Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Ein Sakralbau ist ein Ort des Kultus, Ritus oder einer Religion. Seit der Steinzeit werden überall auf der Welt rituelle Orte gestaltet. Das älteste bekannte Monument sind die Steinkreise von Göbekli Tepe in Anatolien, die vor etwa 10.000 Jahren anscheinend als rituelle Schädelstätte angelegt wurden. Bei den ältesten bisher entdeckten Kunstwerke, den Höhlenmalereien aus Abri Castanet, die auf ein Alter von 37.000 Jahren geschätzt werden, gehen Wissenschaftler in der Deutung ebenfalls von kultisch-religiösen Darstellungen aus, die in der direkten Lebensumgebung, einer Höhle, entstanden. Entsprechend dem Entwicklungsstand einer Gesellschaft unterschieden sich die Religionen in Bedeutung, Gestaltung, Funktion und äusserer Darstellung. So sind die Tempel der Antike imposante Beispiele einer hoch entwickelten Gesellschaft, die stilbildend über alle Zeiten hinweg bis in die europäische Gegenwart wirken.
Alle Religionen und Kulte bilden spezifische Formen der Darstellung aus. Nach ihrer Religion, Funktion und Ausführung können Sakralbauten unterschiedliche Bedeutung haben. Die bekanntesten Formen sind:
Hinzu kommen im Christentum Klöster und Komtureien. In allen Religionen werden bis heute Grabstätten und Friedhofsanlagen sakral gestaltet. Auch weltliche Bestattungsorte sind durch Züge der Sakralarchitektur geprägt. In ihren Bedeutungen differieren die Bauten. Neben der Ausübung der Religion dienen sie auch als sichtbare Zeichen der Macht, wurden zum Erhalt staatlicher Ordnungen oder als sakrale Gegenentwürfe zum weltlichen Anspruch gestaltet. Turmhöhe, Kunstfertigkeit und Kostbarkeit der Baustoffe sollten den Machtanspruch für alle sichtbar belegen. Während Wehrkirchen und Kirchenburgen mit ihren massiven Mauern zur tatsächlichen Abwehr von Feinden angelegt wurden.
Kategorisiert werden Sakralbauten nach ihrer Funktion. Eng mit dem individuellen und gesellschaftlichen Leben verbunden, lassen sich verschiedene Kategorien benennen, die für alle grossen Religionen und Kulte gelten:
Die bauliche Ausführung erfolgt spezifisch nach Glaubensrichtung, materiellen Möglichkeiten, geographischen Bedingungen, den Besonderheiten der Zeit und dem individuellen Vermögen der Architekten und Bauleute.
Als grösste Tempelanlage der Welt gilt der Angkor Wat in Kambodscha. Die eindrucksvolle Anlage gehört zu den Tempeln von Angkor. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Angkor Wat nach dem Ende des 12. Jahrhunderts gebaut wurde. Insgesamt misst das Areal 1,5 mal 1,3 Kilometer und gilt als Abbild des Universums. Ein gewaltiger Wassergraben wurde als Ur-Ozean errichtet. Im Zentrum steht ein Tempel mit fünf Lotusblüten-Türmen. Angkor Wat galt als Staatstempel des Königs und sollte wohl auch als Ruhestätte dienen. Verschiedene Kategorien überschneiden sich: Die Bauwerke waren Orte der Machtdemonstration, denn König Suryavarman II. hatte das Reich der Khmer gewaltig gestärkt. Verehrt wurde der Hindu-Gott Vishnu. Gleichzeitig wurden die Gebäude jedoch nach Westen ausgerichtet. Diese Himmelsrichtung war dem Todesgott Yama vorbehalten, sodass Angkor Wat auch ein Ort des Abschieds, der Erinnerung und des Todeskultes ist. Zu den grössten Kirchenbauten christlicher Architektur gehört der Petersdom im Vatikan in Rom. Die Basilika St. Peter umfasst eine Fläche von 20.139 Quadratmetern und ist sowohl eine Memorialkirche für den Apostel Petrus als auch Grabstätte der Päpste. Im 16. Jahrhundert wurde mit ihrem Bau begonnen, da Papst Julius II. seine Macht in einem gewaltigen Grabmal demonstrieren wollte.
Als höchste Kirche der Welt gilt das Ulmer Münster. Ende des 14. Jahrhunderts wurde der Grundstein gelegt, um eine römisch-katholische Kirche für die Stadt zu bauen. Doch zogen sich die Bauzeiten sakraler Bauwerke dieser Dimension im Regelfall über mehrere Generationen von Architekten hin. Nach Beendigung der ersten Bauperiode im 16. Jahrhundert entschied die Bürgerschaft sich für eine evangelische Kirche. Fertig gebaut wurde das Ulmer Münster erst im 19. Jahrhundert, wobei der Hauptturm mit 161,53 Meter den Kölner Dom mit 157 Metern Höhe überragt. Das Wetteifern der Architekten war nicht nur eine Sache der Gotik, sondern blieb auch im 19. Jahrhundert mit seinen besseren technischen Möglichkeiten und Werkzeugen ein Thema, das die Handlungen der Auftraggeber und Architekten bestimmte.
