Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
An Gebäuden ohne Blitzschutzanlagen können bei einem schweren Gewitter erhebliche Schäden entstehen. Direkte Blitzeinschläge können durch die extreme Hitze zum Brand führen. Zumindest sind bauliche Schäden durch das Verdampfen von Flüssigkeiten zu erwarten, die in Baustoffen vorhanden sind. Das elektromagnetische Feld des Blitzes kann über aussenliegende Leitungen, Antennen, Rohre und Kabel ins Haus vordringen und dort elektrische Geräte schädigen. Ausserdem werden Photovoltaikanlagen und Satellitenschüsseln in Mitleidenschaft gezogen. Sowohl im Aussen- als auch im Innenbereich kann ein ungeschütztes Haus durch Blitzschlag schwer beschädigt werden.
In vielen Fällen genügt ein Blitzableiter nicht, um das Gebäude zu schützen. Komplette Blitzschutzanlagen kombinieren hingegen einen äusseren und einen inneren Blitzschutz. Der äussere Schutz dient dazu, den Blitz abzuleiten, während der innere Blitzschutz durch einen Überspannungsschutz Schäden an technischen Anlagen und Geräten vorbeugt. Wichtig ist, dass du den Blitzstromableiter in der richtigen Position auf dem Dach anbringst und ihn erdest. Verwende eine Anschliessgarnitur, die in Art und Grösse zum Gebäude passt.
Um Bränden und Unfällen vorzubeugen, sollte das Dach mit einer Absturzsicherung und einem Blitzschutz ausgestattet werden. Die Absturzsicherung sorgt dafür, dass man sich auf dem Dach sicher bewegen kann. Das ist nicht nur hilfreich für den Kaminfeger, sondern erleichtert auch die Reparatur von Dachpfannen im Schadenfall. Die äussere Blitzschutzanlage fängt Blitzschläge auf und leitet sie zuverlässig ab. Sie wird am höchsten Punkt des Gebäudes montiert. Die Leitung wird seitlich an der Fassade heruntergeführt und geerdet. Den Zustand der Blitzschutzanlage solltest du regelmässig überprüfen und Schäden sofort beheben.
Das Kernstück einer Blitzschutzanlage ist die Fangeinrichtung. Sie besteht aus extrem leitfähigen Materialien wie verzinktem Stahl, Aluminiumlegierungen oder Kupfer. Gesamtdurchmesser und Leiterquerschnitt sind so bemessen, dass der Blitz die Fangeinrichtung nicht schmelzen kann. Die Effektivität von Blitzschutzsystemen hängt aber auch davon ab, ob sie an der richtigen Stelle montiert sind. Es müssen mögliche Einschlagstellen ermittelt und geschützt werden. Der äussere Blitzschutz führt dann den Blitzschlag über einen ungefährlichen Strompfad am Gebäude vorbei. Neben der Fangeinrichtung kommt es auch auf die Erdungsanlage an. Das Blitzschutzsystem muss geerdet sein, damit es der Blitzstrom wie ein Faradayscher Käfig ableiten kann. Hier die Konstruktionsweise eines Blitzschutzsystems auf einen Blick:
Ein Blitzschlag erzeugt ein starkes elektromagnetisches Feld. Dieses kann trotz einer äusseren Blitzschutzanlage in Sekundenschnelle in die elektrischen Leitungen des Hauses gelangen. Ans Stromnetz angeschlossene elektrische Geräte können dann beschädigt werden. Eine innere Blitzschutzanlage macht die Leitungen im Gebäude resistent gegen Blitzeinschläge. Die günstigste und sicherste Methode ist, Überspannungsgeräte zwischenzuschalten. Sie fangen den Blitzstrom auf und vermindern das Spannungsniveau. Anlagen für den Überspannungsschutz gibt es in drei Qualitätsstufen, die Überspannungen unterschiedlich stark reduzieren.
Eine Gebäudeversicherung reguliert in der Regel Schäden, die durch Blitzschlag entstanden sind. Bei Gebäuden in hohen oder besonders exponierten Lagen sowie bei öffentlichen Gebäuden schreibt die Versicherung die Installation eines Blitzschutzsystems im Rahmen des Brandschutzes vor. Aber auch für alle anderen Gebäude ist die Anbringung eines modernen Blitzschutzsystems zu empfehlen. Es mindert die Brandgefahr und beugt Schäden wirksam vor. Wirksame Systeme sind im Fachhandel erhältlich und können auf die Grösse und Beschaffenheit des Hauses zugeschnitten werden.
