Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Architekten in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Bauland Schweiz: Trotz Zonenplänen Bauland finden und den Traum vom Eigenheim verwirklichen

Bauland Schweiz: Trotz Zonenplänen Bauland finden und den Traum vom Eigenheim verwirklichen

Bauland ist in der ganzen Schweiz rar – zumindest in attraktiven Lagen, die eine gute Infrastruktur haben. Findet sich schliesslich doch eine Parzelle, kostet sie ein Vermögen oder sie ist sehr klein. Gerade in Stadtteillagen reicht das verfügbare Land kaum aus für eine grosse Immobilie mit mehreren Wohnungen. Erschwerend kommt hinzu, dass Zonenpläne in den Kantonen regeln, wo du was bauen darfst. Dabei gilt es, die Ausnützungsziffer im örtlichen Zonenplan zu berücksichtigen. Ohne geeignetes Bauland lassen sich deine Hausbauträume in der Schweiz nicht verwirklichen. Wir zeigen dir Wege zum Bauland und was du vor dem Kauf alles beachten solltest.

Worauf muss ich bei Bauland in der Schweiz achten?

Für deinen Traum vom eigenen Haus kannst du in attraktiven Lagen tief in die Tasche greifen. Bauland ist in der Schweiz rar, was sich auf die Preise bei Kauf und Verkauf auswirkt. Das idyllische Land der Eidgenossen mit Bergen, Wäldern und Wiesen ist begehrt als Wohnraum. Allerdings sind nur etwa sieben Prozent des Gesamtgebiets als Bauzone verfügbar. In den gefragten Agglomerationen wie

  • Zürich
  • Basel
  • Innerschweiz
  • Genfersee

ist Bauland so knapp, dass die Preise bereits astronomisch sind – ganz gleich, ob du Bauland für ein Einfamilienhaus, einen Hausbau mit mehrgeschossigen Wohnungen oder ein gewerbliches Objekt suchst.

Was ist bei Bauland in der Schweiz wichtiger als die Lage?

Zusätzlich zur Lage solltest du das Bauland mit deinen Anforderungen abgleichen:

  1. Passen Form und Grösse zur Bauplanung?
  2. Genügen dir die Grenzabstände?
  3. Entspricht die Ausnützungsziffer deinen Vorstellungen?
  4. Wie sehen Zonenplan und Bauvorschriften aus (ist die geplante Nutzung überhaupt möglich)?
  5. Entstehen zusätzliche Kosten durch Hanglage, felsigen Untergrund oder Altlasten?

Gut zu wissen: Bei reinem Bauland ohne Haus fallen geringere Kosten an als bei einer Überbauung mit mehreren Wohnungen.

Welche Auswirkungen haben die Einzonungen auf die Baulandfläche?

Einen wesentlichen Einfluss auf dein Bauprojekt haben die Einzonungen der Kantone mit ihren Bauvorschriften. Ziel des Zonenplans ist, Bauland verfügbar oder nutzbar zu machen. Dafür erstellt die Gemeinde einen Zonenplan mit Zuordnung zu

  • Wohnzone
  • Landwirtschaftszone
  • Gewerbezone
  • Industriezone
  • Schutzzone
  • Zone für öffentliche Bauten

Die Konsequenz aus den Zonenplänen ist, dass in begehrten Wohnlagen nur sehr kleine Flächen verfügbar sind. Ganz abseits der infrastrukturell erschlossenen Zentren findest du noch Bauland über 500 Quadratmeter. Erkundige dich daher vorher, in welcher Bauzone dein potenzielles Bauland liegt und wie du es bebauen darfst.

Wie regelt die Ausnützungsziffer die Bebauung mit Immobilien und Wohnungen?

In der dicht besiedelten Schweiz regeln die Zonenpläne, was du wo und wie bauen darfst. Zu den wichtigsten Auflagen zählt dabei die Ausnützungsziffer. Sie bestimmt das Verhältnis zwischen Grundstücks- und Bruttogeschossfläche. Je höher die Ausnützungsziffer ist, desto wertvoller und damit teurer ist auch dein Stück Land. Darfst du beispielsweise in die Höhe bauen, vervielfacht sich der Quadratmeterpreis. Eine hohe Ausnützungsziffer macht dich flexibel. Du kannst beispielsweise mit einem eingeschossigen Bau starten und diesen später ausbauen. Die Ausnützungsziffer für dein Bauland erfährst du bei der Gemeinde. Sie ist fix und Ausnahmebewilligungen sind nur sehr schwer zu bekommen.

