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Die barocke Epoche in der europäischen Kunstgeschichte besteht aus vier Unterepochen und umfasst den Zeitraum zwischen 1600 und 1770. Dazu gehören:
Die Art der Gestaltung betraf besonders die architektonische Bauweise, den Malstil, die Musikrichtung und den Möbelbau. Hier galt es nicht mehr, wie zuvor in der Renaissance, ein Gleichmass der Gestaltung zu erreichen, sondern es ging um sehr individuell verarbeitete Elemente, die plastisch und malerisch schmückend Dekorationen mit Verschnörkelungen, Blätterranken, Blattgold oder ähnliche Schmuckelemente enthielten. Dadurch vermittelten Treppen, Möbel, Leuchter und Kunstgegenstände eine einmalig dynamische und heute sehr edel und elegant erscheinende Wirkung. Der Barock kennzeichnet sich in der künstlerischen Entfaltung auch durch eine starke Tendenz zum Überschwang mit kraftvoller Bewegung. Malerei, Architektur, Plastik und Kunsthandwerk befruchteten sich dabei gegenseitig. Auch die Gartenkunst erblühte im Barockzeitalter.
Die prachtvollen und aufwendig gefertigten Möbelstücke der Barockzeit zeichnen sich durch typische Merkmale aus:
Barockmöbel umfassen Sessel, Sofas, den Armlehnstuhl, der an einen Thron erinnert, aber auch Spiegel, Bilderrahmen, Tische, Kommoden und andere Accessoires. Gleiches gilt für Einrichtungsmöglichkeiten für die Böden und Wände im Wohnzimmer. Wenn Räume in dieser Form dekoriert werden, schimmert der Barockstil durch die gesamte Innenarchitektur. So können auch Decken und Wände mit barocken Tapeten aus Brokat gestaltet werden oder Stuckleisten einen barocken Charakter hervorheben. Ein Raum, der nach barockem Vorbild verziert ist, zeigt viel goldene Farbe, aber auch Perlmutt oder Marmor. Dazu erhellen Spiegel die gesamte Einrichtung und erweitern zusätzlich den Raum.
Barockmöbel entstanden in der Zeit prunkvoller Paläste, als der Sonnenkönig Ludwig XIV. regierte und neben dem Louvre das beeindruckende Schloss Versailles bauen liess. Schon an diesem Gebäude lassen sich die typischen Stilelemente erkennen. Ein goldenes Tor gehört ebenso dazu wie die luxuriöse Inneneinrichtung. Andere Schlösser wurden dieser Residenz nachempfunden. Sie waren ideale Vorzeigebauten ihrer Zeit. Darunter befinden sich die Schlösser in Wien oder Würzburg. Für Sitzmöbel galt der Trend, sie in ihrem Design an den jeweiligen Raum anzupassen, entsprechend ein eigenes Thema pro Raum oder Saal zu wählen. Barockmöbel mussten nicht mehr transportierbar sein, sondern wurden so gefertigt, dass sie mit der Wand-, Decken- und Bodengestaltung harmonierten und so ein Gesamtkunstwerk ermöglichten. Ähnlich wie heute moderne Designvarianten den Charakter des Haus- oder Wohnungsbesitzer kennzeichnen, war auch die Stilepoche des Barock eine Zuschaustellung von Reichtum und Macht durch Möbel und Prunk. Je aufwendiger die Einrichtung war, desto höher war das adlige Ansehen. Barockmöbel erkennst du am üppigen Dekor, an den Verzierungen, Ranken, Blüten und Figuren. Oftmals wurden diese Motive aus der Mythologie ausgewählt. Dazu haben Sessel und Sitzmöbel im Barockstil eine dicke Polsterung, wirken geschwungen und pompös zugleich. Sie gehören zu einer aufwendig gestalteten Einrichtung, die in der modernen Zeit durch Designer wiederbelebt wird. Typische Merkmale sind:
Designer bieten auch heute wunderschöne Nachahmungen von Barockmöbeln, die im Preis auch etwas überschaubarer sind. Du wählst aus wertvollen Holzmaterialien wie Mahagoni ebenso wie aus einem Sortiment von Möbeln, die aus Eiche oder Fichte bestehen. Vor allem geht es darum, das typische Aussehen solcher Sitzmöbel nachzuempfinden. Das kann auch moderner ausfallen, etwa statt mit Satin mit Kuh- oder Zebrafell. Die Kategorien der Barockmöbel reichen über das einfache Vintage hinaus. Natürlich kannst du auch echte Antiquitäten wählen, wie Tische oder Kommoden. Neue Barockmöbel aus der Hand von Designern zeigen den Prunk durch satte Farben, Edelsteine und wertvolle Polsterungen. Schon in der Barockzeit amten Handwerker die glamourösen Sitzmöbel nach, indem sie Bronze statt Gold oder bemaltes Holz statt Stuckmarmor verwendeten. Daher stammt die Redewendung: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Wenn du deine Wohnung oder einzelne Zimmer im Barockstil einrichten möchtest, kannst du modernes Design mit dem barocken Stil kombinieren. Natürlich sollten auch Wände, Decken und Boden auf die Einrichtung abgestimmt sein. Es bringt wenig, wenn du einen vergoldeten Armlehnstuhl in einem mit Möbeln vollgestellten Zimmer platzierst, wo seine Pracht untergeht. Dagegen passen Barockmöbel in viele moderne Raumsituationen und bereichern die Einrichtung. Sie überzeugen immer durch Luxus und Exklusivität, sind detailverliebt, elegant und formenreich. So erhält deine Wohnung den Effekt der Einzigartigkeit, wobei eine stilvolle Kombination ähnlicher Möbel dazugehört. Dein Schlafzimmer kannst du mit einem breiten Barockbett aus Holz und Polster gestalten, das Wohnzimmer mit Sessel und Sitzmöbel, die eine elegant geschwungene Form aufweisen und gleichzeitig Luxus und Gemütlichkeit vermitteln. Selbst im Esszimmer kommen Tische aus Massivholz und mit barocken Stühlen grossartig zur Geltung.
Barockmöbel gelten auch in moderner Ausführung von verschiedenen Designern als Luxusmöbel. Daher ist die Reinigung der Polsterung etwas aufwändiger und erfolgt am besten professionell. Gerade bestimmte Tropenhölzer, Seide, Satin und Samt benötigen eine sorgfältige Reinigung. Das betrifft echte und antike Möbel. Staubige Polster kannst du mit etwas Essigwasser selbst säubern. Für Flecken oder Verfärbungen auf dem Sofa nimmst du Soda oder Natron. Da die Materialien jedoch meistens sehr hochwertig sind, ist eine professionelle Polsterreinigung empfehlenswert. Einfacher gelingt dir die Reinigung barocker Accessoires. Dazu gehören handgefertigte Kronleuchter, Spiegel, Bilderrahmen, Säulen oder Wandverzierungen.
Ihre einmalige und edle Wirkung erhalten barocke Sitzmöbel, Kommoden, Tische und Stühle durch sehr hochwertige Materialien. Dazu gehören kostbare Hölzer wie Mahagoni, Nussbaum oder Rosenholz und Polsterungen aus edlen Textilien wie Seide, Damast, Samt, Brokat und Jacquard. Schmückender Dekor besteht oft aus Elfenbein, Gold, Edel- und Halbedelsteinen.
Sobald sich im Frühling die ersten Sonnenstrahlen zeigen, lockt es uns nach draussen auf den gemütlichen Balkon oder die Terrasse. Befindet sich am Balkongeländer ein Sichtschutz, dann sorgt das für die richtige Wohlfühlatmosphäre mit mehr Privatsphäre, Sonnenschutz und vielen weiteren Vorzügen. Wir zeigen dir die praktischen Seiten von Balkonverkleidungen auf und in welchen Kategorien der Sichtschutz erhältlich ist.
