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Machbarkeitsstudien – nicht nur bei Bauprojekten die Grundlage für unternehmerischen Erfolg

Machbarkeitsstudien – nicht nur bei Bauprojekten die Grundlage für unternehmerischen Erfolg

Die Umsetzung von Projekten muss sich an der Realität messen lassen. Dennoch können viele Fragen über eine theoretische Betrachtung gelöst werden. So genannte Machbarkeitsstudien zielen darauf ab, die Durchführung einer Idee verlässlich zu untersuchen. Dabei kommen rationale Entscheidungskriterien zum Tragen, die das Risiko für die Verantwortlichen minimieren. Ein solches Instrument ist ideal für eine komplexe und aufwändige Projektplanung, wie etwa für Bauvorhaben. Hier erfährst du, in welchem Teil einer Projektentwicklung eine solche Machbarkeitsanalyse vorkommt und welche Aspekte sie beinhaltet. Auch findest du hier Informationen zu ihren Grundlagen und Grenzen.

Was sind Machbarkeitsstudien?

Kochst du gut und gerne und möchtest dein Hobby zum Beruf machen? Oder: Willst du dein Unternehmen um einen neuen Geschäftsbereich erweitern? Dann sind Machbarkeitsstudien genau das Richtige für dich. Mit diesen Verfahren schaffst du eine Entscheidungsgrundlage, ob eine Idee wirtschaftlich und unternehmerisch fundiert ist oder ob sie zu Misserfolg führt. Du verhinderst nicht nur das berüchtigte Lehrgeld beziehungsweise Fehlinvestitionen; vielmehr identifizierst du Risiken und sorgst für einen reibungslosen Ablauf. Machbarkeitsstudien lassen sich für nahezu jedes Projekt verwirklichen. Sie werden auch als Machbarkeitsanalysen und Projektstudien bezeichnet.

In welchem Entwicklungsstadium eines Projekts erfolgt eine Machbarkeitsstudie?

Manager und Verantwortliche setzen Machbarkeitsstudien bei beliebigen Prozessen ein. Die Studien untersuchen, ob eine Idee eine Aussicht auf Erfolg hat. Eine der wesentlichen Fragen lautet daher: Wird mein Vorhaben funktionieren? Eine solche Analyse gibt dir die grobe Richtung vor. Sie ist vor der eigentlichen Projektumsetzung idealerweise vollständig abgeschlossen. Oder anders ausgedrückt: Wurde die Vorstudie nicht vollständig beendet, kann die Entwicklung eines Projekts gehemmt sein. Für die Fragen, ob und auf welche Weise ein Projekt durchzuführen ist, werden innerhalb der Studie Lösungen erarbeitet.

In welchen Bereichen ausserhalb der Architektur treffe ich auf Machbarkeitsstudien?

Machbarkeitsstudien werden vor allem bei komplexen Projekten und Vorhaben mit einem hohen Finanzierungsaufwand eingesetzt. Bei diesen Ideen ist die Durchführbarkeit von einer ganzen Reihe an Faktoren abhängig und aufgrund von Unwägbarkeiten oft einem grossen Risiko ausgesetzt. Deshalb arbeitet an Architekturplänen eine Vielzahl an Experten mit. Aspekte, die hier zum Tragen kommen, umfassen etwa:

  • Raumaufteilung
  • Einbindung in das örtliche Umfeld
  • statische Gegebenheiten
  • Dämmung
  • Lichteinfall
  • Energieeffizienz

Demgegenüber lassen sich bei kleinen und privaten Plänen die Rahmenbedingungen meist sehr gut überblicken. Gängig sind die Studien meist in unternehmerischen Projekten. Ferner können auch staatliche und soziale Institutionen das praktische Instrument in der Frühphase jeder Entwicklung einsetzen, um Hemmnisse und Hindernisse auszuschliessen. Beispiele für einschlägige Bereiche sind etwa die Umstellung auf ein einheitliches IT-System, der Neubau einer Produktionsstätte oder die Aufnahme einer neuen Kleidungskollektion in ein Verkaufsangebot.

Wer ist für die Umsetzung von Machbarkeitsstudien verantwortlich?

