Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Architekten in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Estrich ausbauen: mit dem Dachausbau des Hauses zu mehr Wohnraum, Ästhetik und Wertsteigerung

Estrich ausbauen: mit dem Dachausbau des Hauses zu mehr Wohnraum, Ästhetik und Wertsteigerung

Mehr Wohnraum ist gewünscht? Da bietet sich dein ungenutzter Dachstock an. Du kannst deine Wohnfläche über einen reinen Innenausbau oder eine zusätzliche Lukarne erhöhen. Sie bringt Licht, Höhe und Behaglichkeit aufs Dach. Zudem macht sie deinen Dachstuhl individuell. Selbst eine Dachloggia kombinierst du optimal mit einer Dachgaube. Auch ohne Aufstockung brauchst du Dachfenster für Licht und Frischluft. Nicht zu vergessen ist die Wärmedämmung für ein angenehmes Wohnklima und Kostenersparnis. Dabei sind natürlich auch Bauvorschriften und Kosten im Auge zu behalten. Wir geben dir Tipps zur Planung, schrittweisen Durchführung und was du sonst noch beachten solltest bei deinem Estrich-Projekt.

1. Dachausbau sorgfältig planen und Vorschriften beachten

Bevor du deinen Dachboden ausbaust, hilft dir eine Checkliste, nichts zu vergessen. Mit dem Dachausbau erweiterst du deinen Wohnraum. Dafür haben Städte und Gemeinden bauliche und gesetzliche Vorschriften. Die sogenannte Ausnützungsziffer legt beispielsweise fest, in welchem Umfang du aufstocken darfst. Informiere dich genau, was erlaubt und was an Bedingungen geknüpft ist. Berücksichtige dabei:

  1. Dachboden (Bodenbelag)
  2. Dachgaube (Lukarne) oder Fenster
  3. Leitungen für Strom und Wasser
  4. Mehrere Zimmer oder ein grosser Bereich
  5. Wärmedämmung für optimale Isolation und Luftzirkulation
  6. Heizung (Anbindung an ein Heizsystem oder separate Heizkörper)

2. Dachboden für den sicheren Stand vorbereiten

Das oberste Geschoss ist in der Regel Stauraum. Meist genügen dafür einfache Holzbohlen. Wird daraus Wohnraum, brauchst du einen belastbaren, ebenen Unterbelag. Dafür bietet sich ein Trockenestrich mit Ausgleichsschüttung an. Dabei kommen die Estrichplatten direkt auf die Schüttung (meist Granulat). Das bringt dir verschiedene Vorteile wie: das Resultat ist eben, belastbar, leicht und bietet eine Trittschalldämmung. Auf die Estrichplatten kommt dein Belag. Möchtest du es behaglich, entscheidest du dich für einen Teppich. Hast du Haustiere und Kinder, bevorzugst du wahrscheinlich Parkett, Laminat oder Fliesen.

3. Ausbau des Hauses: Wärmedämmung für mehr Komfort und weniger Kosten

War der Ausbau deines Dachstocks nie vorgesehen, fehlt meist die Dämmung. Mit ihr hältst du dein Dach im Sommer angenehm kühl, im Winter sparst du Heizkosten. Welche Dämmstoffe du dabei verwendest, entscheidest du nach deinen Vorlieben und deinem Budget. Kostengünstig, langlebig und hitzebeständig sind Mineralwolle und Polystyrol. Stroh und Hanf hingegen sind natürliche Materialien, die du gut mit Holz verkleiden kannst. Zur Dachdämmung stehen dir verschiedene Verfahren zur Verfügung:

  • Untersparrendämmung (Innendämmung): günstig, aber mit Raumverlust
  • Einblasdämmung (Zwischensparrendämmung): günstig bei nachträglicher Dämmung
  • Aufsparrendämmung: teuer bei Neueindeckung

Die Einblasdämmung bedingt ein Zweischalenmauerwerk, das die meisten Schweizer Häuser seit den 1970er Jahren haben. Lass dich von einem Fachbetrieb beraten, welches Dämmverfahren zu deinem Haus passt.