Der Estrich verschwindet unter dem Bodenbelag und doch kommt ihm eine wichtige Funktion zu. Er lässt die Rohre und Kabel des Rohbaus unsichtbar werden und gleicht die Unebenheiten der Betonplatte aus. Ist dieser ebene Untergrund ausgehärtet, werden Parkett, Fliesen oder Laminat darauf ausgelegt. Meist kommen drei Estricharten zum Einsatz: der Anhydritestrich, der Zementestrich oder der Trockenestrich. Welcher Estrich sich besser für ein Einfamilienhaus eignet, darüber sind sich auch Architekten oft nicht einig. Fakt ist: Alle Varianten haben Vor- und Nachteile. Wir beantworten dir in diesem Artikel die wichtigsten Fragen rund um den Anhydritestrich und wann sein Einbau empfehlenswert ist.
Neue Bodenbläge und Sockelleisten verschaffen Räumen eine wohnliche und einladende Optik. Bei der Verlegung müssen allerdings die Dehnungsfugen richtig berechnet und ausgeführt werden. Das gilt für Fliesen, Holz, Parkett, Laminat, Kork und viele andere Beläge. Arbeitsfugen gleichen Bewegungen im Untergrund aus, die zum Beispiel durch Temperaturwechsel entstehen können. Wenn sich die Materialien ausdehnen und zusammenziehen können, werden Risse und andere Schäden vermieden. Die Bewegungsfugen bestehen in der Regel aus einer elastischen Fugenmasse. Am häufigsten wird Silikon verwendet. Im Folgenden erfährst du, wie du mit einer fachgerechten Dehnungsfuge Druck- und Zugspannungen in Böden minimierst und für eine gute Querkraftübertragung sorgst.
Der Sakralbau hat eine wesentliche Bedeutung im architektonischen Gefüge und in der Entwicklung einer Region. Er ist Ausdruck seiner gemeinschaftsstiftenden Funktion, zeugt von Macht und Stärke, demonstriert Wehrhaftigkeit. In vergangenen Jahrhunderten bildeten Kirchen- und kultische Bauten zusammen mit Gebäuden weltlicher Macht das Zentrum von Stadt oder Dorf. Heute zeugen Sakralbauten von der Geschichte, spiegeln die Entwicklung ganzer Völker, geben Aufschluss über Kunst-, Bau- und Handwerkstechniken. Für viele Menschen geht ihre Bedeutung weit über die historische Herkunft und kulturelle Informationen hinaus. Sie sehen in einem Sakralbau vor allem den Ort des Kultus, der ihnen zur Ausübung ihrer Religion und Andacht dient.
Die Bauplanung in der Schweiz ruht auf einem zentralen Grundsatz: der Trennung von Baugebieten und Nichtbaugebieten. Für die Natur, aber auch für die Landwirtschaft, hat diese Regelung Vorteile. Wer ausserhalb der Bauzone trotzdem bauen will, für den gibt es eine Reihe von Vorschriften, Regelungen und Voraussetzungen zu beachten. Wie und wann der Bau ausserhalb der Bauzone vielleicht doch zustande kommt, das schauen wir uns einmal näher an.
Die Architektur der alten Griechen bot nicht nur riesige Tempel, Bäder und Prachtbauten, sie folgte auch einem spezifischen ästhetischen Sinn. Das Erscheinungsbild eines Gebäudes war von wunderschönen Frauenstatuen geprägt, die Karyatiden genannt wurden und die die Lastenträgerinnen des Dachgiebels waren, ähnlich wie Atlanten, die die Aufgabe in männlicher Form erfüllten und die Welt trugen. Später übernahmen Architekten in Anlehnung griechischer Vorbilder die weibliche Statue und stellten sie teilweise auch mit entblösster Brust oder gerafftem Tuch dar. Im antiken Griechenland dagegen trugen sie immer lange Gewänder.