Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Um die Geschichte der Architektur zu ordnen, ist es üblich, sie in Gliederungssysteme zu verpacken. Wir unterscheiden heute fünf klassische Säulenordnungen, die uns helfen, die antike und neuzeitliche Architektur zu systematisieren. Der Begriff der Ordnung wird in der Baugeschichte grundsätzlich für ein System von vertikalen Bauelementen mit einer Basis und einem Kapitel gebraucht. Pfeiler und Stützen werden von den Säulenordnungen also nicht erfasst. Ausschlaggebend ist für die Säulenordnungen das Verhältnis der Säule zum Gebälk, also die Art und Weise, wie die Säule einen Bezug zwischen den einzelnen Baugliedern herstellt. Die fünf Säulenordnungen bauen aufeinander auf, so nimmt man jedenfalls seit der Renaissance an. Im Gesamtbild ergeben sie die Darstellung einer hierarchisch geordneten Welt.
Säulen wurden in der Antike als Bauelemente genutzt. Sowohl in der Architektur der Griechen als auch bei römischen Bauwerken spielten sie eine wichtige Rolle. Die Architektur folgte dabei grundsätzlich Regeln, sodass die griechischen Stämme sich auch in ihrer Bauweise deutlich voneinander abgrenzten. Wenn du heute von der dorischen Ordnung und von der ionischen Ordnung liest, weisst du sofort:
Das sind die drei Hauptordnungen. Vitruv unterschied diese sowie einige Nebenordnungen. Allerdings sprechen wir heute von fünf klassischen Säulenordnungen:
Die drei bereits weiter oben erwähnten Ordnungen sind der klassischen Architektur Griechenlands zuzuordnen, während die toskanische Ordnung und die komposite Säulenordnung der etwas späteren klassisch-römischen Architektur entstammen.
Die dorische, die ionische und die korinthische Säulenordnung sind dem siebten bis fünften Jahrhundert vor Christus zuzurechnen, während die toskanische und die komposite Säulenordnung etwas jünger sind. Letztere waren Entwicklungen der klassisch-römischen Architektur, die sich einiges aus der griechischen Baukunst abschaute und um den eigenen Geschmack ergänzte. Mit der Romanik führte man die Säulenordnungen der Antike nicht weiter, sondern verbaute erst einmal sehr viel weniger Säulen. Ausserdem trugen die Säulen jetzt Bögen oder Bogensegmente, seltener ein Gebälk. Der Durchmesser der Säule vergrösserte sich im Verhältnis zu ihrer Höhe, dadurch erwecken die Säulen jetzt einen etwas gestauchten Eindruck. Bis in die Gotik hinein zeigen die Säulen allerdings oft noch ein ausgebildetes Kapitell und einen Fuss, vielfach kommen sie in freier Interpretation aus der korinthischen Ordnung. In der Hochgotik verdrängen Bündelpfeiler die Säulen: Die können bis zum Boden geführt werden. Mit der Renaissance wurden die Säulenordnungen jedoch wieder wichtig: Sie belebten die zeitgenössische Diskussion in der Architektur. Neue Regeln wurden formuliert:
Man machte sich Gedanken über die Verhältnisse und fand feste Formeln für die Proportionen der antiken Säulenordnungen. Im Klassizismus schliesslich berief man sich wieder ausschliesslich auf die älteren Vorbilder und veränderte die Säulenordnungen nicht weiter. Im Historismus kamen neue Materialien in Mode, die die Bautechniken veränderten, aber keine Folgen für die Formensprache der Säulen hatten. Wirklich aufgebrochen wurden die alten Säulenordnungen erst auf dem Weg in die Moderne, als die Materialien anfingen, die Formen neu zu definieren.
Säulen sind immer noch ein Blickfang: Als Stützen im Säulenregal, als Halter für Blumentöpfe im Garten und sogar im Wohnraum sind sie einfach toll. Du suchst Säulen oder Säulentrommeln, die du dekorativ aufstellen kannst? Säulentrommeln und an antike Vorbilder angelehnte Säulen stellen Steinmetze bisweilen noch her. Im Baumarkt findest du hin und wieder solche Stücke. Und natürlich gibt es auch die eine oder andere Replik aus wetterfestem Kunststoff. Wie stilvoll du Kunststoff in diesem Fall findest, bleibt dir überlassen.
Die Säulenordnungen sind erst einmal aus einem regionalen, also geopolitischen, Verständnis heraus entstanden. Weitere Regeln wie die Dreiteilung der Säulen in Basis, Schaft und Kapitell, das zwingende Vorhandensein eines dreiteiligen Gebälks und eines dreiteiligen Postaments und ein festes Verhältnis von Höhe und Durchmesser der Säule sind Kategorien, die erst in der Renaissance eine Rolle spielten.