4. Dachgaube planen für mehr Raum und Individualität

Eine Dachgaube ist aufwändiger als Glasausschnitte im Dach des Hauses. Dafür hat sie das gewisse Etwas. Du gewinnst an Höhe und gestaltest dein Dach individuell. Frischluftfanatiker kombinieren die Dachloggia mit der Lukarne. Wähle zwischen verschiedenen Formen:

  • Satteldachgaube: gängigste Form bei Dachneigungen von über 30 Grad
  • Schleppdachgaube: flaches Pultdach, vergleichbar zur Dachluke
  • Walmdachgaube: abgeschrägt, verkleinert den Raum
  • Flachdachgaube: gute Raumhöhe bei Dachneigungen von unter fünf Grad
  • Dreiecksgaube: Blickfang
  • Segmentbogengaube: rund, ähnelt einem Bullauge

Wichtig: Du greifst mit der Lukarne in die Tragstruktur ein. Lass daher vorher die Statik überprüfen. Für den Einbau brauchst du einen Handwerker. Er sorgt dafür, dass die Gaube nahtlos an das Dach anschliesst und keine Wärmebrücke zwischen Fassade und Innenraum entsteht.

5. Fenster für Licht und Frischluft berücksichtigen

Ohne Luft und Licht ist der Wohnraum unterm Dach trist. Welche Öffnungen für deinen Dachboden optimal sind, bestimmen Dachstruktur und Raumnutzung. Du hast die Wahl:

  • Schwingöffnung: beliebt für ideale Luftzirkulation
  • Schiebedach: platzsparend, perfekter Ein- und Ausstieg (Loggia)
  • Dreiecköffnung: Blickfang, Kippmechanismus

Damit das Glas nicht aus dem Rahmen fällt, braucht es eine stabile Konstruktion aus Aluminium, Kunststoff oder Holz. Experten beraten dich zu sinnvoller Verglasung (beispielsweise Dreifachverglasung) und wärmedämmenden Rahmen.

6. Fördermittel beim Estrichausbau berücksichtigen

Dein Dachausbau schafft Wohnraum, verschlingt jedoch auch einiges an Geld. Entscheidest du dich für eine Aufstockung mit viel Licht und Loggia, werden die Beträge schnell sechsstellig. Zu den Kosten für Dämmung, Lukarne und Verglasungen kommt noch die Einrichtung dazu. Beläge, Verkleidung der Wände, Leuchten und Möbel summieren sich leicht. Zudem bedeutet die Erweiterung des Dachstocks zusätzliche Heizkörper. Gut, dass der Staat ein Einsehen mit energiebewussten Dachaufstockern hat. Für alle Dämmungen sind im Gebäudeprogramm Fördermittel vorgesehen. Baust du dein Dachgeschoss aus und dämmst gleichzeitig, fördert der Staat deine Gesamtsanierung mit bis zu 50 Prozent. Dazu musst du einen Gebäudestandard einhalten (Minergie oder Richtlinien des GEAK). Am besten du suchst einen Energieberater in deiner Nähe. Er kennt sich mit den Förderprogrammen von Bund und Kantonen aus.

7. Estrich ausbauen: Finde und vergleiche Dienstleister in deiner Nähe

Auf unserer Vergleichsplattform findest du die passenden Architekten für dein Projekt. Du hast gesehen, dass der Ausbau des Estrichs sehr umfangreich sein kann und du verschiedene Spezialisten benötigst. Gib dein Projekt entweder in die Hand eines Architekten oder vergib die einzelnen Arbeiten. Unsere Plattform vermittelt dir einen Eindruck zum Dienstleistungsangebot der benötigten Experten. Vergleiche die Angebote und hole dir gleich Offerten ein.

Der Architektvergleich für die Schweiz. Finde die besten Architekten in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Katasterplan: Definition, Inhalte und Einsatzgebiete

Katasterpläne sind ein wichtiges Instrument für Käufer, Hypothekeninhaber, Immobilienmakler und Architekten, um sich über die Merkmale von Grundstücken zu informieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, sind diese Daten in der Schweiz jedem zugänglich, der ein begründetes Interesse an der Liegenschaft nachweisen kann. Der Katasterplan sichert hierbei maximale Transparenz, sodass Interessenten schon vor dem Kauf wissen, ob das Grundstück bebaut werden darf, welche Mindestabstände gelten und ob etwaige Gebäude dem Denkmalschutz unterstehen. Doch wo findet man den aktuellen Katasterplan, welche Detailinformationen enthält solch ein Plan und wie erhält man einen Auszug?

