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Bebauungsplan – Regelung von Bauvorhaben mit Sondernutzungen

Der Bebauungsplan ist ein wichtiges Dokument der Stadtplanung in der Schweiz. Es handelt sich um ein Dokument, das eine bessere Bebauung in bestimmten Gebieten gewährleisten soll. Der Bebauungsplan ist somit ein verbindlicher Bauleitplan für Stadtteile oder bestimmte Gemeinden. Er wird von der zuständigen Gemeinde als Rechtsnorm beschlossen. Für dich als Bauherren ist es wichtig, vor dem Baubeginn zu überprüfen, ob und welche Bebauungspläne vorliegen. Im Bebauungsplan erfährst du, welche städtebauliche Ordnung für dein Grundstück und die Umgebung vorgegeben ist und woran du dich halten musst. In diesem Beitrag erfährst du mehr zum Thema.

Was ist ein Bebauungsplan?

Bebauungspläne sind verbindliche Bauleitpläne für bestimmte Teile des Gemeindegebiets. Es liegt nicht immer ein Bebauungsplan vor, jedoch sind vorhandene Pläne immer verbindlich für alle Bürger. Als Bauherr solltest du nicht nur die geltende städtebauliche Ordnung, sondern auch die rechtsverbindlichen Festsetzungen im Bebauungsplan deiner Region überprüfen. So kannst du entscheiden, ob weitere Massnahmen denkbar sind. Ein Bebauungsplan hat entweder den Massstab 1:500 oder 1:1.000. Er ermöglicht es, vom Zonenplan und von den Vorschriften des Bau- und Planungsgesetzes abzuweichen. Besonders für Sondernutzungen ist der Bebauungsplan daher sehr wichtig. In der Hierarchie der Planungsinstrumente ist dieser Plan mit dem Sondernutzungsplan gleich zu setzen. In der Schweiz gibt es insgesamt etwa 200 Bebauungspläne.

Wer entscheidet über die Ergebnisse im Bebauungsplan?

Der Bebauungsplan wird normalerweise vom Grossen Rat, der Gemeindeversammlung oder dem Stadtrat festgelegt. In seinen Sitzungen diskutiert das Komitee über Sondernutzungen, Stadtteilprojekte und geplante Änderungen, die dann im Bebauungsplan festgehalten werden. Auch für die Änderung oder Aufhebung eines Bebauungsplans ist die örtliche Regierung zuständig. Wenn du als Bauherr durch einen Bebauungsplan in deinem Vorhaben gestört wirst, kannst du Einsprache erheben. Dies geht während der sogenannten Planauflage, in der der Plan öffentlich einsehbar ist. Innerhalb einer Frist von 30 Tagen kannst du dich melden und begründen, warum du gegen den Plan bist. Sollten deine Gründe nicht ausreichen, wird der Plan normalerweise trotzdem beschlossen. In diesem Fall hast du nur die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Bürgerinnen und Bürgern eine Petition zu starten, um andere Ergebnisse zu erzielen.

Sind Stadtteilprojekte im Bebauungsplan enthalten?

Stadtteilprojekte sind ein wichtiger Grund für Sondernutzungs- und Bebauungspläne. Im Rahmen der Raumplanung können Gemeinde und Stadträte beschliessen, dass bestimmte Stadtteile

  • eine Kulturförderung
  • eine besondere Energieversorgung
  • weitere Dienstleistungen

erhalten können, die in der ursprünglichen Nutzungsplanung nicht vorgesehen sind. Im Leitfaden für Bebauungspläne des Stadtrats erhältst du weitere Informationen zum Thema Stadtteilprojekte.

Wie gehe ich bei einem geltenden Bebauungsplan vor?

Bebauungspläne haben die Ziele,

  • massgeschneiderte Lösungen für komplexe Aufgaben zu bieten,
  • die Siedlungsqualität zu erhöhen
  • vorhandene Grundstücke passend zu erschliessen

Wenn für dein Baugrundstück ein Bebauungsplan gilt, ist dies zunächst einmal positiv. Denn normalerweise erlaubt es dir dieser Plan, über den Ortsplan hinaus bestimmte gestalterische Entscheidungen zu treffen. Informiere dich vor Baubeginn darüber, ob in deiner Gemeinde ein Bebauungsplan gilt und welche Bestimmungen dieser enthält. Mithilfe deiner Bauleitplanung und dem Architekten kannst du deine eigenen Pläne dann anpassen, um allen Pflichten des Bebauungsplans zu entsprechen.

Sollte ich für mein Bauvorhaben den Stadtrat konsultieren?

Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, das Bauvorhaben vor Baubeginn gründlich abzusprechen. Solange du dich als Bauherr an alle geltenden Bestimmungen hältst, bist du auf der sicheren Seite. Da das zuständige Bauamt dein Bauvorhaben genehmigen muss, wirst du automatisch darüber informiert, ob du dich im Rahmen der Regelungen bewegst. Darüber hinaus solltest du dich über jede neue Entwicklung, wie etwa einen neuen Bebauungsplan, informieren. Bei bestimmten Fragen kannst du den Gemeinderat oder Mitglieder des Stadtrats kontaktieren. Dies geht entweder mit einer einfachen Anfrage, die eine private schriftliche Antwort mit sich bringt, oder mit einer Interpellation. Bei der Interpellation erhältst du eine öffentliche Antwort bei der nächsten Sitzung. Dies bietet sich vor allem bei Fragen von allgemeinem Interesse an.

Welche weiteren Planungsinstrumente gibt es im Baugesetz der Schweiz?

Laut der Schweizer Baudirektion solltest du alle vorhandenen Ergebnisse des Baugesetzes berücksichtigen. Dies ist zunächst einmal der Flächennutzungsplan, der Vorgaben für ganze Gemeinden macht. Es handelt sich um ein verbindliches Lenkungsinstrument, das die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung steuert und optimale Bodennutzung garantieren soll. Darüber hinaus gibt es den Bebauungsplan als verbindlichen Bauleitplan für Gemeinden. Weitere Sondernutzungspläne und Regelungen für deinen Kanton findest du im Internet. Zudem kannst du dich auch bei deiner Gemeinde oder beim Stadtrat über aktuelle Ergebnisse aus Debatten und Petitionen informieren, um auf dem neuesten Stand in Bezug auf das Baugesetz zu bleiben.

Welche Regelungen gibt es für Gemeinden mit Partnerstädten?

Partnerstädte sind nicht direkt vom Bebauungsplan betroffen. Jedoch lassen sich viele Städte von ihrer Partnerstadt inspirieren, was die Bebauung angeht. Da die meisten Partnerstädte in anderen Ländern liegen, müssen die jeweiligen Regelungen berücksichtigt werden. Ein Bebauungsplan macht besondere Projekte möglich. Zudem ist neben der Kulturförderung auch eine Entwicklung von Stadtteilprojekten im Rahmen des Bebauungsplans denkbar. So können Stadträte zum Beispiel einen Antrag darauf stellen, von Partnerstädten zu lernen und den Plan für bestimmte Stadtteile anzupassen.

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