Während profane Bauwerke weltlichen Aufgaben gewidmet sind, werden Sakralbauten zu religiösen Zwecken errichtet. Dabei haben sich bei allen Religionen spezifische ikonische Formen herausgebildet, die ein Sakralgebäude als solches kennzeichnen. Bauten, bei denen sich profane und sakrale Funktionen überschneiden, wie Pfarrhäuser oder Schulen, werden durch bewusst gesetzte architektonische Insignien gekennzeichnet.
Sakrale Bauten berichten von der Entwicklung einer Gesellschaft, von ihrem Wandel und ihren Kontinuitäten. Die Projekte wurden oft über lange Zeiträume geplant und mit grossem Aufwand ausgeführt. Von der Grundsteinlegung bis zur Errichtung der Kuppel waren Architekten, Handwerker, Künstler aller Couleur tätig und arbeiteten Hand in Hand, um ein Gesamtkunstwerk im Rahmen der vorgegebenen Kategorien zu schaffen. So entstanden Kleinode wie die Kapelle Maria zum Schnee auf der Bettmeralp oder die gewaltige Kathedrale von Reims in ihren nationalen sowie historischen Besonderheiten.
Die Begrünung von Gebäuden bietet selbst in grossen, eng bebauten Städten die Chance, grüne Oasen zu schaffen. Begrünte Fassaden tragen zur Verbesserung der Luftqualität bei und schaffen als vertikale Gärten wertvollen Lebensraum für Vögel, Insekten und Kleintiere. Das Grün an den Wänden sieht nicht nur attraktiv aus, im Winter senkt es auch den Energieverbrauch und im Sommer schützt es vor Hitze. Wir informieren über Vor- und Nachteile, stellen geeignete Pflanzen vor und zeigen dir, welche Aspekte der Fassadenbegrünung in die Planungsgrundlagen einfliessen sollten.
Ein Blitzschlag kann in Gebäuden zu erheblichen Schäden führen. Ohne Blitzschutzanlage können durch Überspannungen technische Geräte zerstört werden. Auch ein Hausbrand ist aufgrund der enormen Hitzeentwicklung eines Blitzes möglich. Ein modernes Blitzschutzsystem leitet hingegen den Strom ab, sodass er Gebäude und Einrichtung nicht schädigen kann. Die auf dem Dach installierten Anlagen erhöhen die Sicherheit. Sie bestehen aus einer Fangeinrichtung und einer Erdungsanlage. Die Schutzinstallation ist weder aufwändig noch kostenintensiv. Im Folgenden erfährst du, wie du dein Haus effektiv gegen Blitzschlag schützt.
Flachdächer sind praktisch und überzeugen mit einem eleganten Design. Jedes Flachdach braucht aber eine zuverlässige Notentwässerung. Sie sorgt dafür, dass sich Regenwasser nicht auf den Dachflächen aufstaut und zum Problem wird. Wenn die Entwässerung nicht richtig funktioniert, drohen Undichtigkeiten oder das Wasser fliesst über die Fassade ab. Im schlimmsten Fall ist auch die Stabilität des Daches gefährdet, denn aufgestautes Regenwasser bedeutet eine zusätzliche Gewichtsbelastung. Im Folgenden erhältst du einige Tipps und Informationen über moderne Entwässerungstechniken für Flachdächer.
Für viele Menschen stellt der Bau oder der Kauf einer eigenen Immobilie einen wichtigen Meilenstein in ihrem Leben dar und ist meist finanziell und emotional ein grosser Schritt. Um möglichst reibungslos endlich den Schlüssel zum Wohneigentum zu übernehmen, steht abschliessend die Bauabnahme an. Sie sollte gut vorbereitet sein, sodass es später nicht zu bösen Überraschungen kommt. Alles Wissenswerte rund um das Thema gibt es hier.
Wenn du die Leitungen und Rohre in deinem Haus oder Gebäude regelmässig überprüfen lässt, kannst du ziemlich kostenintensive Schäden verhindern. Wenn ein Rohr nämlich erst einmal defekt ist, dann ist eine Rohrsanierung in der Regel unerlässlich. Ein sehr beliebtes und effektives Verfahren für eine solche Rohrsanierung – insbesondere bei längeren Leitungsstücken – ist die sogenannte Inliner Sanierung. In diesem Artikel erfährst du, was genau eine Inliner Sanierung ist und wie diese Art der Sanierung durchgeführt wird.
Ganz egal, ob die Stufen steil und schmal oder breit und flach sind: Treppensicherheit ist wichtig, und deshalb sollten Treppen wie auch Rampen mit einem Handlauf gesichert werden. Aber gibt es Vorschriften, wie genau der Handlauf der Treppe bei Einfamilienhäusern aussehen sollte? Welche Höhe brauchen Brüstungen, und müssen an beiden Seiten Handläufe angebracht werden? Welche Vor- und Nachteile haben die Materialien? Diese und mehr Fragen beantworten wir im Folgenden.