Zeitlos und modern – die Pfosten Riegel Fassade mit Glasfront

In der modernen Architektur gibt es viele Gebäude, die eine eindrucksvolle Glasfront mit Glasfassade bieten. Eine bekannte und sehr gut dafür geeignete Konstruktion ist die Pfosten Riegel Fassade. Sie ermöglicht die Verglasung ganzer Gebäudeseiten und ist auch als Dachkonstruktion konzipierbar. Durch die modulare Bauweise ist die Kombination von Öffnungselementen und Glasflächen hier besonders einfach. Das erlaubt die maximale Gestaltungsfreiheit für Architekten. Alles zur Pfosten Riegel Fassade sagen wir dir hier.

Holzhaus Schweiz – Tradition und Charme für jede Umgebung

Du möchtest dein neues Holzhaus planen lassen? Dann solltest du wissen, welche Möglichkeiten dich in der Schweiz bei der Gestaltung erwarten. Das gilt sowohl für die Aufteilung der Räume als auch für die vielen Details, mit denen du dein Holzhaus innen wie aussen beleben kannst. Aber worauf solltest du schauen, wenn du auf der Suche nach einem guten Partner für Planung und bauliche Umsetzung bist? In diesem Beitrag erläutern wir dir, was du für dein neues Holzhaus in der Schweiz beachten solltest.

Sakralbau – von der Antike bis zur Gegenwart

Der Sakralbau hat eine wesentliche Bedeutung im architektonischen Gefüge und in der Entwicklung einer Region. Er ist Ausdruck seiner gemeinschaftsstiftenden Funktion, zeugt von Macht und Stärke, demonstriert Wehrhaftigkeit. In vergangenen Jahrhunderten bildeten Kirchen- und kultische Bauten zusammen mit Gebäuden weltlicher Macht das Zentrum von Stadt oder Dorf. Heute zeugen Sakralbauten von der Geschichte, spiegeln die Entwicklung ganzer Völker, geben Aufschluss über Kunst-, Bau- und Handwerkstechniken. Für viele Menschen geht ihre Bedeutung weit über die historische Herkunft und kulturelle Informationen hinaus. Sie sehen in einem Sakralbau vor allem den Ort des Kultus, der ihnen zur Ausübung ihrer Religion und Andacht dient.

Streifenfundament: In zehn Schritten zum sicheren Bauuntergrund

Nur wenn du auf sicherem Untergrund baust, hast du lange Freude an deinem Bauprojekt. Damit das Eigenheim, die Gartenmauer oder das Gartenhaus einen optimalen Stand hat, kommt ein Streifenfundament zum Einsatz. Das Betonfundament hat einiges zu bieten und ist dank seiner Funktionen eine der wichtigsten und meist verwendeten Fundamentarten. Wir verraten dir, was die Fundamentstreifen so grossartig macht und geben dir eine Zehn-Schritte-Anleitung, wie du sie schnell und einfach selbst errichten kannst.

Behindertengerechtes Bauen in der Schweiz für hindernisfreien Zugang

Viele denken beim Thema behindertengerechtes Bauen an Rampen. Diese sind ein wichtiger Bestandteil, aber darüber hinaus gibt es noch weitere Elemente, über die du hier mehr erfährst. Um dein Gebäude behindertengerecht zu bauen, solltest du bestimmte Richtlinien beachten, zu denen du dich am besten von Experten beraten lässt. Vor allem für öffentliche Gebäude ist dies sehr wichtig. Aber auch im privaten Bereich ist es sinnvoll, schon früh entsprechende Massnahmen zu treffen. Auf diese Weise garantierst du, dass Haus oder Wohnung auch im Alter noch zu dir passt. Überlege auch, dich beim hindernisfreien Bauen von Menschen mit Behinderung beraten zu lassen.