Wo finde ich Bauland in der Schweiz für ein Einfamilienhaus?

Verschiedene Wege führen zu deinem Bauland in der Schweiz:

  • Aktive Suche in Zeitungen, Online-Portalen, Zwangsversteigerungskatalogen und sozialen Medien
  • Suche über eine Drittperson wie Familie, Freunde, Bekannte, Makler
  • Besuch von Gasthäusern und Nachfrage beim Wirt und Stammtisch
  • Nachfrage bei der Gemeinde, ob der Zonenplan neues Bauland vorsieht

Wann ist ein Ersatzbau eine interessante Alternative?

Bauland ist in attraktiven Lagen kaum zu bekommen. Gerade in den Toplagen am Zürichsee oder Genfersee wechseln Immobilien selten auf offiziellem Weg den Besitzer. Zudem sprengen die Preise in der Regel das Budget eines Normalverdieners. Da kann ein überbautes Bauland eine interessante Alternative sein. Mancher Eigentümer trennt sich mit zunehmender Überalterung von seinem Objekt. Je nach Bausubstanz kommt eine Renovation in Frage oder ein Ersatzbau. Sollte das Haus abbruchreif sein, braucht der Ersatzneubau eine neue Bewilligung. Es ist jedoch eine gute Möglichkeit, ein begehrtes Stück Land in einem gewachsenen Siedlungsraum zu ergattern. Eine weitere günstige Gelegenheit ist eine Zwangsversteigerung. Für Käufer ist sie eine gute Chance, günstig an ein Anwesen zu kommen. Auch hier ist abzuwägen, ob die nötigen Investitionen im Verhältnis stehen. Überbautes Bauland hat weitere Vorteile wie:

  • Kosten sind gegenüber einem Neubau planbar
  • Umgebung ist bekannt
  • Fördermittel für Sanierungsmassnahmen mit Verringerung des Energieverbrauchs sind vorhanden

Was muss ich vor dem Kauf und Hausbau beachten?

Du hast ein Bauland gefunden, das deinen Anforderungen entspricht? Dann ist es an der Zeit, dir weitere Informationen zu beschaffen. Folgendes Vorgehen empfiehlt sich:

  • Fordere den Grundbuchauszug bezüglich Grunddienstbarkeiten oder Pflichten (Wegerecht, Strassenunterhalt, Vorkaufsrecht) an.
  • Sehe im Verdachtsflächenkataster ein, ob das Bauland mit Altlasten kontaminiert ist.
  • Kläre ab, ob eine Ausführungsverpflichtung mit Bauunternehmern oder Architekten besteht.
  • Mittelfristprognose: Erfrage die künftige Planung der Gemeinde für die Umgebung.
  • Prüfe den Erschliessungsgrad des Baulandes, ob zusätzliche Kosten entstehen.
  • Überprüfe, ob das Bauland in einem Gebiet mit Naturgefahren liegt (bauliche Vorkehrungen, Versicherungskosten).
  • Kläre, ob der Kaufpreis des Baulandes über dem Marktwert ist.
  • Stelle die Finanzierung des Kaufpreises sicher (inklusive Nebenkosten: Handänderungskosten, Beurkundungsgebühren, Errichtung Grundpfandrecht).

Hast du alles zu deiner Zufriedenheit abgeklärt, steht der Bauplanung deines Eigenheims nichts mehr im Wege.

Der Architektvergleich für die Schweiz. Finde die besten Architekten in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Das Haus sanieren – wann und warum ist es nötig?