Ab der Renaissance versuchte man, die Säulenordnungen nach ihren inneliegenden architektonischen Regeln zu fassen und festzuschreiben. Von da ab spielte natürlich auch die Höhe der Säule eine wichtige Rolle – aber nur insofern, als sie in ein Verhältnis zum Durchmesser gesetzt wurde, um bestimmte ästhetische Ideale zu verwirklichen.
Deko-Säulen findest du in allen Formen und Grössen, in kitschigen Farben und tollem Design, im Stil der Antike oder auch sehr modern für alle Bereiche von Innendesign bis Aussendekor. Kleine Säulen aus einer der grossen Säulenordnungen werden oft aus Gips oder Betonguss hergestellt. Steinmetze fertigen Säulen und Säulenfragmente aus verschiedenen Steinarten an: Von Speckstein über Alabaster, Marmor und Sandstein bis hin zu Granit gibt es nichts, was es nicht gibt. Weniger Stil haben die kostengünstigen und manchmal recht farbenfrohen Interpretationen aus Kunststoff, die sogar mit LEDs als Nachttischlampe fungieren können.
Wenn Bauherren einen Hausbau planen, erfordert das Vorhaben eine gut durchdachte Organisation: Es geht um Materialkosten, um die Buchung von passenden Architekten und Haustechnikern sowie weiteren Dienstleistern, die dich bei der Bauplanung unterstützen. Baust du ein Haus, stellt sich auch die Frage nach den verschiedenen Haustypen: Denkst du über ein Einfamilienhaus nach? Wünschst du dir ein Massivhaus oder träumst du von Fertighäusern? Informationen zum Hausbau Planen und wertvolle Tipps zum Thema Baurecht und Bauvertrag – das alles findest du im folgenden Ratgeber.
In der Schweiz gelten Sachenwerte als absolute Rechte, die bestimmte weitere Rechte in Kraft treten lassen, wenn das Grundstück verkauft, verpachtet oder auf diesem gebaut wird. Diese betreffen auch die Rechtsnatur und die Absicherung. Beim Bau auf dem Boden eines Grundstücks durch eine andere Person verlangt der Besitzer einen Baurechtszins, der genau berechnet wird. Hier wirkt das Baurecht, das besonders wichtig ist, wenn jemand auf fremdem Grundstück ein eigenes Bauwerk errichten möchte.
Wer kennt sie nicht, die wunderschönen Riegel- oder Fachwerkhäuser, die so unverwechselbar das Erscheinungsbild vieler mitteleuropäischer Orte prägen? Mit ihrer Architektur verbinden wir Geschichte und Romantik, aber auch Beständigkeit und Stabilität. Sie stehen da, solide und unverwüstlich – das lässt sich mit Bestimmtheit sagen. Dabei bestehen sie aber nur aus wenigen verschiedenen „Zutaten“. Die Wirkungsweise ihrer Holzkonstruktion funktioniert eigentlich nach einem ganz einfachen Prinzip, nämlich dem der Kräfteübertragung oder -ableitung. Was seit Jahrhunderten Bestand hat, wird heute auch in der modernen Architektur erfolgreich angewandt. Und das beschränkt sich keineswegs nur auf kleine Altstadthäuschen.
Eine Böschung dient dazu, Erosionen und andere geographische Vorgänge zu verhindern. Sie kann auch auf natürliche Weise bei diesen Prozessen entstehen. Viele Böschungen werden als Hang bezeichnet. Das Böschungsverhältnis besteht aus dem Verhältnis zwischen Länge und Höhe einer Böschungsanlage. Für dich als Bauherren ist das Böschungsverhältnis dann wichtig, wenn du eine künstliche Böschung zum Schutz von Baugruben und Gräben anlegst. Diese muss den Vorgaben des Böschungswinkels entsprechen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Terrasse zu dekorieren. Gartenmöbel gehören auf jeden Fall dazu, und auch Pflanzen und Laternen sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Mit der einen oder anderen Dekoidee für die Terrassengestaltung verwandelt sich der Freisitz in ein attraktives Open-Air-Wohnzimmer. Alles über die passende Terrassendekoration erfährst du im folgenden Artikel.
Bauland ist in der ganzen Schweiz rar – zumindest in attraktiven Lagen, die eine gute Infrastruktur haben. Findet sich schliesslich doch eine Parzelle, kostet sie ein Vermögen oder sie ist sehr klein. Gerade in Stadtteillagen reicht das verfügbare Land kaum aus für eine grosse Immobilie mit mehreren Wohnungen. Erschwerend kommt hinzu, dass Zonenpläne in den Kantonen regeln, wo du was bauen darfst. Dabei gilt es, die Ausnützungsziffer im örtlichen Zonenplan zu berücksichtigen. Ohne geeignetes Bauland lassen sich deine Hausbauträume in der Schweiz nicht verwirklichen. Wir zeigen dir Wege zum Bauland und was du vor dem Kauf alles beachten solltest.