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Innendesigner: Alles zum Beruf des Raumgestalters und Wissenswertes zu seiner Beauftragung

Innendesigner: Alles zum Beruf des Raumgestalters und Wissenswertes zu seiner Beauftragung

Ob Büros, Schulen, Museen, Theater oder öffentliche Einrichtungen: Innenarchitektur ist gefragt. Wer als Innendesigner arbeitet, hat es meist mit einem besonders vielfältigen Job zu tun. Es geht nicht nur um eine harmonische Raumgestaltung, sondern auch um die Arbeit mit Kunden und im Team. Erfahre hier, welche Voraussetzungen ein Innendesigner erfüllen muss, um seinen Beruf auszuüben, und worauf du am besten achtest, wenn du auf der Suche nach einem passenden Designer für deine Räume bist. Ausserdem erklären wir den Unterschied zwischen einem Innendesigner und einem Innenarchitekten.

Was macht ein Innendesigner?

Wer als Innendesigner arbeitet, kümmert sich um alle Belange des Kunden, die sich auf die ästhetische und funktionale Einrichtung eines Raums beziehen. Die Gestaltungskonzepte des Designers variieren dabei je nach Kundenwunsch. Das bedeutet: Es handelt sich in der Regel um einen kreativen und serviceorientierten Beruf. Eine häufige Herausforderung des Jobs besteht darin, die Bedürfnisse des Auftraggebers zu berücksichtigen und zugleich das vorhandene Budget nicht zu sprengen, um die gewünschten Raumideen umzusetzen. Typische Arbeitsorte von Innendesignern sind:

  • Betriebe und Unternehmen
  • Event- und Hochzeitslocations
  • Hotels
  • öffentliche Einrichtungen
  • private Haushalte
  • Möbelhäuser (als Raumausstatter)

Was ist Interior Design?

Unter Interior Design versteht man (wörtlich übersetzt) den englischen Begriff für die innere Gestaltung eines Raumes. Ausserdem gilt: Einige Universitäten in Asien, Europa oder Amerika führen auch Studiengänge mit der Bezeichnung Interior Design. Dabei verwenden viele Menschen den Begriff Interior Designer auch als Synonym für die Berufsbezeichnung Innendesigner. Typische Begriffe, die ebenfalls in der Branche und in dem Berufsfeld Verwendung finden, sind: Raumausstatter, Raumgestalter, Innenausstatter sowie Einrichtungsberater. Obwohl auch der Beruf des Innenarchitekten in diesem Zusammenhang vorkommt, handelt es sich hierbei um einen Beruf, der einer höheren Qualifikation bedarf.

Welchen Unterschied gibt es zwischen Innendesignern und Innenarchitekten?

Ein Innenarchitekt schliesst in der Regel ein Studium ab, bevor er seine Berufsbezeichnung trägt. Architekten arbeiten technisch-gestalterisch und vor allem auch beratend. Dabei geht es oft um Umbauten (Innenausbau), neue Grundrisse, um den Entwurf von kompletten Einrichtungskonzepten und die Überwachung und Koordinierung des Arbeitsplans (Handwerker, sonstiges Personal). Innenarchitekten stehen Kunden ausserdem zur Seite, um abzuschätzen, ob bestimmte bauliche Veränderungen, wie etwa ein Innenausbau, sich für eine Umsetzung eignen. Ihre technisch-konstruktive Expertise ist hier gefragt. Innendesigner gelten als diejenigen, die sich um die Feinheiten der Inneneinrichtung kümmern, wobei einige studierte Innenarchitekten ebenfalls (zusätzlich) die Berufsbezeichnung des Designers tragen. Umgekehrt gilt: Wer kein Studium abschliesst, trägt nicht die Berufsbezeichnung des Architekten. Ein Innendesigner stellt Farben und Materialien zusammen, kümmert sich um die Dekoration und um die Verlegung von passenden Böden. Auch Gardinen, Jalousien sowie Möbel und bereits vorhandene Einrichtungsgegenstände finden Berücksichtigung bei der Umsetzung der Raumgestaltung.

Welche formalen Voraussetzungen brauche ich, um Innenarchitektur zu studieren?

