Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Die Gestaltungsplanung ist eng mit der Stadtplanung verwandt. Sie soll sicherstellen, dass ein bestimmtes Gebiet korrekt bebaut wird. Der Gestaltungsplan ist für Bauherren in der Schweiz verpflichtend, weshalb du hier dem Baureglement unbedingt folgen musst. Im Plan findest du Angaben zur erlaubten Anzahl von Gebäuden auf einem Grundstück oder in einer Region, zu den möglichen äusseren Abmessungen, zur Ausnützung, Nutzung, architektonischen Gestaltung, Umgebungsgestaltung und Bepflanzung – denn schliesslich darfst du nicht einfach mitten auf der Alm ein Hochhaus bauen. Gestaltungspläne sind eng mit der Bau- und Zonenordnung verwandt, können aber von der Grundordnung im Kanton abweichen und sind hierarchisch übergeordnet. Mit dem Gestaltungsplan lassen sich somit Sonderbauvorschriften erlassen, die auf die lokalen Gegebenheiten abgestimmt sind. Auch bei Konflikten und komplexen Planungsumgebungen kommt der Gestaltungsplan gern zum Einsatz. Liegt kein solcher Plan vor, solltest du dich als Bauherr an die sonstigen Regeln rund um den Bau in deinem Kanton halten.
Gestaltungsmuster und Pläne wirken sich wesentlich auf die Umwelt aus, da sie vorgeben, wie diese bebaut werden darf. Es lässt sich zwischen diesen beiden Arten unterscheiden:
Mit den Umweltauswirkungen sind bei der Gestaltungsplanung nicht nur die baulichen Massnahmen, sondern auch die Auswirkungen auf Land und Tiere gemeint. Der Plan sieht verschiedene Massnahmen zu deren Schutz vor, was je nach Region sehr unterschiedlich aussehen kann. Als Grundeigentümer musst du allen Regeln dieser Grundordnung folgen. Tust du dies nicht, musst du mit empfindlichen Bussgeldern rechnen.
Als Bauherr, aber auch als interessierter Bürger, solltest du dich ein wenig im Bereich der Stadtplanung auskennen. Die Grundlagen der Stadtplanung geben vor, wie unsere Städte und Orte in der Schweiz aussehen. Insbesondere in grösseren Städten gibt es häufig wichtige Diskussionen rund um Baubewilligungen, an denen du dich beteiligen kannst, um den gebauten Raum mit zu beeinflussen. Der Zonenplan gibt vor, welche Zone welchem Zweck dienen soll. In der Schweiz ist es möglich, für bestimmte Zonen eine Gestaltungsplanpflicht auszuweisen. Das ist vor allem dort verbreitet, wo es ein öffentliches Interesse an einer baulichen Verdichtung, an einem bestimmten Ortsbild oder am Schutz der Landschaft oder vor Lärmbelastung gibt. In diesem Fall ist der Gestaltungsplan verbindlich. Der Gestaltungsplan wird in der Schweiz von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit einem Raumplaner erstellt. Dabei sprechen auch Bauherren und kantonale Stellen mit. Der Gemeinderat genehmigt den Plan in erster Instanz, worauf eine öffentliche Auflage erfolgt. Hier hast du die Gelegenheit, Einspruch gegen die geplante Gestaltung einzulegen.
Neben den Angaben zu Art und Form der Bebauung steht im Gestaltungsplan auch, ob ein Stück Land überhaupt bebaut werden darf. Es gibt verschiedene Nutzungsweisen, zu denen zum Beispiel auch landwirtschaftliches Land oder Freizeitgrund gehören. Vor dem Kauf eines Grundstücks solltest du dich daher vergewissern, dass dein Land laut Gestaltungsplan überhaupt bebaut werden darf. Erst, wenn ein Grundstück korrekt erschlossen ist, lässt es sich bebauen. Zur Erschliessung, die ebenfalls detailliert im Gestaltungsplan festgelegt ist, gehören die folgenden Arbeiten:
Als Teil der Nutzungsplanung spielt die Gestaltungsplanung eine wichtige Rolle für den Bau. Neben Gestaltungsplänen solltest du dich auch informieren, ob es für dein Grundstück Zonenpläne gibt. Zudem ist das Baureglement der Schweiz sehr wichtig und für Grundstückseigentümer verbindlich. Der Gestaltungsplan ist also Teil des Systems, das die Bodennutzung und die Bebauung reglementiert. Er verfeinert die Angaben im Zonenplan und gibt meist viele zusätzliche Hinweise zur Nutzung, Erschliessung, Ausstattung und Bebauung. Daher ist der Gestaltungsplan auch als Sondernutzungsplan bekannt. Nicht für jedes Grundstück und nicht für jeden Ort sind Gestaltungspläne vorhanden. Als Dokument ist der Gestaltungsplan für die Baubewilligung sehr wichtig. Als Grundeigentümer kannst du diesen Plan in Kooperation mit Experten erstellen, um eine besondere Bebauung erlauben zu lassen. Nach Zustimmung der Gemeinde darfst du dann deinem eigenen Gestaltungsplan folgen – vorausgesetzt, du erfüllst dabei stets das Baureglement. Darüber hinaus gibt es die folgenden wichtigen Dokumente für die Stadtplanung in der Schweiz:
Die Gestaltungsplanung ist sowohl für private Bauherren, die Sonderwünsche haben, als auch für die allgemeine Raumentwicklung in der Schweiz sehr wichtig. Mit öffentlichen Gestaltungsplänen lassen sich gemeinsame Interessen durchsetzen, um eine bessere Lebensumgebung für alle zu schaffen. Diese öffentlichen Pläne müssen immer von der zuständigen kantonalen Direktion genehmigt werden. Die privaten Gestaltungspläne können nach Zustimmung der Gemeindelegislative eine öffentlich-rechtliche Wirkung haben und dir damit bestimmte Erlaubnisse geben. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn du im Zonenplan als Landwirtschaftsgrundstück ausgewiesenes Land umwidmen möchtest, um es zu bebauen. In den privaten Gestaltungsplänen geht es daher häufig um die Arealüberbauung. Auch hier muss die zuständige kantonale Direktion zustimmen.