Die Verantwortung für die Durchführung von Machbarkeitsstudien liegt bei den Projektverantwortlichen. Staatliche Vorgaben zwingen nicht dazu, was auch darauf zurückgeht, dass keine Normierung besteht. Gerade in Fällen, in denen Zweifel an der Umsetzbarkeit eines Projektziels bestehen, solltest du eine Machbarkeitsstudie durchführen (lassen). Denn vielfach zeigt sie Lösungen für Probleme auf oder verweist auf Verbindungen, die zuvor im Dunkeln lagen. Du kannst bessere Leistungen erbringen und beendest ein Projekt, ohne dass du auf Hemmnisse bei der Realisierung triffst. Eine Machbarkeitsstudie ist in den meisten Unternehmen Standard geworden und zeugt von Qualität und Kompetenz.

Was bezeichnet der Begriff Machbarkeitsprüfung?

Die Machbarkeitsprüfung stellt den wesentlichen Teil der Machbarkeitsstudie dar. Vor allem folgende Aspekte werden einer Untersuchung unterzogen:

  • Ist das Projekt wirtschaftlich zu stemmen? Hier werden die monetären Voraussetzungen für ein Projekt erörtert. Auch erfolgt eine Einordnung in übergeordnete Wirtschaftsziele. Ist etwa ein Bauvorhaben zu teuer, werden Alternativen bei der Rentabilität besprochen.
  • Lässt es sich technisch umsetzen? Jedes Projekt benötigt Materialien, Maschinen und Hilfsmittel. Fehlen diese, müssen sie beschafft werden.
  • Wie ist es um die juristische Machbarkeit bestellt? Staatliche Vorschriften und Auflagen sorgen dafür, dass Projektverantwortliche nicht nach Belieben handeln können. Geht es um Architektur, müssen etwa Umweltauflagen eingehalten werden.
  • Kann ich das Projekt politisch umsetzen? Wollen Anwohner oder die Politik ein Projekt nicht realisieren, kann das Vorhaben schnell scheitern. Gegebenenfalls kannst du überlegen, wie du dir trotz des Widerstands eine notwendige Unterstützung sicherst.
  • Liegen die organisatorischen Strukturen zur Umsetzung vor? Für Projekte benötigen die Beteiligten einschlägige Kompetenzen. Zudem sind bei umfangreichen Planungen wie Architekturvorhaben Verantwortlichkeiten abzustecken. Eventuell ergibt sich aus den Überlegungen, dass zusätzliches Fachpersonal eingestellt werden muss.
  • Bestehen ausreichend Ressourcen für das Projekt? Mit einer zu geringen Ausstattung lässt sich kein Projekt erfolgreich ausführen. Manchmal müssen Material, Personal, Lizenzen und Wissen ergänzt werden.

Die genannten Fragen hängen miteinander zusammen. Sie stellen aber nur einen Teil der Machbarkeitsstudie dar. So ist es ebenso sinnvoll, Expertengutachten einzuholen, Stichproben vorzunehmen und Simulationen zu erstellen.

Welche Bedeutung haben Machbarkeitsstudien bei Bauvorhaben?

Jeder, der ein Eigenheim finanziert hat, weiss um die damit verbundenen enormen Auslagen. Kurz gesagt: Bauvorhaben sind teuer. Für Privathaushalte ist der Erwerb eines Eigenheims sogar meist die kostspieligste Investition im Leben. Nicht anders verhält es sich bei unternehmerischen Vorhaben. Eine neue Produktionsstätte, ein vollausgestattetes Labor oder ein digitalisiertes Lager führen zu hohen Investitionen. Damit die angesetzten Ziele erreicht werden, muss man sich immer wieder die Leistungen der anvisierten Unternehmensarchitektur vor Augen führen und gegebenenfalls korrigierend eingreifen. Nur so rückt das Endprodukt nicht in weite Ferne. Machbarkeitsstudien sind damit in der Regel unabdingbar, wenn es um Bauvorhaben geht.

Wo erhalte ich weitere Informationen zu Machbarkeitsstudien?

Der Begriff „Machbarkeitsstudie“ unterliegt keiner Normierung. Mittlerweile bestehen aber viele Konzepte und Verfahren, die eine Hilfe bieten. Bei neuen Projekten ist im Allgemeinen schon viel erreicht, wenn eine rationale Machbarkeitsprüfung stattfindet. Dabei gilt: Es gibt nicht die Kriterien schlechthin. Jedes Projekt bringt andere Anforderungen mit sich. Berater können gegebenenfalls den Blick weiten. Auftraggeber müssen die Durchführbarkeit stets unter anderen, sich gegebenenfalls auch ändernden Bedingungen betrachten. Zu beachten ist auch, dass der wirtschaftliche Erfolg, der nach der Realisierung eines Projekts herausspringt, nicht Teil der Machbarkeitsstudie ist. Hierfür ist eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen.

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