Interessierst du dich für ein Studium der Innenarchitektur, benötigst du die Berufs- oder Fachmaturität. Auch eine gymnasiale Maturität eignet sich für die Zulassung zum Studium. Generell gilt: Das Innenarchitektur-Studium setzt in der Regel ein erfolgreiches Aufnahmeverfahren voraus, wozu auch ein bereits absolviertes Praktikum oder einschlägige Berufserfahrung zählt. Die Eignungsabklärung fordert ausserdem ein Portfolio, also eine Arbeitsmappe, und meist auch das erfolgreiche Bestehen einer separaten Eignungsprüfung. Genauere Informationen findest du an den jeweiligen Universitäten, die den Studiengang Innenarchitektur anbieten. Inhalte eines typischen Innenarchitektur-Studiums sind Architektur, Gestaltung und Technik. Dabei geht es nicht nur um kreative und künstlerische Inszenierungen, sondern auch um geschichtswissenschaftliches Hintergrundwissen, technisch-konstruktive Schwerpunkte und um die Arbeit mit Kundenwünschen sowie Teamarbeit.

Welche Dienstleistungen bietet ein Innendesigner an?

Innendesigner bieten in der Regel alles an, was mit der Ausstattung eines Raums zu tun hat: Sie erstellen individuelle Konzepte für die Raumgestaltung, kalkulieren das Budget für Möbel und Einrichtungsgegenstände, beraten Kunden und helfen bei der Auswahl von Materialien. Dabei variieren die Dienstleistungen und hängen auch vom Schwerpunkt des jeweiligen Designers ab. Viele Innendesigner arbeitend beispielsweise frei oder in einem Unternehmen mit Handwerkern oder Transportfirmen zusammen, um ergänzende Dienstleistungen anzubieten. Dazu gehören Bodenarbeiten, Renovierungen, Entsorgung von Sperrmüll und auch Upcycling.

Welche persönlichen Fähigkeiten sind bei der Raumgestaltung und im Innenausbau gefragt?

Wer sich für bauliche Veränderungen, etwa für einen Innenausbau von Räumen, interessiert, kommt nicht um ein Innenarchitektur-Studium herum, um diese Art von Dienstleistung professionell anzubieten. Persönliche Fähigkeiten, die du für ein Studium – neben Berufserfahrung und der Leidenschaft für Raumausstattung – am besten mitbringst:

  • Gefühl für die architektonische Planung von Innenräumen
  • Fähigkeit, technische Aspekte in Projekten zu berücksichtigen
  • Affinität zu mathematisch-physikalischen Fragen
  • Fähigkeit, sich in Menschen einzufühlen
  • in Führungspositionen: Gruppenführung als Teamleiter

Siehst du vom Schwerpunkt Architektur ab und interessierst dich für den Beruf des Raumausstatters, stehen folgende persönliche Fähigkeiten im Mittelpunkt:

  • künstlerisch-kreatives und räumliches Denken
  • Fähigkeit, auf Kundenwünsche und Stile einzugehen
  • Gefühl für Farben, Proportionen und Materialien
  • Kompetenz, Beratungen und Planungen mit Berücksichtigung des Budgets durchzuführen

Worauf kommt es bei der Beratung und Planung mit einem Innendesigner an?

Suchst du einen passenden Innendesigner für dein persönliches Projekt, gibt es einige Aspekte zu beachten. Unsere Tipps für eine erfolgreiche Suche:

  1. Berechne zunächst dein Budget, bevor du dich auf die Suche nach einem Designer für deine Räume machst. Welche Wünsche hast du für die Gestaltung und welche finanziellen Mittel stehen dir zur Verfügung?
  2. Vergleiche im nächsten Schritt verschiedene Dienstleister miteinander. Hier erfährst du beispielsweise, welche Angebote ein bestimmtes Architekturbüro anbietet und welcher Spezialist sich am ersten für dein Projekt anbietet.
  3. Vereinbare eine unverbindliche Beratung. Seriöse Unternehmen erkennst du daran, dass sie dir beispielsweise eine kostenlose Erstberatung anbieten und du einen persönlichen Ansprechpartner hast.
  4. Beauftragst du einen Innendesigner, bestehe auf einen Kostenvoranschlag für dein Projekt. Nur so stellst du sicher, dass dein persönliches Budget Berücksichtigung findet.
  5. Vereinbare schon zu Beginn, welche Dienstleistungen du für welche Bereiche in Anspruch nimmst und sprich deine Raumideen offen an. Auf diese Weise bekommt dein Designer ein Gespür für deinen Stil und unterbreitet dir ein passendes Konzept, das deinen Bedürfnissen entspricht.
  6. Hole dir gegebenenfalls eine zweite Meinung ein. Manchmal passen eigene Ideen und Wünsche nicht mit dem Umsetzungsvorschlag eines Designers zusammen. Berücksichtige jedoch die Meinung des Experten, denn professionelle Innendesigner besitzen meist ein ausgeprägtes Gespür für das Zusammenspiel von aktuellen Trends und persönlichen Stilen.

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