Gründe, ein Haus zu sanieren, gibt es reichlich. Der einfachste Grund ist, dass das Haus die Bedürfnisse seiner Bewohner nicht mehr erfüllt: Zu klein, abgenutzt und nach heutigen Massstäben nicht komfortabel genug. So oder ähnlich beschreiben viele Altbaubesitzer ihre Häuser und Wohnungen. Hinzu kommt der Hauptgrund für den aktuell sehr grossen Sanierungsbedarf: Der Energieverbrauch alter Gebäude ist einfach zu hoch. Ineffiziente Heizungsanlagen und fehlende oder unzureichende Wärmedämmungen sorgen für überflüssige Kosten und Emissionen. Fast die Hälfte des gesamten Schweizer Energieverbrauchs entfällt auf Gebäude – der grösste Teil davon zum Heizen.

Nachbarrecht Schweiz – alles über die Grundlagen für ein freundliches Zusammenleben

Für ein gutes Zusammenleben sind Regeln nötig. Zwar gibt es in der Schweiz kein einheitliches Nachbarrechtsgesetz, aber aus verschiedenen gesetzlichen Bestimmungen ergibt sich de facto ein Nachbarrecht, das organisiert, wie wir als Gesellschaft und als Nachbarn gut zusammenleben können. In diesem Beitrag erfährst du mehr zu diesem Thema. Wir erklären dir einige der wichtigsten Regeln und fassen zusammen, was für Mieter und was für Hauseigentümer wichtig ist. Grundsätzlich gilt immer: Behandele deine Nachbarn so, wie du selbst von ihnen behandelt werden möchtest. Denn wenn wir alle respektvoll miteinander umgehen, entsteht die beste Nachbarschaft.

Holzterrasse Unterkonstruktion: So sieht der Untergrund für die Terrassendielen aus!

Holz und blanke Erde – das verträgt sich nicht: Das Erdreich gibt Feuchtigkeit an das Holz ab, es fault mit der Zeit. Der Untergrund muss also vorbereitet werden, bevor du deine Holzterrasse installierst. Ein Unterbau aus Holz funktioniert beispielsweise immer dann, wenn du ein Fundament legst. Darauf kommen Abstandhalter aus tragfähigen Holzarten, und erst auf diesen verlegst du die Terrassendielen. Unterkonstruktionen können aber auch aus Metall sein. Tipps zum Terrassenbau gibt dir der jeweilige Hersteller der verschiedenen Produkte – und wir beantworten vorab deine Fragen.

Skelettbau – Konstruktion, Vor- und Nachteile

Der Skelettbau ist eine der ursprünglichsten Arten, einfache bis komplexer Gebäude und Behausungen zu errichten. Die Grundlagen des Skelettbaus sind stabförmige Tragelemente, die das namensgebende Skelett bilden. Zunächst ging die Skelettbauweise aus dem Holzbau hervor. Doch auch heute noch gibt es gute Gründe, ein Gebäude in Skelettbauweise errichten zu lassen.

Holzrost Terrasse: Diese Produkte gibt es für Holzterrassen!

Eine geschlossene Oberfläche aus Terrassendielen ist natürlich hübsch – du findest aber auch Holzböden für die Terrasse im Handel, die Einblicke gewähren und eher wie Holzroste aussehen. Die sogenannten Holzfliesen für den Aussenbereich werden etwas anders verlegt und geben dem Terrassenboden ein apartes Aussehen. Aber welche Holzarten sind dafür überhaupt geeignet? Lassen sich die Holzfliesen reinigen? Und wie sieht es mit dem Holzschutz aus? Das Thema ist komplex – wir haben die häufigsten Fragen zusammengetragen und beantwortet.

Brücken bauen – nicht nur in der Kommunikation wichtig

Beim Thema Brücken denken wir oft an die Bauwerke, aber auch an die zwischenmenschliche Brücke. Diese kann zwischen Kulturen oder unterschiedlichen Menschen gebaut werden, um für mehr Verständnis zu sorgen. Somit ist die Brücke eine schöne Metapher. Hier erfährst du mehr über den architektonischen Brückenbau, der jedoch einige wichtige Lektionen für das Leben bereithalten kann. Wir gehen auf das Vorgehen, die Projektentwicklung, die Aufsicht, die Sicherheit und auch auf das Design von Brücken ein.