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Bauernhaus renovieren: Wie der romantische Traum vieler Bauherren Wirklichkeit wird

Bauernhaus renovieren: Wie der romantische Traum vieler Bauherren Wirklichkeit wird

Ein Haus auf dem Land mit dem ganz eigenen Flair historischer Gebäude ist ein Wohntraum, den sich nicht viele Bauherren verwirklichen können. Zu solchen Anwesen gehören oft riesengrosse Grundstücke, die früher zur landwirtschaftlichen Nutzung dienten. Zu den Nachteilen alter Bauernhäuser gehört deswegen ganz klar, dass sie recht teuer sein können, obwohl die Erwerber anschliessend noch einmal viel investieren müssen, um sich ein komfortables Zuhause zu schaffen. Doch die Einzigartigkeit vieler historischer Bauernhäuser ist vielen Bauherren den Aufwand wert, sodass sie Modernisierung und Umbau gern auf sich nehmen.

Welche alten Bauelemente sind erhaltenswert?

Wenn du den Charakter des historischen Gebäudes erhalten willst, gelingt dies am schönsten, indem du einige alte Bauelemente im Haus belässt, die später richtige Hingucker sind. Das kann beispielsweise ein alter Kachelofen sein oder auch die alten Innentüren. Oft sind die unter vielen Lackschichten verborgen, aber ein fachkundiger Schreiner kann sie aufarbeiten und ihre ursprüngliche Schönheit wieder hervorholen. Bei alten Fenstern und Aussentüren funktioniert das leider wegen der fehlenden Wärmedämmung meistens nicht.

Wie lässt sich die Dämmung für ein altes Bauernhaus herstellen?

Alte Häuser auf dem Land sind häufig aus Holz errichtet worden – viele sogar in Fachwerkbauweise. Die beste Wärmedämmung für solche Häuser unterscheidet sich oft erheblich von einer konventionellen Kompaktfassade (vollflächig angebrachte Hartschaumplatten), wie du sie von der Mehrheit aller Gebäude kennst. Holzhäuser lassen sich entweder mit einer zweischaligen Fassade dämmen oder du kannst auf eine innenliegende Dämmung ausweichen. Eventuell musst du das sogar, weil Denkmalschutzvorschriften nichts anderes zulassen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Dämmung nach dem aktuellen Stand der Technik anzubringen:

  • Einblasdämmung für Hohlräume
  • Dämmplatten aus Lehm
  • Holzfaserplatten

Legst du Wert auf ökologisch sinnvolle Baustoffe, sind Dämmungen aus Holz und Lehm perfekt für dich.

Was ist bei der Renovation einer Scheune wichtig?

Es ist üblich, bei der Renovation alter Bauernhäuser auch die Scheune umzubauen und neuen Wohnraum daraus zu errichten. Das hat einen eigenen Charme, denn während die Räume in Bauernhäusern oft sehr niedrig sind, ist die Scheune deutlich höher. Schliesslich haben die Vorbesitzer hier oft Fuhrwerke untergebracht und vielleicht sogar noch einen Heuboden errichtet. Grosse Scheunen sind geradezu prädestiniert, um einen Innenausbau mit mehreren Etagen vorzunehmen. Besonders attraktiv finden viele Bauherren eine Bauweise, die eine offene Galerie für die obere Ebene vorsieht. Räume, die auf diese Weise entstanden sind, eignen sich besonders gut als Wohn- und Gesellschaftsräume. Die hohen Decken und der offene, weiträumige Stil bilden dann einen reizvollen Gegensatz zu den anderen eher kleinen Räumen des Hauses.

Wann ist eine Sanierung sinnvoll?

Wenn du ein altes Bauernhaus renovieren willst, um ein Wohnhaus nach heutigem Baustandard zu errichten, wird es selten bei einer reinen Renovation bleiben. Eine Sanierung umfasst Elemente der Modernisierung und der Instandhaltung und ist dadurch natürlich sehr viel teurer als eine einfache Renovation. Doch eine Sanierung, die auch die Senkung des Energieverbrauchs – hauptsächlich zum Heizen – zum Ziel hat, kann sich finanziell durchaus lohnen. Zum einen sinken dadurch deine künftigen Betriebskosten und zum anderen kannst du verschiedene Förderprogramme zur Energieeinsparung nutzen und so staatliche Subventionen erhalten. Ein Architekt oder ein Energieberater hilft dir, das richtige Förderprogramm für die energetische Sanierung deines Altbaus zu finden.

Welches Vorgehen empfiehlt sich für die Reihenfolge der Baumassnahmen?

Es gibt keinen standardisierten Ablaufplan, der für jedes Bauvorhaben dieser Art passen würde. Wenn du ein Bauernhaus renovieren willst, finden die Arbeiten aussen und innen weitgehend unabhängig voneinander statt und müssen zeitlich nicht unbedingt aufeinander abgestimmt sein. Bei einer Sanierung, die Eingriffe in die Bausubstanz beinhaltet, sind die Arbeiten an der äusseren Gebäudehülle zuerst auszuführen. Hier arbeitest du dich von aussen nach innen vor – also etwa von der Wärmedämmung bis zum Verlegen der Teppichböden. Ein anderes Vorgehen erhöht nur Kosten und Bauzeit.

Welche Probleme kann ein Altbau bedeuten?

Wenn du ein Bauernhaus renovieren willst, musst du damit rechnen, dass dabei Dinge zum Vorschein kommen, mit denen niemand rechnen konnte. Sehr alte Häuser haben die Erbauer nicht aus genormten Bauteilen errichtet, sondern häufig nach Notwendigkeit aus den Baustoffen, die sie gerade zur Hand hatten. Nicht selten haben sie dabei improvisiert und nicht alle lebten im Überfluss. Für viele Baumassnahmen musste die sparsamste Ausführung ausreichen, sodass beispielsweise der Dachstuhl des Hauses vielleicht keine zusätzlichen Lasten aufnehmen kann. Eine zeitgemässe Wärmedämmung und Dachdeckung lässt sich dann nur mit speziellen Mitteln und einem angepassten Vorgehen herstellen. Das gleiche gilt für Wände und Geschossdecken. Eine sorgfältige Bestandsanalyse durch den Architekten sollte deshalb Grundlage jeder Planung sein, wenn du ein altes Bauernhaus renovieren möchtest – besonders, wenn du eine Aufstockung planst.

Welche Handwerker sollten ein Bauernhaus umbauen?

Bei der Renovation oder Sanierung von Altbauten in ländlicher Gegend ist es am besten, auf ortsansässige Handwerker zurückzugreifen. Bauweise und ursprünglich verwendete Baustoffe können regional sehr unterschiedlich ausfallen. Deswegen ist es hilfreich, wenn du lokale Handwerker beauftragst, die sich mit der ortsüblichen Bauweise und Architektur gut auskennen. Gerade auf dem Land ist es gut möglich, dass du einen Zimmermann findest, der der Urenkel des Zimmerers ist, der das Bauernhaus ursprünglich gebaut hat.

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