Wenn dein privates Bauprojekt eine bestimmte Ausprägung hat oder du Wünsche hast, die der Rahmennutzungsplan deiner Region nicht erlaubt, musst du einen Gestaltungsplan oder eine Gestaltungsplanänderung beantragen. Dabei helfen dir Architekten und Bauunternehmen, die ausserdem alle wichtigen Vorgaben der Gestaltungsplanung kennen und dich entsprechend bei deren Einhaltung unterstützen. Für grössere Infrastrukturprojekte in den Bereichen Stadtplanung oder Quartiersentwicklung solltest du dich von einem Spezialisten beraten lassen. Es gibt zum Beispiel Stadtplanungsbüros, die bei der Einhaltung aller Regeln helfen und selbst in den Bereichen Tiefbau, Brandschutz und Umweltschutz wichtige Hinweise geben können.
Ein Auto gekauft, in eine neue Wohnung gezogen oder schlicht ein neues Produkt erworben und dir fallen diverse Mängel auf? In diesem Fall kannst du dem Verantwortlichen die Mängel anzeigen. Das Ziel der Reklamation ist es, eine Rückgabe, eine Nachbesserung oder einen Preisnachlass zu bekommen. Damit das alles ohne Streit abläuft, hat der Gesetzgeber die Mängelrüge vorbereitet. Was es damit auf sich hat, erfährst du hier.
Eine Böschung dient dazu, Erosionen und andere geographische Vorgänge zu verhindern. Sie kann auch auf natürliche Weise bei diesen Prozessen entstehen. Viele Böschungen werden als Hang bezeichnet. Das Böschungsverhältnis besteht aus dem Verhältnis zwischen Länge und Höhe einer Böschungsanlage. Für dich als Bauherren ist das Böschungsverhältnis dann wichtig, wenn du eine künstliche Böschung zum Schutz von Baugruben und Gräben anlegst. Diese muss den Vorgaben des Böschungswinkels entsprechen.
Aufgrund von Familienzuwachs planst du einen Anbau an deinem Haus. Von einem Architekten liegt bereits ein toller Entwurf vor und eine Finanzierung liegt auch schon vor. Leider ist der Anbau so geplant, dass der Mindestgebäudeabstand zum Nachbargrundstück nicht mehr eingehalten wird. Trotz des Grenzbaurechts gibt es jetzt mit dem Näherbaurecht eine Möglichkeit, das Bauvorhaben dennoch zu realisieren. Was das Näherbaurecht ist, in welchen Situationen es zum Tragen kommt und welche Zustimmung nötig ist, verraten wir dir in unserem Ratgeber. Du erfährst zudem den Unterschied zwischen ein- und beidseitigem Näherbaurecht und in welcher Form diese Vereinbarung unter Nachbarn festgehalten werden muss.
Bei einem Minihaus handelt es sich um ein kleines Haus – praktisch entspricht es einer Wohnung in Hausform. Dabei gibt es so viele unterschiedliche Arten an Minihäusern, wie es Gründe gibt, um in eines zu ziehen. Die Mikrohäuser erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei jungen Singles, Paaren und älteren Menschen bis hin zu Senioren. Sie bieten für viele Menschen eine preiswerte Möglichkeit, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Sie sind ökologisch nachhaltig, sparen Platz – und bieten zudem die Chance, das eigene Leben zu erleichtern. Ein kleiner Überblick über die Welt der Minihäuser.
Er sorgt für einen geschützten Draussen-Effekt und verlängert das sommerliche Gartengefühl an kälteren Tagen. Der Wintergarten als beliebter lichtdurchfluteter Aufenthaltsraum mit einem 180 Grad-Blick ins Freie wertet das gesamte Haus optisch auf und ist in der Schweiz ein beliebter Anbau für das Eigenheim. Wer einen Wintergarten bauen möchte, ist gut damit beraten, sich vorab sorgfältig zu informieren: Worauf du bei der Planung achten solltest und wann du eine Baugenehmigung zum Wintergarten bauen brauchst, erfährst du in unserem Ratgeber. Ausserdem geben wir dir wichtige Tipps und Infos zur Verglasung, Belüftung, Beschattung sowie zu den Profilen.
Der Bebauungsplan ist ein wichtiges Dokument der Stadtplanung in der Schweiz. Es handelt sich um ein Dokument, das eine bessere Bebauung in bestimmten Gebieten gewährleisten soll. Der Bebauungsplan ist somit ein verbindlicher Bauleitplan für Stadtteile oder bestimmte Gemeinden. Er wird von der zuständigen Gemeinde als Rechtsnorm beschlossen. Für dich als Bauherren ist es wichtig, vor dem Baubeginn zu überprüfen, ob und welche Bebauungspläne vorliegen. Im Bebauungsplan erfährst du, welche städtebauliche Ordnung für dein Grundstück und die Umgebung vorgegeben ist und woran du dich halten musst. In diesem Beitrag erfährst du mehr zum Thema.