Die Montage von Blitzschutzanlagen kann von geübten Heimwerkern durchaus selbst ausgeführt werden. Da es aber für die Wirksamkeit auf eine fachgerechte Anbringung ankommt, solltest du dich vom Schornsteinfeger, Elektriker oder Dachdecker über Blitzschutzsysteme informieren. Sie erklären dir nicht nur ihre Funktion, sondern ermitteln auch mögliche Einschlagstellen. So kann die Anlage auf dem Dach richtig platziert werden. Ausserdem sorgen die Experten für eine sichere Erdung. Des Weiteren bieten sie clevere und günstige Lösungen für den inneren Blitzschutz an. So ist das Haus rundum abgesichert.
Wer ein Haus selber bauen möchte, steht vor einer grossen Herausforderung. Ein Haus weitgehend in Eigenleistung zu errichten ist ein sehr aufwendiges Projekt, das sich auch über Jahre hinweg ziehen kann und zudem viel Geld und Zeit kostet. Gleichzeitig bietet das persönliche Traumhaus jedoch die Möglichkeit, das eigene Haus ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten und zu erbauen. In diesem Artikel erfährst du, worauf Bauherren bei Aspekten die Haustechnik, Dämmung oder Fassade achten sollten und wie der Hausbau in Eigenleistung reibungslos vonstatten geht.
Decken- und Fussbodenleisten oder ein einfacher Bilderrahmen haben ihre Form nur, weil sie auf Gehrung gesägt und zugeschnitten sind. Der Begriff beschreibt die Eckverbindung zweier Werkstücke, die den gleichen Winkel aufweisen und so exakt aufeinander passen. Dadurch erhöhen sich die Leistenverbindung und auch die Stabilität des Werkstücks. Wie du eine Gehrung herstellst und wo sie benötigt wird, erfährst du im Folgenden.
In deinem Wohnzimmer willst du aufrecht stehen können. Im Schlafzimmer sollen raumhohe Schränke eingebaut werden. Aber wie ist das mit der Raumhöhe in der Wohnung? Gibt es da Vorschriften? Tatsächlich gibt es in den verschiedenen Kantonen ganz unterschiedliche Regeln. Meist liegt die vorgeschriebene Mindesthöhe bei 2,40 Metern. Aber gelten diese Vorgaben auch für Altbauten? Und wie sieht das bei Sanierungen aus? Wir haben die wichtigsten Antworten zur Raumhöhe in der Schweiz für dich recherchiert.
Als Hohlkehle bezeichnet man die negative Aufrundung von Kanten. Zierprofile werden häufig damit versehen, aber nicht nur für Fussboden- und Deckenleisten wird die Schmuckform verwendet. Im Übergang zwischen einem Bodenbelag und einer Wand soll die Hohlkehle besondere Anforderungen an die Hygiene erfüllen. Im Übergang zwischen Wand und Bodenplatte eines Hauses wird eine Hohlkehle aus wasserdichtem Mörtel gefertigt: Sie stellt sicher, dass kein Wasser im Übergang verbleibt und ins Gebäude dringt. Als Bestandteil von Abdichtungsflächen ist die Hohlkehle also wichtig. Aber wo genau und wie wird sie erstellt?
Schiefer bieten zum Decken von Dächern viele Vorteile. Es handelt sich um ein Naturprodukt, das keine ökologisch bedenklichen Stoffe enthält und wenig nachbearbeitet werden muss. Zudem weist das Material eine hohe Dichtigkeit auf und ist wenig porös. Dies macht Dachschiefer äusserst langlebig und wetterfest. Eine Schieferdeckung weist ein günstiges Verhältnis zwischen Lebensdauer und Herstellungskosten auf. Auch die isolierende und dämmende Wirkung überzeugt immer mehr Nutzer. Darüber hinaus können defekte Schiefersteine leicht ausgetauscht werden. Im Folgenden erfährst du, was Bauherren beachten sollten, wenn sie ein Schieferdach planen und welche Deckarten es gibt.
Aufgrund von Familienzuwachs planst du einen Anbau an deinem Haus. Von einem Architekten liegt bereits ein toller Entwurf vor und eine Finanzierung liegt auch schon vor. Leider ist der Anbau so geplant, dass der Mindestgebäudeabstand zum Nachbargrundstück nicht mehr eingehalten wird. Trotz des Grenzbaurechts gibt es jetzt mit dem Näherbaurecht eine Möglichkeit, das Bauvorhaben dennoch zu realisieren. Was das Näherbaurecht ist, in welchen Situationen es zum Tragen kommt und welche Zustimmung nötig ist, verraten wir dir in unserem Ratgeber. Du erfährst zudem den Unterschied zwischen ein- und beidseitigem Näherbaurecht und in welcher Form diese Vereinbarung unter Nachbarn festgehalten werden muss.