfach nicht vollständig und ein Kauf ist mit Risiken verbunden. Welche das sind, was du beachten musst, wenn du ein solches Grundstück erwirbst, wie eine Zwangsversteigerung abläuft, wer mitbieten darf, warum ein Doppelaufruf für dich als Käufer von Vorteil sein kann – all das und weitere Informationen über Zwangsversteigerungen von Grundstücken erfährst du hier.
Welche Fläche eines Grundstücks darf ich in der Schweiz eigentlich bebauen? Wie gross darf mein Haus, wie gross die Geschossflächen werden? Wer ein Grundstück kauft und ein Haus bauen will, steht häufig vor Fragen wie diesen. In der Schweiz gibt es dafür klare Regelungen. Eine wichtige Kennzahl ist die Ausnützungsziffer. Wir erklären dir in unserem Ratgeber, was diese Ziffer bedeutet und wie du sie selbst berechnen kannst. Darüber hinaus erhältst du hilfreiche Tipps, zum Beispiel zu den Zonenplänen und weiteren Kennziffern, die beim Hauskauf und -bau relevant sind.
Der Böschungswinkel – aus wirtschaftlicher Sicht sollte er möglichst gross seinBeim Bau ist es wichtig, die Standsicherheit von Gruben zu gewährleisten. Andernfalls könnten alle Beteiligten schnell abrutschen. Sobald eine Baugrube tiefer als 1,25 Meter ist, müssen Böschungen erstellt werden. Dabei handelt es sich meist um sogenannte abgeböschte Wände. In der Schweiz gibt es strikte Regeln dazu, welchen Winkel diese Böschungen haben dürfen, den sogenannten Böschungswinkel. In diesem Beitrag erfährst du mehr dazu. Ausserdem informieren wir dich über den verwandten Reibungswinkel und darüber, wer dir beim Erstellen der korrekten Böschungsverhältnisse helfen kann.
In der Schweiz gibt es verschiedene Anforderungen für die Bebauung von Grundstücken. Unter anderem wird durch Verordnungen festgelegt, wie dicht gebaut werden darf und welchen Nutzen die Allgemeinheit haben soll. Für die Baudichteregelung werden vor allem zwei Kennziffern herangezogen: Ausnützungsziffer und Baumassenziffer. Beide Bestimmungen ergänzen sich gegenseitig. Deshalb sollten diese Verordnungen nie isoliert betrachtet werden. Die Baudichteziffern müssen einerseits die öffentlichen Interessen wahren, andererseits aber auch die Bedürfnisse von Privatpersonen beim Bauen und Wohnen abdecken. Hier erfährst du, was die Baumassenziffer bedeutet und welche Rolle sie beim Kauf eines Grundstücks sowie bei der Planung des Wohnraums spielt.
Wenn du ein Grundstück besitzt und dieses nicht selbst bebauen willst, kannst du mithilfe eines Baurechtsvertrags jemand anderem das Recht einräumen, auf diesem Grundstück ein Gebäude zu errichten. Baurechtsgeber und Baurechtsnehmer gehen mit diesem Vertrag eine langfristige Bindung ein. Der Abschluss eines Baurechtsvertrags hat für beide Vertragspartner Vorteile, aber auch Nachteile. Um Missverständisse zu vermeiden, solltest du dabei auf einige Vertragspunkte ein besonderes Augenmerk legen. Hier sind vor allem die Wahl des passenden Baurechtsmodells sowie die Ausgestaltung des Baurechtsvertrags von besonderer Bedeutung. In diesem Abschnitt erfährst du das Wichtigste, was du über den Baurechtsvertrag in der Schweiz wissen musst.